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Schubert-Abend vom Feinsten


(Foto: privat)

(bro) (hq/us) Am Samstag, 28. April, fand der letzte Karmelabend der Saison 2017/18 im Kapitelsaal des ehemaligen Karmeliterklosters Hirschhorn statt.

Mit Grillparzers Gedicht „Schubert heiß ich, Schubert bin ich“ begrüßte Ulrich Spiegelberg das Publikum im vollbesetzten Saal und teilte ihm durchaus stolz mit, dass der Förderverein Klosterkirche Hirschhorn sich auch freue, als Nebeneffekt der hier veranstalteten Konzerte im Rahmen der Reihen "Karmelabend" und "AusKlang" seine Schätze wie Kapitelsaal oder Klosterkirche auch den weiter hergereisten Gästen einmal zeigen zu können.

Natürlich stand über dem gesamten Abend der Komponist Franz Schubert im Vordergrund, dessen Werke Adelheid Lechler (Klavier) und Christoph Habicht interpretierten mit hoher Perfektion, Leidenschaft, Einfühlsamkeit und Liebe für diesen Komponisten.

Mit den drei Sätzen der Sonate D-Dur (D 384) in der Übertragung für Cello von Georg Goltesmann, die dadurch sogar an Ausdruck an manchen Stellen gewann, kam Schwung und jugendliche Frische in den Saal, und in den brillanten Passagen dieses genialen Jugendwerks Schuberts zeigte sich eindrucksvoll die musikalische Harmonie der beiden Musizierenden. Äußerst stimmungsvoll war auch die Interpretation der „Ungarischen Melodie“ in h-moll (D 817) für Klavier Solo. „Sie können das ja nicht wissen, aber Adelheid hat das extra für mich eingeübt, weil ich mir das so gewünscht habe“, brach Christoph Habicht sein einziges Tacet an diesem Abend nach dem Klaviervorspiel. Ein Schubert-Abend ohne Schubert Lieder ist unvollständig. So folgten drei Lieder aus dem Zyklus „Die schöne Müllerin“. Natürlich ging den meisten Kennern der Text durch den Kopf, als das Cello seine zum Träumen schönen Töne in Baritonlage zur Klavierbegleitung sang. In der Instrumentalversion wurde auch deutlich, wie viel Inhalt dieser Lieder auch das Begleitinstrument kompositorisch übernimmt und zum Ausdruck bringt.

Nach der Pause erklangen die drei „Gesänge des Harfners“ (aus Goethes Wilhelm Meisters Lehrjahre) ebenfalls in Instrumentalbearbeitung, ergänzt durch den vorangestellten vorgetragenen Text. Entsprechen schwermütig, sogar düster, dann wieder hoffnungsvoll erklang Schuberts musikalische Deutung der Goetheschen Texte. Unübertroffen konnte Schubert die Stimmung der Dichtung in Musik umsetzen, was aber auch einmal einen Goethe verärgern konnte, der seine Dichtkunst zwischen aller Schubert’scher Tonkunst und Tonmalerei nicht mehr würdig zur Geltung kommen sah. Die Harfner Lieder inspirierten auch Bettina von Arnim, die dem ebenfalls vorgetragenen Gedicht „Wer sich der Einsamkeit ergibt“ andere inhaltliche Wendungen geben konnte.

Den Abschluss des eindrücklichen Konzerts bildete die berühmte Arpeggione Sonate. Durch einfühlsames Musizieren ließen sich die Bestandteile der so entstandenen Einheit nur noch am unterschiedlichen Instrumentalklang erkennen, ohne dass das Duo gelegentliche klangliche Überraschungen vergaß wie z. B Pizzicati, Descrescendo - Haltetöne oder natürlich Arpeggios. Der Zauber Schubert’scher Musik zeigte in dieser stimmungsvollen Interpretation des Duos - dass wir zwischen aller Melancholie und aller Schwere auch immer wieder im Reich der Töne „in eine bessre Welt entrückt“ werden können, wie Schubert es selbst in einem Gedicht von Franz Schober vertonte. Mit der Zugabe „Des Fischers Liebesglück“, ein Lied aus Schuberts letztem Lebensjahr, endete ein Schubert-Abend vom Feinsten, der mit lang anhaltendem und kräftigem Applaus vom Publikum honoriert wurde.

30.04.18

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