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Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Auf dem Wochenmarkt lief es vorbildlich - Neuinfektionen steigen nur noch langsam


(Foto: Claudia Richter)

(cr) Zu den wichtigsten Regeln, um sich und seine Mitmenschen vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen, zählen laut Politik und Wissenschaft regelmäßiges Händewaschen und Abstandhalten. Gerade beim Einkaufen für die Ostertage ging es in manchen Discountern in Eberbach jedoch zeitweise chaotisch zu.

Das Halten von Abstand wurde im Eifer des Gefechts teilweise zur Nebensache, und bei manchen Kundinnen und Kunden lagen die Nerven blank, worunter die Freundlichkeit im Umgang mit anderen Kunden und Beschäftigten sichtbar und hörbar litt. Dennoch sollte niemand vergessen, dass gerade die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Geschäften einem enormen Druck ausgesetzt sind, teilweise in den frühen Morgenstunden mit ihrer Arbeit beginnen, sich beim Auffüllen der Regale nicht hinter Glas- oder Plexiglasscheiben aufhalten können und für Lieferengpässe von zum Beispiel Trockenhefe oder Toilettenpapier absolut nicht verantwortlich sind.

Relativ entspannt konnte man gestern auf dem Wochenmarkt auf dem Leopoldsplatz einkaufen. Ob beim Gemüsehändler, am Bäckerwagen oder am Eierstand: Der Abstand zum Vordermann oder zur Vorderfrau wurde gewahrt. Es gab zwar lange Warteschlangen, jedoch kein Gedränge (unser Bild). Mit kurzen Blickkontakten oder wenigen Worten wurde geklärt, wer der nächste Kunde ist, und die Markbeschickerinnen und -beschicker boten Warenübergabe und Bezahlung ohne direkten Körperkontakt an. Und man stellte fest: Soziales Miteinander, Abstand halten und dabei freundlich bleiben geht auch in Zeiten von Corona.

Die bestätigten Infiziertenzahlen im Rhein-Neckar-Kreis sind in den letzten Tagen nur noch leicht gestiegen und lagen gestern bei 753 (0,14 Prozent der Kreisbevölkerung bzw. eine Infektion je 730 Einwohner). 17 Menschen, die infiziert waren, sind verstorben. Das entspricht einer Sterblichkeit von gut 2 Prozent der nachweislich Infizierten. Genesen sind nun 454 infizierte Personen, so dass die Netto-Infiziertenrate auf 282 gefallen ist (0,05 Prozent der Einwohner bzw. eine infizierte Person je 1.950 Einwohner).
In Eberbach bleibt es bislang bei zehn bestätigten Corona-Infizierten, fünf von ihnen sind inzwischen aber schon wieder gesund. In Schönbrunn gibt es weiterhin zwei positiv getestete Personen.
Laut GRN befinden sich im Eberbacher Krankenhaus derzeit keine infizierten Personen. Allerdings sind fünf Verdachtsfälle (ohne Corona-Bestätigung) isoliert untergebracht (nicht auf der Intensivstation und ohne Beatmung).
Im benachbarten hessischen Odenwaldkreis, zu dem auch die Stadt Oberzent gehört, liegt die Sterberate unter den bislang 164 Infizierten deutlich höher, nämlich bei gut 10 Prozent. Das liegt vor allem daran, dass im Odenwaldkreis drei Pflegeheime vom Virus betroffen sind. Allein zehn der verstorbenen Corona-Patienten lebten in Pflegeheimen. Alle 17 Verstorbenen im Odenwaldkreis waren Senioren und hatten Vorerkrankungen. 44 Personen im Odenwaldkreis gelten als genesen.

10.04.20

Lesermeinungen

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Von Lisa (26.04.20):
Ich glaube, es hat nichts mit den Regalen zu tun! Ich erlebe es doch auch überall. Die Abstandsegeln wollen nicht eingehalten werden. Es sollten meiner Meinung Kontrollen gemacht werden!

Von Kobert Roch (25.04.20):
Was soll das dämliche Abstandhalten auch bringen ? der Virus hüpft ja nicht von Mensch zu Mensch, solange man anderen Leuten nicht ständig ins Gesicht hustet - außerdem ist die Pandemie vorbei nur Frau Kanzler in ihrem Glaskäfig hat es noch nicht gemerkelt

Von Klara Fall (25.04.20):
@Anton
Zumindest in Supermärkten ist Abstand halten nicht immer möglich. Die Breite der Gänge zwischen den Regalen wurden in vor-Corona-Zeiten geplant.


Von Anton (24.04.20):
Abstand halten ist wohl wieder Geschichte! Beim Einkaufen an den Kassen wird es gerade so eingehalten. aber sonst im Supermarkt wird es weder von Kunden noch von den Mitarbeitern beachtet! es gibt vielleicht wenige Ausnahmen! Aber es wird anscheinend nicht ernst genommen von der Mehrheit

Von Sonnenschein (10.04.20):
Auch dieser Beitrag war wieder sehr objektiv. So sollte es auch in Zukunft so bleiben, dann sind wir alle vernünftig informiert Ein großes Lob noch an das Verkaufspersonal in Eberbach. Der Job ist, wie gesagt, alles andere als leicht. Respekt dafür dass sie für uns alle trotz allem da sind.

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