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Denkmal- und Artenschutz stehen nicht im Widerspruch

(bro) (id) Die älteste Kirche im Neckartal, die Ersheimer Kirche in Hirschhorn, beherbergt die größte Fledermauskolonie Hessens. Aus diesem Grund gibt es dort am Freitag, 30. Juni, ab 19.30 Uhr und am Samstag, 1. Juli, ab 16 Uhr eine Live-Show sowie einen Blick ins Schlafzimmer der geheimnisvollen Kobolde der Nacht.

Im Frühjahr 2000 stand die Dachinstandsetzung der ältesten Kirche im Neckartal an. Die baulichen Reparaturabläufe waren geklärt, die Kirche eingerüstet, und dann tat sich das große Problem auf. Im Dachstuhl der Ersheimer Kirche beziehen jährlich im Schnitt 800 Muttertiere der „Großen Mausohr-Fledermaus“ Familie ihre Wochenstube und bringen ihr einziges Junge zur Welt. Mit 812 Tieren wurde der letztjährige Maximalbestand am 1. Mai leicht übertroffen.

Je nach Witterungsverhältnissen (langer Winter oder sehr frühe hohe Temperaturen) halten sich Muttertier und Junges von Mitte/Ende März bis Spätsommer/Herbst im Quartier auf. Die Erfahrung in all den Jahren hat gezeigt, dass zwei Drittel der Muttertiere Junge bekommt, so dass sich insgesamt rund 1 200 Tiere im Dachstuhl der Kirche aufhalten. Somit hat Hirschhorn die größte Wochenstube in Hessen.

Mit gutem Willen von Seiten des Bischöflichen Ordinariats Mainz, Eigentümer der Ersheimer Kirche, der Hessischen Denkmalpflege und des Hessischen Umweltministeriums in Wiesbaden wurde der Dachstuhl so saniert, dass der Aufenthalt der Tiere mit all seinen Begleiterscheinungen die Substanz des Gebäudes nicht mehr gefährdet.

Der finanzielle Aufwand zur Herrichtung der Wochenstube im Dachraum der Kirche betrug insgesamt 310.000 Euro, davon Denkmalschutzmaßnahmen 193.000 Euro und 117.000 Euro für artengerechte Bestandsschutzmaßnahmen. Die Kosten wurden zu je zu einem Drittel von den genannten Institutionen getragen.

In Abständen von drei bis vier Jahren entstehen immer wieder kleinere Reparaturkosten von 4.000 bis 5.000 Euro, die seither im Wechsel vom Hessischen Umweltministerium bis zur Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Bergstraße aus Mitteln des Artenschutzes getragen wurden.

Dieses einmalige Projekt ist Zeugnis dafür, dass „Denkmal- und Artenschutz“ in Einklang zu bringen sind.

Die Betreuung der Fledermauskolonie liegt seit dem Jahr 2000 bis heute in den Händen des hessenweit, sogar bundesweit, bekannten „Fledermausvaters“ Karl Kugelschafter aus Lohra (nahe Wetzlar). Er sorgt für die Reinigung des Quartiers, zählt jährlich den Bestand der Tiere und überprüft den baulichen Zustand der Behausung.

Die ehemalige Landtagsabgeordnete und Bürgermeisterin in Ruhe, Ilona Dörr, hat sich ebenfalls diesem Projekt verschrieben und bemüht sich um finanzielle Hilfen bei den zuständigen Institutionen und um Spenden bei der Durchführung verschiedener Veranstaltungen.

Im Juli 2002 gab es für über 300 Gäste die Möglichkeit, per Video-Live-Übertragung einen Einblick in die Wochenstube der größten "Großen Mausohr-Fledermaus-Kolonie" Hessens zu nehmen.

In diesem Jahr haben interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger und Gäste aus nah und fern an zwei Tagen die Gelegenheit, sich am Info-Stand, bei einem Diavortrag und einem Blick ins Schlafzimmer der geheimnisvollen Kobolde der Nacht über das Leben der Fledermäuse zu informieren. Der Quartierbetreuer Karl Kugelschafter steht zu allen Fragen bereit. Dr. Ulrich Spiegelberg gibt Zeugnis dafür, dass Denkmal- und Artenschutz sich in Einklang bringen lassen.

22.06.17

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