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Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Alarmierender Vortrag zum Klimaschutz


Bei der Reduzierung der Treibhausgase drängt die Zeit. (Foto: Hubert Richter)

(hr) In der öffentlichen Sitzung des Eberbacher Gemeinderats am 27. August hielt Peter Kolbe von der Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg - Rhein-Neckar-Kreis gGmbH (KliBA) im Horst-Schlesinger-Saal des Rathauses einen eindringlichen Vortrag über die Notwendigkeit umfassender Maßnahmen gegen die weltweite Klimaerwärmung.

Kolbe stellte klar, dass die Klimaforschung einer fakten-basierten Wissenschaftsmethodik folge und sich 97 Prozent der Wissenschaftler sich darin einig seien, dass die Klimaerwärmung im Wesentlichen von der Lebensweise der Menschheit verursacht ist. Die sogenannten “Klimaskeptiker“ lehnten die wissenschaftlichen Erkenntnisse ab, weil diese oder einige Schlussfolgerungen daraus nicht in ihr Weltbild passten.
Anhand einer Leinwandpräsentation rief Kolbe ins Bewusstsein, dass die globale Durchschnittstemperatur bereits um 1 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit angestiegen, ist vor allem durch die von den Menschen in der Atmosphäre angereicherten Treibhausgase. Schon jetzt gebe es dadurch mehr Naturkatastrophen, Gesundheit und Ernährung seien bedroht. Und die Wissenschaftler sind sich auch darin einig, dass die Folgen oberhalb von 1,5 Grad weltweiter Erwärmung erheblich schlimmer werden, vor allem weil dann so genannte Kipp-Punkte überschritten würden, die eine weitere Kettenreaktion auslösen (Auftauen der Permafrostböden, Abschmelzen des Polareises, massenhaftes Artensterben, weitgehende Veränderung der Lebensbedingungen auf der Erde).
Um das noch verhindern zu können, müssten die Netto-Emissionen von Treibhausgasen in 20 bis 30 Jahren weltweit auf 0 sinken, meinte der Klimaexperte. Und dafür müssten sich weltweit alle Staaten einig sein, dass jetzt gehandelt werden muss. Die aktuellen Maßnahmen reichten dafür bei Weitem nicht aus. Kolbe rechnete vor: Wenn die Menschen länger als siebeneinhalb Jahre die gleiche Menge emittieren, ist das 1,5-Grad-Ziel nicht mehr zu halten. Wenn man in den frühen 1990er Jahren, als man die Fakten auch schon kannte, gleich angefangen hätte, wäre es problemlos möglich gewesen.
Gründe, weiter zu zögern, sieht Kolbe nicht: Klimaschutz und Energiewende seien ökonomisch machbar und böten Chancen. Kernkraft sei keine Alternative, und man brauche die Windenergie, denn der Flächenverbrauch für Photovoltaik sei viel höher als für Windenergieanlagen.
Bürgermeister Peter Reichert meinte nach Kolbes Vortrag: „Es gibt viel zu tun, wir werden diesen Weg gemeinsam gehen“.

Einstimmig wurde in der Sitzung ein Bauauftrag in Höhe von rund 412.000 Euro an die Eberbacher Michael Gärtner GmbH für den barrierefreien Umbau von zehn Bushaltestellen in den Jahren 2020/21 beschlossen. Vorrangig (bis Ende dieses Jahres) sollen die Haltestellen Stadthalle und Thononplatz umgebaut werden.

Bei einer Gegenstimme von Dr. Dietmar Polzin wurde ein Betreuungsauftrag (knapp 56.000 Euro brutto) für das Verfahren zur Vergabe von Planungsleistungen für den Neubau eines Hallenbads an das Stuttgarter Büro “Kubus360” vergeben. Allein das Verfahren zur Ermittlung von Planungsbüros ist offenbar so kompliziert, dass sich die Stadt dafür externer Fachleute bedienen muss. Durch die Planung eines Hallenbads will man gerüstet sein, falls es ein Förderprogramm dafür gibt. Laut Bürgermeister Peter Reichert gebe es dafür berechtigte Hoffnung.

Unter “Mitteilungen und Anfragen” wurde bekannt gegeben, dass die Baugenehmigung für die neuen Wohnmobilplätze in der Au eingegangen sei.

Die nächste öffentliche Sitzung des Eberbacher Gemeinderats findet bereits am heutigen Donnerstag um 17.30 Uhr in der Stadthalle statt. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Regelungen für den Betrieb des Hallenbads unter Corona-Bedingungen, ein Zuschussantrag für den Neubau eines Hallenbads, die Quellsanierung Trinkwasser in Brombach und die Ausschreibung des Restaurants in der Stadthalle.

01.10.20

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