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Nachrichten > Kultur und Bildung

Ein Abend voller Sehnsucht nach Irland - Auf und davon am 28. Juli


(Fotos: Förderverein Klosterkirche)

(bro) (as) Wie groß die Fangemeinde der Heebie Jeebies ist, zeigte sich erneut am 14. Juli in der Klosterkirche Hirschhorn, als das Projekt-Ensemble der Freunde der irischen Musik sein "AusKlang-Konzert" gab. Der Andrang fĂŒr den irischen Ausklang war so groß, dass selbst die neue Corona-konforme Sitzordnung nicht ausreichte und man trotz der zusĂ€tzlichen PlĂ€tze etlichen Musikfreunden auf den Livestream verweisen musste. Ob live oder online – es war ein Konzert, das alle im Publikum begeisterte.

Die BegrĂŒĂŸung ĂŒbernahm Marlis Flachs mit ihrer Enkelin Janina Flachs. Mit Anekdoten zu den Eigenheiten Irlands und seiner Einwohner fĂŒhrten sie heiter durch den Abend und sorgten dabei fĂŒr so manches Schmunzeln oder Staunen im Publikum. Musikalisch eröffnet wurde der Abend mit „Carolans Welcome“ von Turlough O‘Carolan, einen sehr bekannten irischen Harfenisten und Komponisten. Carola Böing an der Querflöte und Christina Lechner an der Konzertharfe schufen gleich zu Beginn die richtige irische AtmosphĂ€re.

Weiter ging es mit dem beschwingten „Dr. Stafford or the Receipt for Drinking“, ein StĂŒck, das sich auf eine eigenwillige RealitĂ€t bezog: Eine Reminiszenz von O’Carolan an seinen Freund Stafford, der ihm einst Whisky als Medizin verordnet hatte. „I sing that whisky health and life will bring,“ darauf könnte man auch heute aus aktuellem Anlass gerne wieder anstoßen. Es folgte „Fishermen’s Song“, mit klarer Sopranstimme betörend intoniert von Antonia Lechner und einfĂŒhlsam begleitet von Mike MĂŒller an der Gitarre und Johannes Krahl an der Klarinette. Das folgende Lied, „Back Home in Derry“, schrieb Bobby Sands wĂ€hrend seiner Haft als Ausdruck seiner Sehnsucht nach seinem Zuhause. Michael Pascuzzi ĂŒbernahm hierfĂŒr den Gesangspart, wunderbar unterstĂŒtzt von Gitarre und Violine.

Eindrucksvoll und im eigenen Sinne mitreißend folgte im Sechs-Achtel Takt „Planxty Drew“ mit Trommel und Tinwhisle, gespielt von Johannes Krahl. Nach und nach gesellten sich immer mehr Instrumente dazu und gemeinsam brachten sie die Klosterkirche zum Schwingen.

Die Ballade „Ten Thousand Miles“, gesungen von Antonia Lechner, diesmal begleitet von Konzertharfe und Querflöte, brachte den Puls wieder in den Ruhezustand. Die dahinter liegende Geschichte erzĂ€hlt wehmĂŒtig vom Abschied zweier Liebenden. Melancholisch ging es weiter: „Old Skibbereen“, eindrucksvoll und leidenschaftlich interpretiert von Franz Lechner, begleitet von seinen "Heebie Jeebie" Kollegen Mike MĂŒller an der Gitarre und Michael Pascuzzi an der Bodhran. Mit diesem ergreifenden Lied erzĂ€hlte Franz Lechner von Hungersnot und Flucht zu Zeiten der Irischen Rebellion in 1848. Über Zeiten wie diese wird in vielen irischen Liedern erzĂ€hlt, womit sich sicher auch der Schmermut erklĂ€rt, der die Musik Irlands zuweilen begleitet. So auch „Botany Bay“, das von den Gefahren wĂ€hrend der Hungernot erzĂ€hlte.

Mit dem folgenden StĂŒck „ Dalby Ai“ wandelte sich Melancholie wieder in eine heitere Grundstimmung: Die Melodie ĂŒbernahm das Violincello, gespielt von Greta Böing, weich und samtigen im Ton. Die Harfe antwortete und spĂ€ter ĂŒbernahmen zwei Querflöten (Carola Böing und Johannes Krahl) den zweiten Part. Ein wunderbares Zusammenspiel, in dem alles perfekt ineinanderfloss.

Mit den letzten drei StĂŒcken, „John O’Connor“, „Siuil a Ruin“ und „Drummond Castel“ verabschiedeten sich die KĂŒnstler von ihrem begeisterten Publikum, das sehr wohl darauf vertrauen darf, dass sich solche Abende in der Klosterkirche sicher wiederholen werden.

BĂŒrgermeisterin a.D. und ehem. MdL Ilona Dörr bedankte sich bei allen Akteuren mit Blumen, Marlis und Janina Flachs verabschiedeten das Publikum mit einem irischen Segen und einem alten neuen GefĂŒhl: Sehnsucht nach Irland.

Vorschau: Auf und davon
Endlich mal wieder vor Publikum musizieren dĂŒrfen, nicht nur virtuell, sondern live mitten drin. Darauf freuen sich die SchĂŒler/innen und Lehrer/innen der Musikschule Hirschhorn am meisten. Die Jugend will sich austauschen und endlich wieder bewegen dĂŒrfen - und das darf sie am 28. Juli um 20.44 Uhr anlĂ€sslich des "AusKlang-Konzerts" in der Hirschhorner Klosterkirche. Dieser Ausklang ist gefĂŒllt mit vielen WĂŒnschen und Hoffnungen fĂŒr die Zukunft. Das Motto des Abends spricht fĂŒr sich: Auf und davon.

Und das erwartet die Musikfreunde der Klosterkirche Hirschhorn: Eine fröhliche Blockflötenschar spielt sich in unterschiedlichen Besetzungen durch die Musikepochen, man kann zu Beispiel ein Bassflötenduett hören, sich ĂŒber den samtweichen Klang von Altflötentrios freuen, ĂŒber freche KlĂ€nge der Sopranflöte wundern, bei einer Bearbeitung des Pachelbelkanons dahinschmelzen oder sich in  heiteren barocken KlĂ€ngen wiegen. Die HarfenschĂŒler sorgen fĂŒr leise und romantische Töne und entfĂŒhren ihr Publikum in ferne LĂ€nder. Die Cellistinnen und die SĂ€ngerinnen der Musikschule runden das Programm ab. Insgesamt 18 SchĂŒler/innen mit ihren Lehrer/innen sorgen fĂŒr eine Stunde, in der man loslassen kann, was immer man aus dem Alltag mitbringt.

Christina Lechner spielt bei den AusKlang-Konzerten nicht nur musikalisch eine gewichtige Rolle. Sie trĂ€gt die gesamte Organisation, gewinnt die KĂŒnstler, ĂŒbernimmt ihre Betreuung vor Ort und organisiert eine Corona-gerechte Umsetzung in der Klosterkirche. Auch fĂŒr Programm und Plakate zeichnet sie verantwortlich. Ein Allroundtalent, ohne das diese Konzerte heute nicht mehr denkbar wĂ€ren. Es ist ihrem Engagement zu verdanken, dass die KĂŒnstler immer wieder gerne kommen und die Konzertreihe inzwischen eine so hohe Reputation genießt, dass die Hessische Staatsministerin fĂŒr Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn, als Schirmherrin die Konzertreihe unter ihre Fittiche nimmt. „Der Förderverein hat unter den herausfordernden Bedingungen ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt und mit viel Engagement und Sorgfalt ein Hygienekonzept entwickelt, das uns geschĂŒtzt Musik genießen lĂ€sst.“

An diesem Mittwoch gehört die „BĂŒhne“ der Jugend, die endlich wieder einem Publikum zeigen darf, was sie kann. Man darf gespannt sein. Im Gegensatz zu den ĂŒbrigen Konzerten wird dieser Abend nicht im Livestream zur VerfĂŒgung stehen. Das ist dem Datenschutz geschuldet, der eine ungefragte Veröffentlichung von Kindern und Jugendlichen im Netz verbietet. Stattdessen haben die Verantwortlichen das Platzangebot in der Kirche unter Corona-Bedingungen optimiert, sodass sich eine Anmeldung per Mail (Link s. u.) auf jeden Fall lohnt.

Der Eintritt ist, Spenden sind willkommen.

E-Mail-Kontakt: familie.lechner@gmx.net

21.07.21

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