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Wenn Stimmen den Raum zum Schwingen bringen - Abwechslungsreiches Programm am 16. August


(Fotos: privat)

(bro) (usp) Lange schon freute sich das der Musikschule Eberbach angeschlossene „Vokalensemble Lorenz Miehlich“ auf einen Auftritt in der Klosterkirche Hirschhorn. In den Jahren zuvor war es in den evangelischen Kirchen zu Neckarsteinach und Hirschhorn aufgetreten. Die Akustik und Atmosphäre in der Klosterkirche gab nun einen besonderen Rahmen für dieses Konzert am Mittwoch, 2. August.

Stefan Pahl als Vertreter des Fördervereins, der die Konzertreihe organisiert, begrüßte die Gäste und bekannte sich als „Freund des Gesangs“, der es liebe, wenn „die Stimmen der Sänger ganze Räume und die darin befindlichen Menschen zum Schwingen“ bringen können. Er wies auch darauf hin, dass der Gesang in uns zahlreiche Dinge bewirkt, die außerhalb der naturwissenschaftlichen Beweisbarkeit liegen. In den Gottesdiensten des Mittelalters verstand man die menschliche Stimme - das Instrument, welches Gott selbst erschaffen hatte - als einzige angemessene Möglichkeit zum Lob Gottes zu musizieren. Instrumente waren der weltlichen Musik vorbehalten. Auch Kirchenorgeln gab es zunächst nicht. In vielen Kirchen des Ostens lebt diese geistliche a-cappella-Tradition bis heute fort und erklärt deren Namen „in der Art des Kirchenchores“ (nicht: „ohne die Kapelle“, wie mancher vermutet). Selbstverständlich war auch nach der Emanzipation der Instrumentalmusik im 16. Jahrhundert der a-cappella-Stil fester Bestandteil der Kunstmusik. Im Westen bekam der a-cappella-Gesang eine ganz andere Bedeutung in Pop und Folklore.

Das Vokalensemble Lorenz Miehlich steht für alle vier Genres, und so erklangen geistliche Werke wie zum Beispiel ein gregorianisches „Kyrie eleison“, das bekannte „Alta trinita beata“ (Italien, 15.Jh) oder ein Alleluja von William Boyce (1710-1779) neben Folksongs wie „Down by the Salley Garden“ (Irland) oder „Loch Lomond“ (Schottland), dem äußerst berühmten und zeitlos gewordenen Popsong „Yesterday“ (Paul McCartney für die Beatles, 1965) bis hin zu Werken von großen Meistern der Musikgeschichte wie Max Reger (1873-1916) und Maurice Duruflé (1902-1986). Mit „Swinging Anna Magdalena“ erklang eine jazzige a-cappella-Transkription des berühmten Menuetts aus dem Notenbüchlein von Johann Sebastian Bachs zweiter Ehefrau, welches heute normalerweise auf dem Klavier zu hören ist.

Doch auch solistische Kunstlied-Einlagen von Purcell und Dvorak wurden zwischen den Chorwerken dargeboten von Reili Rietdorf (Sopran) und Lorenz Miehlich (Bariton), begleitet von Alexander Lenz. Bianca Heckmann und Hartmut Quiring verlasen zwischen den Musikbeiträgen ganz im Sinn des Ausklangs Abendimpulse von Goethe, Eichendorff sowie aus der Bergpredigt des Matthäus-Evangeliums, die zum Nachdenken anregen und auf die Lieder hinführen sollten.

Die Akustik des Kirchenraumes wurde vollständig ausgenutzt, das Publikum stets mit neuen Klangerlebnissen überrascht, denn die ersten drei Gesänge erklangen von der Empore aus, die folgenden von vorne, für eine Vokalimprovisation positionierten sich die Musiker im gesamten Kirchenraum, selbst in der Mitte des Kirchenschiffs standen manche Sänger und gaben Vokalisen, Zischlaute und Pfeifgeräusche von sich, die das Publikum von allen Seiten umgeben sollten (englisch: to surround). Als im Schlussteil der Improvisation zwei Sänger von der Empore die Wendeltreppe herunterstiegen, war sogar ein besonderer Klangeffekt durch deren Drehung zu vernehmen. Zum Abschluss des Konzerts erklang ein französisches Vaterunser von Duruflé, welches ganz im Sinne der venezianischen Mehrchörigkeit im Wechsel von links und von rechts in das gut besuchte Kirchenschiff schallte.

Mit langem Beifall verlieh das Publikum seiner Begeisterung für ein eindrucksvolles Konzert, das die vielen Einsatzmöglichkeiten der menschlichen Stimme präsentierte, Ausdruck.

"Bleib bei uns , Herr, der Abend kehret wieder“ - unter diesem Motto steht das Ausklang- Konzert am Mittwoch, 16. August, um 20.44 Uhr - gestaltet von dem Vokalensemble „Konsortium Serafim“. Dabei wird vom Ensemble der Musikschule Eberbach unter Leitung von C. Bauer ein Bogen von der Renaissance über den Barock bis hin zu moderner christlicher Popmusik gespannt. Nicht nur das Ensemble, sondern auch solistische Beiträge einzelner Ensemblemitglieder mit Agnes Heilmann am Klavier lassen ein abwechslungsreiches Programm erwarten.

07.08.17

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