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Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Emotionale Diskussion im Gemeinderat - “Anrüchiges Etablissement” am Katzenbuckel befürchtet

(hof) In der Bürgerfragestunde des Waldbrunner Gemeinderats in dessen jüngster Sitzung am Montag, 16. Dezember, gab es emotionale Wortmeldungen zur Zukunft des traditionsreichen Gasthauses “Turmschenke” am Katzenbuckel.

Dabei ging es um Befürchtungen, dass durch den Verkauf des Hotels und Restaurants ein “anrüchiges Etablissement” am Katzenbuckel Platz finden könnte. Von Verwaltung und Gemeinderat erwarte man daher, dass möglichen Käufern „möglichst viele Steine in den Weg gelegt werden sollen“. Es gehe immerhin um die Zukunft der Gemeinde und des Tourismus.
Seit einigen Tagen kursieren in sozialen Netzwerken Hinweise darauf, dass kommende Events in der “Turmschenke” auf erotischen Internetseiten beworben werden. Von den potenziellen Käufern wurde allerdings versichert, dass man keinen “Swinger-Club” plane und sowohl Hotel als auch Restaurant weiter betrieben werden sollen. Wie heute bekannt wurde, soll die Umgestaltung der Turmschenke zur “Villa Katzenbuckel” aus LEADER-Mitteln gefördert werden.

Da es sich zunächst um ein privatrechtliches Geschäft handelt, sah Bürgermeister Markus Haas vorerst keinerlei Möglichkeiten und keine Notwendigkeit, hier seitens der Gemeinde tätig zu werden. Man sei mit dem Vorgang aktuell nicht befasst, so Haas. Er teilte den Zuhörern mehrfach mit, dass man zu gegebener Zeit gemeinsam mit dem Landratsamt mögliche Voraussetzungen für einen wie auch immer gearteten Betrieb prüfen werde. Zahlreiche Gemeinderäte ließen die Zuhörer darüber hinaus wissen, dass sie zum ersten Mal von dem Sachverhalt hören, da das Gremium mit Immobilienverkäufen nicht befasst sei.

Immerhin 45 Minuten nahm das Thema in Anspruch, bevor mit dem “Kinder-Campus“ der erste Punkt der Tagesordnung aufgerufen werden konnte. Laut Markus Haas komme man aufgrund der Geburtenzahlen und geänderter Formalitäten beim Anmeldevorgang nicht mehr mit den im Untergeschoss der Winterhauch-Schule geplanten sieben Kindergartengruppen für über Dreijährige aus. Anstatt den gut durchdachten Plan aber zu ändern und dadurch erneut viel Zeit zu verlieren, beschloss das Gremium, den Kindergarten in Waldkatzenbach als zweigruppigen Kindergarten weiter zu betreiben. Außerdem wurden zwei Aufträge für Planungen zum Kinder-Campus in Strümpfelbrunn und die Antragstellung zur Förderung aus dem Ausgleichsstock beschlossen.

Weiter ging es unter anderem um die Aufnahme eines Darlehens, die Vergabe von Ingenieurleistungen zur Erstellung einer Rohrnetzanalyse und -berechnung des gemeindeeigenen Wasserrohrnetzes und die Aufstellung eines Bebauungsplans im Ortsteil Oberdielbach im beschleunigten Verfahren.


19.12.19

Lesermeinungen

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Von Exwaldbrunner (23.02.20):
Ich erinnere mich an die frühen 80er Jahre, als noch Skispringen veranstaltet wurden......als an den schneereichen Wochenenden gefühlte hunderte Autos mit Heidelberger, Mannheimer, Ludwigshafener und sonstigen fremden Kennzeichen unterwegs waren um Schlitten zu fahren, Langlauf zu machen.....kein Mensch hat sich über die vielen Autos aufgeregt, die mit oftmals schlechter Winterausrüstung umhergerutscht sind. Wenn die Turmschenke weiterhin als Gasthaus betrieben wird, finde ich persönlich das prima. Und drei Tage halli galli bei der Eröffnung: die Sportfeste in euren Dörfern dauer(te)n auch mehrere Tage und alle habens überlebt. Wovor habt ihr denn wirklich Angst? Oder ist es gar nicht wirklich Angst vor etwas, sondern eher Neid und Missgunst? Den Betreibern wünsche ich viel Erfolg, den Waldbrunnern eine weitere ( neben den bereits und hoffentlich noch lange existierenden) Möglichkeit, einzukehren, Feste zu feiern und eventuell sogar noch Besuch von außerhalb einzuquartieren.

Von Dirk Plastikingen (15.02.20):
Was uns bzw. dem Dorf Katzenbach hier blüht, kann man mit Hilfe einer Google-Suche sehr schön sehen: Halli Galli bis in die Puppen 3 Tage lang mit ca. 400 Leuten.

Von Dirk Plastikingen (08.02.20):
@Jens Holzinger:
Das Ehepaar Haas verschuldet sich hoch und steckt einen Teil des Geldes in einen Kindergarten ? Welcher Kindergarten ist der Glückliche, für den sich Fam. Haas verschuldet hat ?


Von Jens Holzinger (30.01.20):
Liebe Waldbrunner,

Ihr bekommt eine neue Gastronomie in Top-Lage direkt am Katzenbuckel: Die Villa Katzenbuckel
Zwei tatkräftige Unternehmer gehen ein großes Risiko ein, haben sich hochverschuldet und öffentliche Fördermittel locker gemacht, die jetzt in Eure Gemeinde fließen. Einen Teil dieser Gelder haben sie einem der ortsansässigen Kindergärten gespendet. Danke für diese nicht nur symbolträchtige Geste! Ich freue mich für meine Heimatgemeinde, dass zwei echte Macher mit einer Vision und einem Händchen fürs Geschäft Waldbrunn für ihr Projekt auserkoren haben.
Wie viele funktionierende Gaststätten habt Ihr noch in Eurer Gemeinde? Nicht mehr viele, wenn ich mich recht erinnere. Und da denkt Ihr, Ihr könntet es Euch leisten, diese Bemühungen zu torpedieren, die Existenz dieser beiden Menschen aufs Spiel zu setzen und den Laden schlecht zu reden, noch bevor er eröffnet hat? Und das nur, weil dort ein paar Mal im Jahr private Partys mit erotischem Inhalt stattfinden? Geht’s eigentlich noch?!

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten von Euch die neue Gaststätte begrüßen. Zu Euch kann ich nur sagen: Glückwunsch! Alles richtig gemacht. Zu den wenigen sexuell (…) oder fehlgeleiteten Moralaposteln unter Euch, die anderen einen schönen Abend unter Gleichgesinnten missgönnen: Schande über Euch! Denkt mal an den Balken vor Eurem eigenen Gesicht, bevor Ihr den Splitter im Auge Eures Nächsten an die Öffentlichkeit zerrt. Ich bin sicher, dass die meisten von Euch auch Ihre Leichen im moralischen Keller haben. Und denkt daran, es ist NICHT christlich, andere zu verurteilen und sich selbst auf ein moralisches Podest zu erhöhen. Wir haben alle vor der eigenen Haustüre genug Dreck zum Kehren.

Nachdem ich diese Diskussion auf dem Katzenpfad (...) mitverfolgt habe, sehe ich mich tatsächlich gezwungen, einige der „Argumente“ der Gegenseite unter die Lupe zu nehmen:
1) Parkplatzsituation: Wenn das ein Problem ist, dürften in der Villa Katzenbuckel auch kein Leichenschmaus und kein runder Geburtstag gefeiert werden, denn die Autos sind ja doch irgendwie die gleichen, oder? Dann dürfte in Waldbrunn eigentlich gar keine größere Veranstaltung mehr stattfinden.
2) Der schädliche Einfluss auf Eure Kinder: Ihr habt doch hoffentlich nicht vor, Eure Kinder auf diese Partys zu schicken?! Denn das wäre die einzige Möglichkeit, wie sie damit in Berührung kommen könnten. Kleiner Tipp an die ach so besorgten Eltern unter Euch: Nehmt Euren Kindern das Handy weg, denn damit können sie den ganzen Tag lang Pornos schauen.
3) Die Schwimmbad-Hygiene: Sorry, dazu fällt mir jetzt wirklich nix mehr ein… Freut Euch über ein paar zusätzliche Gäste. Dann kommen die Kosten für den „Spezialanstrich“ (Ihr erinnert Euch noch?) in ein paar Jahrzehnten vielleicht wieder rein.
4) Moral: O Mann, was soll ich dazu sagen… Moral ist etwas individuelles, subjektives. Die einzige allgemeingültige Moral, die für jeden von uns verbindlich gilt, ist das Gesetz. Und daran halten sich die beiden. Moral kann man immer nur für sich selbst definieren, nie für andere. Übrigens: Geschäftsschädigung und üble Nachrede ist nicht nur unmoralisch, sie ist auch gesetzeswidrig!
5) Erschlichene Fördergelder: Das Konzept der beiden hat offenbar überzeugt. Welche Privatpartys sie in ihren Räumen feiern, geht eigentlich auch gar niemanden was an und hätte sicher keinen Einfluss auf die Entscheidung der LEADER-Jury gehabt.

Der Bürgermeister spricht von einer „bitteren Pille“. Das ist ein tolles Signal in Richtung potentieller Investoren, die darüber nachdenken, ob sie Ihr Geld in Waldbrunn einsetzen wollen und damit das Risiko eingehen, von einigen „besorgten Bürgern“ (da läuft es mir kalt den Rücken runter) und womöglich sogar der Gemeinde torpediert zu werden.

Liebes Ehepaar Haas: Danke, dass Ihr versucht Leben in meine Heimatgemeinde zu bringen, dass Ihr das Risiko auf Euch nehmt und Euch von der Doppelmoral einiger Hinterwäldler, Ewiggestriger und Moralisten nicht unterkriegen lasst. Macht weiter so und bitte gebt nicht auf!!! Viel Erfolg und eine tolle Eröffnungsfeier im April.

Ich hoffe, wir können bald mal bei Euch vorbeischauen… erst mal nur zum Essen (haha).

Liebe Grüße auf den Winterhauch,

Jens Holzinger


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