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Nachrichten > Natur und Umwelt

Dem Apfel ist in Heddesbach eine Info-Route gewidmet


V. l. Landtagsabgeordnete Elke Brunnemer, die Geschäftsführer der Falter Fruchtsaft GmbH Gitta Pätzold und Lothar Falter, Zeichnerin des Naturparks Birgit Henn und Bürgermeister Herwig Klein. (Foto: privat)

(bro) (hn)"Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus, da bleibet, wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus." So sang nach alter Tradition die Heddesbacher Wandergruppe das bekannte Volkslied, als sie sich am 1. Mai auf den etwa zweistündigen Wanderweg ins nördliche Ulfenbachtal machte. Start war auf dem Kirchplatz.

Bürgermeister Herwig Klein begrüßte auch zahlreiche auswärtige Gäste. Erster Stopp war beim Naturdenkmal "Scheuermannsche Eiche" am Beginn des Herdweges, wo es einen Ausblick in das blühende nördliche Ulfenbachtal und auf den gegenüberliegenden Dammberg gab.

Auf dem Herdweg trieben einst die Heddesbacher ihr Vieh in den kurpfälzischen Kameralwald zur Weide. Dieser war mit der Harfenburg der größte Burgwald der Wittelsbacher, die das Dorf Hedenspach und die Burg mit dem sogenannten Adlerstein um 1300 den verarmten Harfenberger Rittern abgekauft hatten. Auf dem Wanderweg waren noch historische Grenzsteine mit der Wittelsbacher Raute und den Initialen CP (Churpfalz) zu sehen, oberhalb auf dem Schlossbuckel die Reste der einst stolzen Harfenburg.

Herwig Klein vermittelte den Teilnehmern Zahlen und Fakten zur Herrschaft und zum Untergang der Harfenberger. Auch über das einst in Heddesbach betriebene Bergwerk, wo Mangan gefördert werden sollte, berichtete er. Erst kürzlich sei der Stolleneingang lokalisiert worden, der 213 Meter in den Berg hineingetrieben und dann aufgegeben wurde.

Weiter führte der Weg bis zur Gemarkungsgrenze Unter-Schönmattenwag, die gleichzeitig auch Landesgrenze ist, über den Ulfenbach und zurück zum Parkplatz bei der Straße nach Brombach. Dort warteten einige Besucher, um bei der Eröffnung der "Apfel-Info-Tour""dabei zu sein. Klein erläuterte in Kurzform die Entstehung der Route, die gemeinsam von der Gemeinde, dem Naturpark und der Firma Falter Fruchtsaft GmbH ins Leben gerufen wurde. Die Apfelbäume wurden im vergangenen Jahr von den Gemeinderäten gepflanzt. Unter dem Beifall der Mitwanderer wurde die erste Info-Tafel enthüllt.

Danach übernahm Naturpark-Geschäftsführer Manfred Robens die Führung entlang der einen Kilometer langen Route und erläuterte die sechs aufgestellten Tafeln, wobei die Streuobstwiese im Mittelpunkt stand. Sie diente traditionell der Obsterzeugung, aber auch der Heugewinnung oder als Viehweide. Leider sei der Anteil der Streuobstwiesen in Deutschland zwischen 1965 und 2000 um etwa 70 Prozent zurückgegangen. Damit sei auch der Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen stark eingeschränkt worden. Streuobstwiesen könnten nur erhalten werden, wenn sie genutzt und gepflegt werden. Regelmäßige Pflegeschnitte bei den Obstbäumen seien unerlässlich, um einen Ertrag zu erzielen. Die Apfel-Verarbeitung zu Apfelsaft sei wohl die wichtigste Art der Vermarktung. Die regionale Produktion von Apfelsaft schütze die Umwelt durch kurze Transportwege, erhalte das Kulturgut Streuobstwiese und schaffe Arbeitsplätze.

Mit der Aufstellung der Info-Tafeln sei es gelungen, die Beschaffenheit und die Probleme der Streuobstwiese darzustellen. Der Geschäftsführer dankte in diesem Zusammenhang Gabriele Henn, die für den Naturpark die Tafeln und das Logo entworfen hatte und für die rechtzeitige Fertigstellung sorgte. Robens bedankte sich auch bei der Gemeinde, die die Förderanträge stellte und somit die Voraussetzung für die finanzielle Unterstützung geschaffen hatte.

12.05.10

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