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Engagierter Pädagoge geht in den Ruhestand


Schulrätin Britta Lorenz überreichte Stefan Frey seine "Entlassurkunde". Bürgermeister Bernhard Martin bedankte sich beim ausscheidenden Konrektor. Die Kolleginnen und Kollegen von der Dr.-Weiß-Förderschule packten für Stefan Frey zum Abschied einen Koffer voll persönlicher Erinnerungen. (Fotos:Wörner)

(tw) Im Rahmen einer Feierstunde wurde gestern Abend der Konrektor der Dr.-Weiß-Förderschule, Stefan Frey, nach über 42 Jahren aus dem aktiven Schuldienst verabschiedet.

Schulleiterinnen und Schulleiter, auch einige Ehemalige von Schulen der Umgebung, das Lehrerkollegium der Förderschule, aktuelle Schüler mit ihren Eltern, viele ehemalige Schüler sowie zahlreiche weitere Gäste, darunter auch Schulrätin Britta Lorenz und Bürgermeister Bernhard Martin, konnte Rektorin Stefanie Srivastava zur Abschiedsfeier in der Aula der Dr.-Weiß-Förderschule begrüßen.

Stefan Frey wurde 1945 in Györ/ Ungarn geboren. Nach der Umsiedlung nach Chemnitz (von 1953 bis 1990 "Karl Marx-Stadt") absolvierte er dort die Grundschule. Ab 1958 besuchte Frey dann das Tulla-Gymnasium in Mannheim. Nach seinem Studium an der PH in Heidelberg (1969 bis 1972) war er an verschiedenen Schulen tätig und kam nach dem Aufbaustudium zum Sonderschullehrer im Jahr 1974 nach Eberbach. Im Jahr 2002 wurde er zum Sonderschulkonrektor ernannt (wir berichteten).

Im schulischen Bereich war Frey u. a. SMV-Verbindungslehrer (Schülermitverwaltung) und Vorstand der Bildungsgewerkschaft in Eberbach. Außerdem war er als Mentor und im örtlichen Personalrat der Schule tätig. Er erarbeitete das Schulprofil "Schule als Lern- und Lebensraum" und erstellte schulische Dokumentationen sowie einige konzeptionelle Darstellungen. Frey war in der Lehrerfortbildung tätig und mit der Entwicklung des Oberstufenkonzepts der Schule befasst. Stefan Frey setzte sich für die Kooperation der Förderschule mit der Berufsschule ein und gründete im Jahr 1999 eine Kooperationsklasse.

Außerhalb der Schule war Frey von 1984 bis 1996 im Eberbacher Gemeinderat und von 1989 bis 1999 im Kreistag des Rhein-Neckar-Kreises tätig. Er war Gründungsmitglied im Kulturlabor, im Förderwerk, im Verein für arbeitslose Lehrer und beim BUND Ortsverein Eberbach. Außerdem initiierte der engagierte Pädagoge die Jugendstudie Eberbach. Er arbeitete in der Jugendhilfeplanung mit und betreute die Durchführung des Projektes "Brückenlehrerin für Aussiedler".

Schulrätin Britta Lorenz vom Staatlichen Schulamt in Mannheim bedankte sich bei Stefan Frey für die geleisteten Dienste und überreichte ihm seine Entlassurkunde aus dem aktiven Staatsdienst (unser Bild). Mit Freys Erlaubnis las die Schulrätin eine Passage aus einer der exzellenten Beurteilungen vor, die er während seiner Dienstzeit erhalten hatte.

Bürgermeister Bernhard Martin sprach Frey in seinen Grußworten seine Hochachtung dafür aus, wie er Dinge anpacke und nicht nur darüber rede. Die von Frey initiierte Jugendstudie z. B. sei richtungweisend gewesen und von großem Nutzen für die Stadt. Eine Pioniertat Freys sei die Kooperation von Förder- und Berufsschule. Der Bürgermeister dankte ihm auch für sein umsichtiges Steuern in der schwierigen Zeit mit dem ehemaligen Direktor Thomas Whang. Alles in allem, so der Bürgermeisterm habe er viel von Stefan Frey gelernt. An wen dieser ihn "frisurentechnisch" zumindest erinnere, sei ihm klar geworden, als er erfuhr wo Frey die Grundschule besuchte. Als Beweis hatte Martin ein Bild von Karl Marx mitgebracht.

Im Namen der Elternschaft bedankte sich Elternbeiratsvorsitzende Weber. Mit dem Lied Zimbole und Goodbye verabschiedeten sich die Schüler von ihrem Konrektor. Die Oberstufe ließ den letzten Klassenausflug nach Thonon Revue passieren. Ehemalige Kollegen rezitierten, passend zum Anlass, Hermann Hesses Gedicht "Stufen". Vom Kollegium und Rektorin Srivastava gab es einen Koffer voll persönlicher Erinnerungen zum Abschied.

Ein seltsames Gefühl sei das für ihn, so Stefan Frey, jetzt wo dieser Zug mit dem er sich so wunderbar ausgekannt hatte ohne ihn weiterfahre.
Patagonien im Februar, sein Oldtimer, sein Garten und das Fotografieren seien Dinge, auf die er sich in der Zukunft freue. Groß müsse auch die Betroffenheit bei den Eberbacher Zeitungen über seinen Weggang sein, waren sie doch zum zweiten Mal mit demselben Aufmacher erschienen. So bliebe der 23. Juli aber allen in Erinnerung. Sein Herzenswunsch, so Frey zum Schluss, sei die volle Unterstützung der Kooperationsklasse durch alle Beteiligten.

24.07.10

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