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Das Cicerone-Ensemble gastiert in Eberbach


(Foto: DMW / Axel Nickolaus)

(bro) (khm) Das Cicerone Ensemble mit Thomas Wormitt (Traversflöte), Adrian Cygan (Barockcello) und Andreas Gilger (Cembalo) musiziert am Freitag, 24. Februar, um 20 Uhr im Eberbacher katholischen Pfarrheim (Feuergrabengasse 6) bei der Stadtkirche St. Nepomuk. Die Musiker sind Preisträger und Stipendiaten in der 60. Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler (BAKJK) des Deutschen Musikrats Bonn.

Die drei Musiker nahmen 2014 an der Akademie der Düsseldorfer Hofmusik teil und erreichten das Semifinale des Van Wassenaer Concours Utrecht. 2015 wurde das Ensemble beim Deutschen Musikwettbewerb mit dem Stipendium des DMW ausgezeichnet. Im Juni 2015 gewann das Ensemble den Förderpreis der Köhler-Osbahr-Stiftung. Für die Spielzeit 2016/17 ist es in die Bundesauswahl Konzerte junger Künstler des deutschen Musikrats aufgenommen.

Im dritten Eberbacher Kunstfreundekonzert der 68. Reihe 2016/17 sind unter dem Titel "Wie der Vater so der Sohn?" Werke von Johann Sebastian Bach (1685-1750) und von vier seiner Söhne zu hören, welche sind: Wilhelm Friedemann (1710-84), "das schwierige Genie“, der Hallescher Bach, Carl Philipp Emanuel (1714-88), "das Vorbild seiner Zeit“, der Berliner und Hamburger Bach, Johann Christoph Friedrich (1732-95), "der unscheinbare Virtuose“, der Bückeburger Bach und Johann Christian (1735-782), „Das Weltkind“, der Englische oder Londoner Bach.

Ihren Musizierstil charakterisieren die Cicerone-Musiker so: "Es reicht nicht aus, 'Musik lediglich zu spielen". Historische Musik zu hören, ist gerade mal ein Teil der Erfahrung, welche die drei jungen Musiker zu bieten suchen. Das Ziel ist stattdessen Musik darzustellen, wie ein Fremdenführer ein altes Gemälde oder Gebäude präsentieren würde, daher der Name "Cicerone“. Das italienische "il cicerone" [tschitscher:one], der Stadtführer, Fremdenführer, scherzhaft gelegentlich auch der 'geschwätziger, redseliger Fremdenführer leitet sich ab vom Beinamen Namen des ob seiner Beredsamkeit berühmten Römers Marcus Tullius Cicero (106-43 v. Chr.), der - [kíkero], von cicer-Erbse - eigentlich 'Erbserich' bedeutet. Im 19. Jahrhundert besonders unter dem Eindruck eines Werkes des schweizerischen Kunsthistorikers Jacob Burckhardt: "Der Cicerone. Eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens" (Bd. 1-3 Architectur, Sculptur, Malerei, Basel 1855) - wurde der Name gern für Führer (Schrift, Person) durch berühmte Kunststätten verwendet. Warum also nicht auch in der Musik. Denn man erfährt den größten Genuss auch in der Musik, wenn man sie nicht nur intuitiv angeht, sondern wenn man das Gehörte auch kenntnisreich nachvollzieht. Als sich diese Erkenntnis bei den drei jungen Studenten 2013 während Seminaren an der Folkwang Universität (Essen) durchsetzte, gelangten sie sehr schnell zum Entschluss, ein Ensemble zu gründen, dessen Ziel es genau ist, diese Idee auch auf dem Gebiet der Musik der kunstvollen und affektreichen Barockzeit zu verfolgen.

Im Fall dieses Konzertes zeichnet mit der Gegenüberstellung von Werken Johann Sebastian Bachs mit denen seiner Söhne das gespielte Programm den Übergang von Barock zu modischeren Frühklassik nach, was auch Abwendung von der Polyphonie (Mehrstimmigkeit, aber von selbständigen Stimmen) zur Homophonie (beherrschenden Melodie mit durchaus unabdingbarer akkordischer Begleitung). Die empfindsam galanten, gern heiter sanglichen Stücke der Bach-Söhne in verschiedenen Besetzungen, teils mit obligatem Cembalo, werden im Programm eingerahmt von den beiden großen Sonaten in e-moll und E-Dur für Flöte und Basso Continuo des Vaters, wobei dessen - möglicherweise - späte E-Dur-Flötensonate (Konzertschluss) mit ihrer Hervorhebung der virtuosen Flöte, Betonung des Melodischen und Zurückhaltung im Bezug auf typisch barocke Polyphonie (fugenhafte Verarbeitung) schon auf die melodieorientierte Musik der Söhne mit all ihren rhythmischen und harmonischen Raffinessen verweisen dürfte, eine Musik, zu deren Bewunderer auch der junge Mozart gehörte. Die e-moll-Sonate zu Anfang von Vater Bach dagegen wird noch als dem älteren Stil zugehörig betrachtet, da Soloflöte und Basso continuo (Cembalo, Cello) häufig polyphon eigenständig miteinander agieren.

Das Programmheft können Nichtabonnenten an der Abendkasse erwerben.

01.02.17

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