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Nachrichten > Natur und Umwelt

Weißstorch macht Station im Stauferstädtchen


(Foto: Christina Kunze)

(bro) (chk) Wer sich wundert, was für ein großer weißer Vogel mit rotem Schnabel und roten Beinen derzeit in Eberbach herumfliegt und rastet, darf sich freuen: Es handelt sich um einen Weißstorch - ein eher seltener Gast im Stauferstädtchen. Gesehen wurde er in der Au sowie auf dem Dach des Pulverturms. Dort konnte er von der Neckarwimmersbacher Seite fotografiert werden.

Der Weißstorch (Ciconia ciconia), der volkstümlich auch als Adebar oder Klapperstorch bekannt ist, gehört zur Familie der Störche (Ciconiidae) und zur Ordnung der Schreitvögel. Am liebsten frisst der Weißstorch Kleinsäuger, Froschlurche, Eidechsen, Schlangen, Fische, große Insekten und ihre Larven sowie Regenwürmer, die er in der Au und in der Lautenbach zu finden scheint. Zu seinem Lebensraum gehören offene Landschaften, Feuchtgrünland, Flussniederungen und -auen mit periodischen Überschwemmungen sowie extensiv genutzten Wiesen und Weiden. Meister Adebar brütet auf Hausdächern, Türmen, Strommasten oder Bäumen. Gern nimmt er auch künstliche Nestunterlagen an. Ein gutes Beispiel hierfür sind zwei, vom NABU Mosbach, 2019 installierte Horst-
Plattformen in Obrigheim. Noch im selben Jahr brütete ein Weißstorch-Pärchen erfolgreich mit drei Jungvögeln.

In Eberbach gab es noch nie brütende Weißstörche, in einem Buch „Vögel des Odenwalds“ von Fritz Horst (aus den 30er Jahren, Seite 2/2) heißt es: „Als Bewohner weiter Wiesenflächen und Brüche war der Hausstorch bei uns natürlich nur ganz spärlich vertreten“. Damals gab es in Lobenfeld, Mauer und Meckesheim Weißstorchnester, doch das ist lange her."

Vom langjährigen Engagement des NABU für seinen Wappenvogel hat der Weißstorch in den vergangenen Jahren stark profitiert. Doch um seinen Lebensraum, Feuchtgrünland und Flussauen, ist es eng geworden. Hinzu kommen viele Verluste auf den Zugwegen. Zu den Gefährdungsursachen zählen: Lebensraumverlust (Entwertung der Talauen von Flüssen und Bächen durch Gewässerausbau, Entwässerung von Feuchtgrünland, intensive Landwirtschaft), elektrische Freileitungen und gefährlich konstruierte Strommasten, Verlust von geeigneten Rastgebieten entlang der Zugrouten, Dürre in den Überwinterungsgebieten, Bestandsrückgänge der Nahrungsorganismen durch Pestizideinsatz in den Überwinterungsgebieten, Bejagung in den Überwinterungsgebieten.

Umso erfreulicher ist es, dass Eberbach jetzt auch einen Weißstorch hat - zumindest zur Nahrungssuche. Vielleicht siedelt er sich auch hier an. Nützlich wäre eine Horst-Plattform in der Au oder der Lautenbach. Einen Versuch wäre es wert, denn Adebar bedeutet Glücksbringer. Nach altem Volksglauben bringt er demjenigen Glück, auf dessen Haus bzw. Grund er nistet.

04.03.20

Lesermeinungen

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Von Klara Fall (05.03.20):
Da hat der Adebar aber Glück, dass die AGL die Windräder auf dem Hebert noch nicht durchgedrückt hat. Sonst könnte er leicht als Hackepeter enden.

Von Heide (04.03.20):
aha, und ich hatte gedacht, die CDU will die Laudenbach zubetonieren

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