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Firmenrundgang, informative Vorträge und Kulinarisches


(Foto: privat)

(bro) (hc) Die Geschäftsleitung der Firma BBK in Oberzent-Beerfelden öffnete am Sonntag, 22. April, die Pforten ihrer Firma für einen FDP-Bürgerfrühschoppen.

Im Werkshallenbereich der Firma hatten die Gäste vor einem Rednerpult die Möglichkeit, Platz zu nehmen, denn nicht nur ortsansässige Parteifreunde waren zum Frühschoppen eingeladen worden, sondern auch politische Prominenz. Allen voran als Gastredner Nicola Beer MdB und FDP Generalsekretärin und Moritz Promny FDP-Landtagskandidat für den Odenwaldkreis aus Michelstadt. Weitere Gäste waren der FDP Kreisvorsitzende Dr. med. Alwin Weber aus Michelstadt und der FDP Bürgermeisterkandidat Andreas Krauch aus dem Oberzenter Ortsteil Falken-Gesäß.

Die beiden Hausherren Alexander Beck und Lothar Beck gewährten der politische Prominenz durch einen kleinen Rundgang Einblicke in die Tätigkeiten der Firma BBK, bevor der offizielle Teil begann.

BBK wurde zunächst 1986 im Oberzenter Ortsteil Airlenbach mit 30 Mann als Etikettier- und Sondermaschinenbau GmbH gegründet. Die Nachfrage nach diesen Produkten stieg rapid. Schon bald erwiesen sich die Räumlichkeiten der Produktionsstätten als zu klein. Durch eine glückliche Fügung konnte man am südlichen Ortsausgang der damaligen Stadt Beerfelden ein großes Wohn- und Geschäftshaus erwerben, in dem inzwischen 140 Mitarbeiter beschäftigt werden. Außerdem ist das Gelände groß genug, um Erweiterungsvorhaben zu verwirklichen. In 20 Ländern ist die Firma BBK vertreten. Die Firma versucht dem Fachkräftemangel entgegenzuarbeiten, indem sie junge Menschen dual ausbildet.

Begeistert nahm die Generalsekretärin Beer ihre soeben erworbenen Kenntnisse über die Firmentätigkeit zum Anhaltspunkt ihrer Rede, die ebenso der neu gegründeten Stadt Oberzent, der anstehenden Bürgermeisterwahl wie auch der Landtagswahl im Herbst diesen Jahres galt. Sie beglückwünschte die Stadt Oberzent nicht nur zum Fusionsgedanken, sondern auch zur Umsetzung des Gedankens. Es gehört schon viel Mut und Einsicht aller Ortsteile dazu, sich ohne Eifersüchteleien auf diesen neuen Gedanken einzulassen. „Aufbruch zu neuen Ufern und doch in der Heimat bleiben, das zeichnet hier diese Firma aus“, lobte sie die Firmenleitung. Beers Ausführungen betrafen auch den weiteren geordneten Zuzug von Asylanten, das Völkerrecht und das Einwanderungsgesetz. Nur ein Asylparagraf kann hier Recht schaffen. Weiterhin prangerte sie die Ausnutzung der Not am Menschen an, die Bestechlichkeit (Bremen), den Rechtstrend im Bundestag, den Menschenhass.

Sie ging auf die Forderungen ihrer Partei in Oberzent ein, Themen wie: Infastruktur, Straßen- und Wasserversorgung, flüssige Verkehrsanbindungen durch die Odenwaldbahn, gute Straßen und schnelles Internet. Für die digitale Ausbildung in den Schulen wird das schnelle Internet ebenso benötigt, wie für die ansässigen Firmen. Weiterbildung, auch im Alter sei notwendig, um den digitalen Anforderungen, gerade auf dem Lande, gerecht zu werden (Rezeptbestellung, Arztkonsultation).

Ein großes Thema war die ärztliche Unterversorgung, die durch Schaffung eines Gesundheitsvorsorgezentrums, das von allen Fraktionen aus Oberzent einstimmig gefordert wird und endlich in Angriff genommen werden muss, nachdem in "Kleine Schritte Politik“ der Anfang gemacht wurde.

Zur Zeit kümmern sich 63 Hausärzte im Odenwaldkreis um die hausärztliche Versorgung. 2020 suchen rund 28 Hausärzte im Kreis einen Nachfolger, weil sie in den Ruhestand gehen. Mit dem Pakt zur Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung hat die FDP in der letzten Legislaturperiode die Grundlage für eine Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung in allen hessischen Regionen geschaffen. Die FDP fordert regionale Gesundheitszentren, die die ärztliche Arbeit in ländlichen Regionen erleichtert, damit multi-professional zusammen gearbeitet werden kann und sich ein Arzt mehr um seine Patienten als um seine Abrechnung kümmern muss.

Die Ablehnung der Windkraftanlagen im Odenwald gehörte ebenfalls zum Themenkreis wie auch die Forderung nach vernünftigen erneuerbaren Energien. Die schwarz-grüne Landesregierung will laut Beer 4.000 neue Windräder entstehen lassen. Derzeit gibt es 700 Anlagen, das bedeutet eine massive Veränderung der hessischen Landschaft. Außerdem fehlen Speichertechnologien für die Zeiten eines Stromüberangebotes. Das Mobilauto, das durch Batterie angetriebene Auto sah Beer sehr kritisch: „Wohin später mit den ausgedienten Batterien, sie sind Gift.“ Wir benötigen eine Energie, die langfristig funktioniert, nicht der Umwelt schadet", bekräftigte sie.

Die Neuansiedlung von Firmen im ländlichen Raum muss attraktiver werden. Bezahlbare Grundstückspreise, Firmenberatung und Gründungsgespräche gehören zur geforderten Gründerkultur und müssen vorrangig behandelt werden.

Eine erfolgreiche Integrationspolitik schafft laut Beer Chancen für Bildung und Beruf und ermöglicht Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Hierzu müssen aber beide Seiten aufeinander zugehen, es muss eine klare Akzeptanz der Gesellschafts-und Rechtsordnung herrschen. Die Anerkennung der jeweiligen kulturellen und religiösen Identität ist dabei ebenso wichtig, wie die Akzeptanz der hiesigen Rechtsordnung und der Bereitschaft, die deutsche Sprache als Schlüsselkompetenz zu erwerben. Integrationspolitik ist Aufgabe der gesamten Gesellschaft und fordert einen Beitrag von uns allen.

Der daran anschließende Vortrag vom stellvertretenden Landesvorsitzenden der FDP Moritz Promny begann mit einem Zitat von Alt-Bundespräsident Theodor Heuss: „Das Wichtigste in der Gesellschaft ist die Gemeinschaft.“ Danach griff Promny die Themen seiner Vorrednerin auf und vertiefte sie noch einmal. So sah er die Energiepolitik auf europäischer Linie als sehr wichtigen Punkt und unterstrich das Miteinander - gegeneinander geht nicht.

Er begrüßte das politische Engagement von Gülten Madensoy aus Beerfelden und ihr angenehmes Auftreten in der FDP. Sie steht nicht nur für Weiblichkeit, sie steht auch für ihre Nationalität. Die Aufschrift auf den Werbeplakaten von Frank Leutz „Gesund und nah“ die überall in der Oberzent anlässlich der Bürgermeister-und Kommunalwahl am 29. April angebracht sind, wertete Promny als sehr positiv. Als einen Leuchtturm für Hessen bezeichnete er den Kreisvorsitzenden Dr. med. Alwin Weber wegen seines großen Engagement für das Gesundheitsvorsorgezentrum, denn „Das Umdenken ist angelaufen, ich bin nachhaltig vom Gesundheitszentrum beeindruckt. Hier geht es nicht den üblichen bürokratischen, komplizierten Weg, hier geht es um den einzelnen Patienten, es wird alles um ihn herum organisiert, Wartezeiten werden durch Vernetzung aufgehoben, das erleichtert das Leben für den Patienten, wie auch für die behandelnden Ärzte.“

Aber was wäre ein Bürgerfrühschoppen ohne Bewirtung. Es gab Weißwurst mit süßem Senf, Laugenbrezeln und Weißbier, damit hatten die Gastgeber genau das Richtige getroffen. Alles schmeckte zwischen den sehr informativen Vorträgen vorzüglich. Ein geführter Rundgang durch einige Räume der BBK für die Interessierten aus der großen Runde der Anwesenden komplettierte den familiären Frühschoppen. Denn familiär war er, einige Eltern hatten ihre Kinder mitgebracht, und die konnten sich in der großen Hüpfburg auf dem Firmenparkplatz nach Herzenslust austoben.

27.04.18

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