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Von Baumschicksalen und Steingeschichte - Ein Erlebnispfad für Naturfreunde


Der romantische Odenwald ist nun ein Qualitätsnaturpark: Landrat Dr. Achim Brötel mit den Beteiligten des Projektes „Margaretenschlucht-Pfad“ sowie Präsentation des drei Jahre gültigen Zertifikates „Qualitäts-Naturpark“; Anfahrt mit dem Shuttlebus der Feuerwehr, Gäste (links); eine von elf Tafeln, die die Naturfreunde auf ihrer Wanderung begleiten; Bürgermeister Ralf Schnörr mit dem Geographen Michael Hahl und der Landschaftsgrafikerin Gabriele Henn (rechts). (Fotos:Gündling/Piktogramm:Naturpark)

(ag) Die Einweihung des Margaretenschlucht-Pfades, ein Gemeinschaftsprojekt der Gemeinde Neckargerach und des Naturparks Neckartal-Odenwald, und die Aufnahme des Naturparks Neckartal-Odenwald in die Riege der „Qualitäts-Naturparke“ waren die beiden großen Themen der gestrigen feierlichen Zusammenkunft am Gickelsfelsen Neckargerach.
Der Gemeinde unter der Obhut des Gemeinderats, des Bürgermeisters Ralf Schnörr und dem Landrat Dr. Achim Brötel war es gelungen, mithilfe des Geographen Michael Hahl und der Künstlerin Gabriele Henn den idyllischen Schluchtweg umzugestalten, ihn als Rundweg mit bebilderten Tafeln neu zu kreieren. Daneben war die Einweihung auch Anlass dazu, das Zertifikat „Qualitäts-Naturpark“ zu übergeben, eine besondere Auszeichnung, die den romantischen Odenwald mit zu den schönsten Wäldern erhebt.

Ralf Schnörr begrüßte zunächst die Gäste, insbesondere Dr. Achim Brötel, der sich in seiner Mitfunktion als Vorsitzender des Naturparks Neckartal-Odenwald besonders verdient um die Realisierung des Projektes gemacht hatte. Er lobte die hervorragende Arbeit des Geographen Michael Hahl und der graphische Gestalterin Gabriele Henn sowie die Federführung Manfred Robens (Geschäftsführer Naturpark Neckartal-Odenwald) nicht ohne zu äußern, dass die Arbeit so gut sei, dass man über einen Themenweg in der Wolfsschlucht neckarabwärts in Zwingenberg nachzudenken beginne. Anschließend erzählte er, dass die Idee zum Weg bereits im Jahre 2005, noch unter Bürgermeister Peter Kirchesch, entstanden und vom Gemeinderat mit einstimmigen Beschluss aufgenommen worden war. Die Gesamtkosten von rund 25.000 Euro wurden zu 70 % vom Naturpark Neckartal-Odenwald gefördert.
Die Margaretenschlucht als das Wahrzeichen von Neckargerach sowie Tourismusmagnet erfuhr eine Umgestaltung zum Rundweg und durch forstliche und bauliche Änderungen sowie der Errichtung von zehn Themenschildern mit geogeschichtlicher Fachaussage über 250 Millionen Jahre Erdgeschichte rund um die Schlucht eine einzigartige Erneuerung. Die Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofes hatten die Verankerung der Tafeln und Bänke, das Anlegen von Sandsteintreppen sowie das Absichern besonders gefährlicher Stellen in weit über 200 Stunden Arbeit geleistet. Das Gemeinwerk hatte unter der Mitbetreuung und Beratung des Forstrevierleiters Gunter Kirschenlohr stattgefunden, aber auch die Freiwillige Feuerwehr Guttenbach sowie Neckargerach, die THW-Ortsgruppe Neunkirchen und das DRK hatten kräftig mit angepackt.

Den Margaretenschlucht-Pfad als echtes Highlight bezeichnete Landrat Dr. Achim Brötel in der anschließenden Rede und hob ebenso die künstlerische Leistung von Gabriele Henn zur Gestaltung der Tafeln und dem eigenen Logo hervor und bezeugte dem Geographen Michael Hahl seine Begeisterung. Sein Dank galt allen Projektbeteiligten. Der Margaretenschlucht-Pfad reihe sich nun zweifelsohne ganz vorne in die inzwischen stattliche Serie von Erlebnispfaden ein. Dabei betonte er die besondere Schönheit der eindrucksvollen Schlucht mit ihrem phantastischen Ausblick auf den Mittelberg, den grandiosen Blick auf die Flusslandschaft, den Sandsteinaufschlüssen, den Verwitterungsformen und unterstrich die lehrbuchartige Zusammenschau unterschiedlichster Naturräume auf kleinstem Raum, nicht ohne auf die besondere Vegetation des Schluchtwaldes und der dort lebenden Tiere, wie zum Beispiel den Feuersalamander, hinzuweisen. Darüber hinaus böte das bequeme Erreichen des Pfades durch den nahe gelegenen S-Bahnhof-Anschluss eine Plattform für nachhaltigen Tourismus aus den Ballungsgebieten der Metropolregion.

Ein besonderer Tag war es nun aber auch, da Anfang Mai 2007 zur großen Freude der Naturpark Neckartal-Odenwald als „Qualitäts-Naturpark“ aufgenommen wurde (wir berichteten). 97 Naturparke gäbe es in der gesamten Bundesrepublik Deutschland. Nur 40 davon dürfen diese Bezeichnung tragen, in Baden-Württemberg hätten sogar nur vier diese begehrte Auszeichnung erhalten, darunter der Schwarzwald.

Schließlich aber war es das Wissen des Geographen Michael Hahl, welches dem Pfad gewissermaßen das Leuchten verlieh. In einem zweijährigen Prozess arbeitete er die spektakuläre Landschaft mit ihrer wilden Schönheit vor dem erdgeschichtlichen Hintergrund auf: So fände eine Überlagerung von drei Zeitfenstern statt, der Buntsandsteinzeit, der Neckartalentwicklung und der Gegenwart. Die Niederschrift seiner gewonnen Erkenntnisse findet sich nun in den wunderschönen zehn Tafeln sowie einem Informationsschild, die den Pfad neuerdings begleiten und in welchen auch die Botschaft herüberkommt, dass wir nur einen kleinen Abschnitt der Erdgeschichte mitgestalten können.

Hinweise des Bürgermeisters Ralf Schnörr zur Begehung des Margaretenschlucht-Pfades:
So schön die Begehung des Pfades ist, sollten bestimmte Regeln beachtet werden: Zur Durchwanderung der Schlucht ist das richtige Schuhwerk ebenso wichtig wie die Einhaltung des gezeichneten Weges und die Aufsicht über die mitlaufenden Kinder. Es sollte auch selbstverständlich sein, dass man bei schlechten Witterungsbedingungen, wie Nässe oder im Winter bei Schnee und Eis lieber auf die Durchwanderung der Schlucht verzichtet.

Infos im Internet:
www.proreg.de
www.naturpark-neckartal-odenwald.de

24.06.07

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