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Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Ortsbeirat gegen Aufteilung der Gremien – Dringende Landschaftspflegemaßnahmen

(tom) Die drei Gemeinden des Sensbachtals wollen kommunalpolitisch keine getrennten Wege gehen. Der Ortsbeirat beschloss bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung, der Stadtverordnetenversammlung zu empfehlen, für die Wahlperiode ab 2021 keine Änderung an der Zusammensetzung vorzunehmen.

Somit wird es weiterhin einen gemeinsamen Ortsbeirat für die Oberzent-Stadtteile Ober-Sensbach, Unter-Sensbach und Hebstahl mit sieben Mitgliedern geben.

In der ehemaligen Gemeinde Hesseneck geht es augenscheinlich in die andere Richtung. Grund ist hier dem Vernehmen nach vor allem die finanzielle Benachteiligung der für mehrere Stadtteile zuständigen Ortsbeiräte bei der Verteilung des Budgets. Denn das wird nicht pro Ort, sondern pro Ortsbeirat ausgezahlt, sodass eigentlich größere Ortschaften anteilig um einiges weniger bekommen, als wenn sie pro Dorf abgerechnet würden.

Im Sensbacher Ortsbeirat wurden Bedenken laut, ob man mindestens fünf Kandidaten in jedem Stadtteil finden wird, denn sonst könnte kein Gremium gebildet werden. Bei einer Änderung müsste die Hauptsatzung spätestens ein Jahr vor Ablauf der Wahlperiode durch die Stadtverordnetenversammlung - mit Zustimmung des Ortsbeirats – geändert werden.

Ortsvorsteher Tobias Kuhlmann informierte, dass dringende Landschaftspflegemaßnahmen durchzuführen seien. Das betrifft den Freizeit- und Feuerlöschteich Ober-Sensbach, den Pilz am Hannmichelsbuckel und den Panoramaweg im Bereich Scholze Heide/Hermetze. Ortsbeiratsmitglied Herbert Obenauer, gleichzeitig Vorsitzender der NABU-Gruppe, teilte mit, dass seine Gruppe gerne wieder bereit sei, dies zu übernehmen. Dankbar wäre er für weitere freiwillige Helfer.

Auch an anderer Stelle ging es um die Natur. Dem Ortsbeirat wurden von verschiedener Seite defekte Ruhebänke auf der Gemarkung gemeldet. Der Vorschlag lautete, dass das Gremium über den Geo-Naturpark zehn neue Ruhebänke bestellt. Der auf die Stadt entfallende Eigenanteil soll wieder wie bereits 2019 vom Verein "Sensbachtal Aktiv" übernommen werden, so dass die Kommune lediglich die Arbeiten für das Aufstellen der Bänke übernehmen muss. Verschiedene Wandertafeln des Geoparks sind nicht mehr aktuell und sollen geprüft werden.
Verschiedene Schutzhütten müssen überarbeitet werden (Streichen, Dachinstandsetzung). Herbert Wagner aus Hebstahl brachte sich hier vorbildlich ein, sagte Kuhlmann. Er erklärte auch seine Bereitschaft, weitere Arbeiten mit dem Ortsbeirat zu koordinieren und durchzuführen. Vordringlich sind die Talblickhütte in Ober-Sensbach und die Adam-Schwinn-Hütte in Hebstahl. Die Instandsetzung der Steinhäusel-Hütte sollte für später vorgesehen werden.

Die Sanierung der Sporthalle in Unter-Sensbach brennt den Bürgern auf den Nägeln. Kuhlmann erläuterte, dass am 27. Februar eine öffentliche Sitzung des Bauausschusses stattfinden soll, auf der außerdem Bikepark, Gesundheitsversorgungszentrum, Bahnhof Hetzbach und die Kindertagesstätten Thema sind. Die Planung der Ausschreibung für die Sporthallensanierung läuft. Die Finanzierung und der zeitliche Ablauf müssten geklärt werden. Sobald Ergebnisse vorliegen, werden der Ortsbeirat und alle weiteren Beteiligten informiert und in das weitere Verfahren mit einbezogen, so seine Aussage.

15.02.20

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