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Dr. Albrecht Schütte im Gespräch Johann Philipp Dilo


V. l.: Johann Philipp Dilo, Dr. Albrecht Schütte MdL, Dietmar Lamprecht. (Foto: Christine Nahrgang)

(bro) Mit Dilo Machines sowie der DiloGroup hat der Weltmarktführer für Vliesstoffgesamtanlagen seinen Firmensitz in Eberbach. 1902 von Oskar Dilo gegründet, erfolgte der Aufstieg zum weltweit erfolgreichen Unternehmen unter Richard Dilo. Nunmehr in der dritten Generation leitet Diplom-Ingenieur Johann Philipp Dilo das Unternehmen und beschäftigt bei Dilo Machines am Standort Eberbach auf einer Grundstücksfläche von 6 ha ungefähr 330 Mitarbeiter zur Entwicklung, Konstruktion und Fertigung von Vlieslegern und Nadelmaschinen. Um sich vor Ort über dieses Beispiel eines mehr als erfolgreichen Mittelständlers zu informieren, besuchte gestern der Landtagsabgeordnete Dr. Albrecht Schütte (CDU) gemeinsam mit den Stadträten Karl Braun und Dietmar Lamprecht das Werk und sprach mit Geschäftsführer Johann Philipp Dilo und Dr.-Ing. Joachim Leger, dem technischen Leiter der Maschinenfabrik und Mitglied der Geschäftsleitung.

Zunächst bedankte Schütte sich für das Engagement der Firma und gratulierte zur Auszeichnung „ehrenamtsfreundlicher Arbeitgeber im Bevölkerungsschutz“, die Dilo im Dezember 2017 im Rahmen einer Feierstunde vom Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg in Stuttgart erhalten hatte (wir berichteten). Dilo erläuterte, dass er nicht nur Mitarbeiter für Einsätze wie beispielsweise des THW und der freiwilligen Feuerwehr freistelle, sondern auch Hilfe bei der Nachwuchswerbung anbiete: „Viele unserer Mitarbeiter arbeiten in technischen Berufen und könnten mit ihrem Knowhow den Bevölkerungsschutz unterstützen.“

Neben mehreren Standorten des Unternehmens in Deutschland ist Dilo in 80 Ländern weltweit vertreten, darunter auch in momentan kontrovers diskutierten Ländern wie Russland und der Türkei. Schütte erkundigte sich nach den Geschäftsbeziehungen und möglichen Herausforderungen, die hierbei auftreten können.

Der Geschäftsführer erklärte, dass die Sicherheit und der Schutz der Mitarbeiter auf Reisen immer die erste Priorität haben. Im Zusammenhang sind die Reisewarnungen des Außenministeriums maßgeblich. Angesprochen auf das Problem der Korruption in manchen Ländern, machte er deutlich: „Wir dulden bei diesen Themen keine Kompromisse.“ Natürlich sei man auch auf Geschäftsbeziehungen mit Ländern angewiesen, wo wenig Aufmerksamkeit gegenüber Compliancefragen herrsche, sei aber nicht bereit, jeden Preis für einen Geschäftsabschluss zu zahlen. Dilo sehe auch in dieser Geschäftspolitik, einen Grund für dauerhaften Erfolg: „Der ehrliche deutsche Kaufmann“ genießt weltweit nach wie vor hohes Ansehen.“ Auch zu Chancen in der Zukunft fand Dilo klare Worte: „Die Protagonisten der IT-Technologie sitzen überwiegend in Kalifornien. Wir haben in Deutschland kaum Personalreserven in der Digitalindustrie.“ Selbst nutze die DiloGroup allerdings wie viele andere Maschinen- und Anlagenbauer bereits heute die moderne Technologie, um Anlagen überall auf der Welt zu überwachen. Künftig könnten Teile identifiziert werden, bevor sie defekt werden.

Ganz wesentlich für ihn sei, dass die Selbstständigkeit wieder attraktiver werde. „Junge Leute sehen in der Selbstständigkeit kein Ziel mehr“, so der Unternehmer. An viel zu vielen Stellen werde reguliert und damit die Freiheit des Unternehmers über jedes vernünftige Maß hinaus beschnitten. Auch der Parlamentarier sah hier Herausforderungen: „Wir müssen dafür sorgen, dass Baden-Württemberg und gerade die Rhein-Neckar-Region attraktiv bleibt für Geschäftsgründerinnen und -gründer. Wir müssen nicht nur Menschen mit Ideen in die Region holen, sondern auch dafür sorgen, dass kreative Menschen, die bereits hier sind, auch hier bleiben.“

Bei einem Rundgang über das Gelände besichtigten die Teilnehmer unter anderem eine Komplettanlage im Technologiezentrum. Aus Fasern wird zunächst ein lockeres Vlies geformt, das in nachfolgenden Nadelmaschinen verdichtet und zum Nadelvliesstoff verfestigt wird. Die DiloGroup bietet Komplettanlagen für diesen Vorgang aus einer Hand mit Projektierung, Produktion, Inbetriebnahme und Wartung an. Dabei kann die Arbeitsbreite der Maschinen zum Beispiel zur Geotextilherstellung acht Meter betragen; einzelne Großnadelmaschinen zur Papierfilzherstellung sind noch breiter und wiegen auch mal bis zu 900 Tonnen. Zum Abschluss stellte der Firmeninhaber Produkte aus Vlies vor: Neben Pflegetüchern, Windeln und verschiedenen medizinischen Produkten sind dies in der Hauptsache Nadelvliesstoffe für Automobilformteile, Bodenbeläge, Filtermedien, Geotextilien oder Schuhmaterialien.

06.03.18

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