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Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Konzept aus 2012 liegt schon eine Weile in der Schublade


Mit diesem Fragebogen startete Eberbach vor elf Jahren in die Erstellung eines Klimaschutzkonzepts. (Foto: Hubert Richter)

(hr) Was denn die Stadt in Sachen Klimaschutz unternehme, wollte ein junger Bürger in der Fragestunde des Eberbacher Gemeinderats am Donnerstag, 30. Januar, wissen.

Der Fragesteller verwies auf das Projekt “Prima Klima”, mit dem sich Eberbach vor 13 Jahren anschickte, “klimabeste Stadt der Metropolregion” zu werden. Auf der Homepage Eberbachs habe er dazu nur den Hinweis gefunden, dass das Konzept überarbeitet werde. Wie es denn nun weitergehe, ob die Bürger eingebunden werden und welche aktuellen Beschlüsse es zu dem Thema gebe, waren weitere Fragen des Mitbürgers.

Bürgermeister Peter Reichert antwortete, dass man bei Neubeschaffungen für die städtische Fahrzeugflotte möglichst auf Elektromobilität setze. Außerdem sollten gemäß einer Aufforderung Reicherts an alle Bereiche der Verwaltung bei jeglichen Beschaffungen nachhaltige Alternativen geprüft werden. Die Stadtwerke seien aktuell dabei, alle kommunalen Liegenschaften auf ihre Eignung für Photovoltaik zu prüfen. Zudem solle in diesem Jahr eine Person als Klimaschutzmanager(in) eingestellt werden, vorerst als 50-Prozent-Stelle. Obwohl man noch nicht wisse, wann die Stelle besetzt werden kann, versprach Reichert: “Das wird nicht verschoben auf nächstes Jahr”. Dann solle auch die Bürgerschaft beteiligt werden. Hinsichtlich “Prima Klima” bestätigte Reichert, dass das Konzept “schon eine Weile in der Schublade” liege.

“Prima Klima” war vom Eberbacher Gemeinderat im März 2007 angestoßen worden. Im November 2008 wurde das Unternehmen ZREU (Zentrum für rationelle Energieanwendung und Umwelt GmbH) - später KEWOG Städtebau GmbH - mit der Erstellung eines Kohlendioxid-Fußabdrucks sowie einer Klimaschutzstrategie für Eberbach beauftragt. Die Kosten in Höhe von rund 70.000 Euro wurden mit 43.000 Euro aus LEADER-Mitteln bezuschusst. Das Verfahren startete Anfang 2009 mit einer Umfrageaktion (unser Bild). Am 11. März 2009 fand eine öffentliche Auftaktveranstaltung statt (wir berichteten). Drei Jahre später, am 22. März 2012, wurde als Ergebnis das Klimaschutzkonzept für Eberbach vorgestellt (wir berichteten), mit dem Ziel, die Gesamtemissionen an CO2 in Eberbach bis 2025 um rund 38 Prozent gegenüber 2007 zu senken. Erreicht werden sollte das vor allem mit Windkraftanlagen, aber auch durch die verstärkte Nutzung von Holz zur CO2-Senke und durch Energieeinsparung. Die jetzt von Bürgermeister Reichert angekündigte Stelle eines Klimaschutzmanagers wurde 2012 auch schon vorgeschlagen.
Dass die Stadt seit 2007 ihren CO2-Ausstoß wesentlich gesenkt hat, ist eher unwahrscheinlich, da bisher von den vorgeschlagenen Maßnahmen kaum etwas umgesetzt wurde und der Gemeinderat auch keine Umsetzungsbeschlüsse auf Basis des Klimaschutzkonzepts gefasst hat. Es blieben nun noch rund fünf Jahre, um das 38-Prozent-Ziel zu erreichen.

Das komplette Eberbacher Klimaschutzkonzept aus dem Jahr 2012 gibt es hier als PDF-Dokument zum kostenlosen Download.

01.02.20

Lesermeinungen

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Von Wasseralfingerin (15.03.20):
Mit dem Klimawandel ist es wie mit Corona: Viel Lärm um nichts.

Von Karola Fendler  (15.03.20):
Auch mich würde interessieren, was Eberbach zum Klimaschutz beitragen wird, denn jetzt geht auch wieder die Motorradsaison los und wir in den Seitentälern von Eberbach sitzen wieder im Lärm.
Jeder soll auf den Klimaschutz achten nur da wird nichts gemacht. Wenn es Menschen gibt, die sich vehement gegen Windräder engagieren, sollten sie sich auch gegen den lauten und umweltfeindlichen Freizeitverkehr stellen, denn der ist wirklich völlig unnötig und belastet gleich 2 Fach, Lärm und Abgase.


Von Stefan Klein (08.03.20):
An Die Schöpfung: Ich kann Sie gut verstehen. Es sieht vieles hoffnungslos aus und eine perfekte Lösung hat sicherlich niemand.

Meine Ausgangspunkte sind:
1. Ich glaube der Wissenschaft, die sich mit überragender Mehrheit einig ist.
2. Ich bin für mein Handeln verantwortlich. Andere Menschen sind für Ihr Handeln verantwortlich. Wenn jemand anders sich falsch verhält, gibt mir das kein Recht, mich auch falsch zu verhalten.
3. Ich möchte in 20 Jahren nicht auf die Frage antworten müssen: "Wenn Du es gewusst, warum hast Du nichts gemacht?"

Daraus ergibt sich meine Schlussfolgerung, dass etwas getan werden muss und zwar da, wo es möglich ist und soviel wie möglich ist. Ob das langfristig etwas ändert, wird die Zukunft zeigen, aber ich brauche es für meinen eigenen Frieden. Wer von anderen Ausgangspunkten ausgeht, wird zu anderen Schlussfolgerungen kommen und braucht es vielleicht nicht. Das respektiere ich.


Von Die Schöpfung  (01.03.20):
Herr Klein Windkraft ist nur Alternative für den direkten Verbrauch da man den gewonnenen Strom nicht speichern kann.
Was bringt es uns Windkrafträder in die Landschaft zu stellen, und zu hoffen dass der Wind kräftig geht. Das sind alles Illusionen. So lange es keine großen Speicher gibt. Beispiel wenn man über Land fährt, sieht man was ich meine von 6 Windkraftanlagen laufen vielleicht die Hälfte der Grund dafür ist eine Überproduktion. Das Schlimme daran es wird nicht an den Verbraucher weitergegeben, unser Nachbarländer lachen sich Krank. Es heißt immer wir müssen Vorreiter sein, aber ich sehe das wir die einzigsten sind die aus Atomkraft und Kohlekraft aussteigen. Frankreich will ein paar abschaffen aber gleich neue bauen lassen. Vielleicht nicht verkehrt dann können wir uns den Strom von Frankreich kaufen, was ja jetzt schon der Fall ist. Also zur Wahrheit gehört wir sind das größte Land in der EU. Wir produzieren 2 Prozent CO 2 und schon 40 Prozent alternative Energie. Und haben die höchsten Energiekosten in Europa man sollte mal darüber nachdenken, nicht alle Bürger in diesem Land können sich noch diese sehr hohe Preise leisten. Wenn schon alle und jetzt nicht wieder wir müssen Vorreiter in Europa spielen, ich sehe darin keinen Grund den es macht keiner ausser wir. Ein Beispiel dafür ist der Klimagipfel der jedes Jahr stattfindet, was kommt heraus nichts sinnvolles nur wieder eine weitere Umweltauflage oder eine zusätzliche Steuer das den Steuerzahler dann wieder sehr viel Geld kostet.


Von Stefan Klein (27.02.20):
Da hier nun schon zum zweiten Mal die Windkraft zur Sprache kommt, möchte ich äußern, dass es bei meiner Frage im Gemeinderat, von der dieser Artikel berichtet, in keiner Weise um die sehr kontroverse Frage der Windkraft ging und ich es bedauerlich finde, dass die eigentlich Frage immer wieder unter diesem Streitthema verschüttet wird.

Es geht nicht darum, ob wir Windräder bauen oder nicht, sonder darum, wie wir zu einer Lösung zu einem drängenden Problem beitragen. Das Klimaschutzkonzept ermittelt, dass unser CO2-Fußabdruck in Eberbach mindestens 9 Tonnen pro Person beträgt, selbst wenn man die ansässige Industrie und persönliche Urlaubsflüge noch nicht einmal berücksichtigt. Das Umweltbundesamt spricht davon, dass das Ziel bei unter 1 Tonne pro Person liegen muss. Darum geht es.

Es mag sein, dass Windkraft nicht die beste Lösung ist (ich beziehe hier keinerlei Position, dafür bin ich viel zu schlecht informiert). Mir geht es darum, dass es nötig ist, überhaupt etwas zu tun und das mit Nachdruck.

Unser schöner Odenwald ist schützenswert, keine Frage. Genau so schützenswert sind die Korallenriffe am anderen Ende der Welt, die den Menschen dort sicher genau so am Herzen liegen und die genau so sicher sterben wie an Windrädern Vögel sterben (und auch das ist nicht als Argument für oder gegen Windkraft gemeint).

Das sind aus meiner Sicht sehr große Abwägungen und moralische Dilemma, mit denen es sehr schwer ist umzugehen. Deshalb muss diese Diskussion aus meiner Sicht so sachlich und so gut informiert geführt werden wie nur irgend möglich und mit dem maximalem Bemühen, einen Kompromiss zu finden zwischen allen Interessen. Schnelle Meinungen, Halbinformationen und Schimpfen führen in diesem Zusammenhang nicht weiter. Beharrlichkeit, Nachdenken und Dranbleiben vielleicht schon.


Von Die Schöpfung  (25.02.20):
Thema Windkraft: es geht auch um den Erhalt der Landschaft.Wenn ich an Eberbach denke, da kommen sehr sehr viele Touristen in die Stadt aber bestimmt nicht um Windräder zu sehen .Zudem, was bingt uns das in Eberbach.Habe meine Stromrechnug bekommen und gleich die Ankündigung einer saftigen Erhöhung .Das heißt, es werden noch mehr von den hässlichen Windrädern gebaut, um so teurer wird der Strom .Der Verbraucher kann diese Preise nicht mehr bezahlen.Verdienen an der Geschichte tun die großen Betreiber und die Pächter. Eberbach liegt so schön eingebettet im Neckartal. Links und rechts wunderschöne Hügel .Wer schon einmal auf dem Ohrsbergturm war der weiß was ich meine .Das alles soll geopftert werden, obwohl sehr viele Gutachten dagegen sprechen. Die Tiere würden die Landschaft und damit ihr zu Hause verlieren. Es gibt Möglichkeiten zum Beispiel Fotovoltaik , Wasserkraft , Erdwärme, Fernwärme (Hackschnitzel ) .Windkraft ja, aber nur dort wo auch Wind geht . Also lasst uns unsere Landschaft so wie sie ist erhalten. Und für die die unbedingt Windkraft wollen, die können sich kleine Windanlagen kaufen .Es gibt kleine Anlagen für Einfamilienhäuser.

Von Stefan Klein (24.02.20):
Danke fürs Aufgreifen meiner Nachfrage und die weitere Unterfütterung mit Informationen zum historischen Verlauf.

Von WindofChange (05.02.20):
Interressant, dass vor 8 Jahren der Klimaschutz in Eberbach auf 20 Windrädern basieren sollte und seitdem die Windkraftnutzung verschleppt oder sogar mehrheitlich abgelehnt wird.

Von Gretas Schwester (02.02.20):
Beim Klimaschutz läuft es in Eberbach nicht anders als in der großen Politik: Man setzt sich Ziele und tut dann nichts um sie zu erreichen. Wenn ich überlege, wieviel Geld das Konzept gekostet hat und wie viel Zeit seitdem ungenutzt verstrichen ist... einfach ärgerlich.

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