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SchĂĽler- und Lehrerkonzert begeisterte - Zu Ehren Harald Heilmanns am 11. August


(Fotos: Michael Baumbusch/privat)

(bro) (im) Unter dem Motto „Auf und davon“ gestalteten Schüler/innen und Lehrer/innen der Musikschule Hirschhorn am letzten Schultag vor den großen Ferien einen gelungenen Start in die wohlverdienten Freizeit. Den zahlreich zum Ausklang-Konzert in der Hirschhorner Klosterkirche erschienen Zuhörern wurden Musik- und Gesangsstücke passend zum Motto präsentiert. Zwischen den Musikstücken trugen Anna Thommes und Kim Götz zwei Gedichte vor, die ihrerseits das Motto des Abends wahrten und die das Publikum ebenfalls gedanklich auf die Ferien einstimmten.

Den Anfang machte Elisa Enger mit dem Regentropfen-Prélude von Frederic Chopin. Offenbar ließ sich der Himmel von ihrem Spiel inspirieren, denn kurz darauf fing es tatsächlich an zu regnen. Im Anschluss brachte Kim Götz, begleitet von Annemarie Quiring am Piano, „Se tu m’ami“ von Alessandro Parisotti zu Gehör und meisterte dabei den großen Tonumfang mit Bravour. Was nun folgte, war etwas ganz Besonderes: Allegretto von W. A. Mozart von Lynn Sauter und Christina Lechner mit Bassflöten gespielt. Die tiefen Töne wurden sicher und sauber intoniert, und wer dachte, Blockflöten seien Kinderinstrumente, wurde eines Besseren gelehrt. Stella Franzisko setzte das Konzert mit einem Scherzo von Hugo Schlemüller fort, begleitet durch Franz Lechner am Piano. Sie entlockte ihrem Instrument sanfte, aber auch kraftvolle Klänge. Eine Giga von Jean Daniel Braun wurde auf zwei Altbockflöten von Anna Debo und Hanna Koch gekonnt schwungvoll vorgetragen. Im Anschluss erfreute Alicia Andryczka mit einer Habanera, einer Originalkomposition für Harfe von Maria-Christine Kramer das Publikum. Klar gelang es ihr, die Melodie herauszuheben und diese wie nebenbei sicher mit den typischen Habanera-Rhythmen zu begleiten. Als eingespieltes Alt-Blockflöten-Duo präsentierten sich anschließend Stella Franzisko und Lucia Braunsberger mit „Thema mit Variationen“. Südamerikanische Rhythmen sorgten beim nächsten Stück für Bewegung im Publikum. Bei Victor Fortins anspruchsvollem „Flauto Latino", vorgetragen von Kim Götz auf der Sopran-Flöte, wippten die Füße der Zuschauer unwillkürlich mit. Nun präsentierte Elisa Enger, diesmal am Cello, begleitet durch Franz Lechner, die „Humoresque“ von Antonin Dvorak. Sicheres Zusammenspiel und hohe Musikalität zeigten im Anschluss die drei Blockflötistinnen Melina Fuchs, Finja Brettel und Christina Lechner beim „Kanon“ von Johann Pachelbel. Bei „Balsam für die Seele“ von Maria-Christine Kramer, gekonnt und mit der nötigen Ruhe dargeboten von Emilia Böhnig an der Harfe, konnten die Zuhörer entspannt ihre Gedanken schweifen lassen. Jetzt betrat Anna Thommes die Bühne. Sie sang sicher und mühelos „Fly with me“ von Stefan Nilsson. Zum Abschluss versetzten noch einmal die Flötistinnen Thanh-Mai Trinh, Lena Debo und Christina Lechner mit „Fiesta“ das Publikum in heitere Ferienstimmung.

Voller Stolz nahmen die jungen Künstler zum Schluss ihre wohlverdiente Dankes-Rose durch Roland Ziegler, den Vorsitzenden des Fördervereins, entgegen. Ein besonderer Dank ging an die Lehrkräfte, die ihre Schützlinge so hervorragend auf ihren Auftritt vorbereitet hatten und sie begleiteten sowie an Familie Lechner für die Organisation.

(as) Vorschau: Zu Ehren Harald Heilmanns am 11. August um 20.44 Uhr in der evangelischen Pfarrkirche in Hirschhorn.

Dieser Ausklang-Mittwoch ist einem Künstler aus der Region gewidmet. Harald Heilmann, eigentlich in Aue in Sachsen geboren, haben die Wendungen seines Lebens ins Neckartal geführt. Harald Heilmann machte 1942 Abitur und leistete danach Kriegsdienst und landete als Kriegsgefangener der Roten Armee in Auschwitz, wo er Eisenbahnschienen demontieren musste. Nach der Entlassung im September 1945 kehrte er in seine Heimat im Erzgebirge zurück, wo er sich umgehend in der CDU politisch engagierte. Ab 1946 studierte Heilmann Komposition, Klavier und Dirigieren. In seinem musikalischen Werdegang hatte er einige Hindernisse zu überwinden, bis er schließlich die DDR verließ und bei Frank Martin in Köln sein Kompositionsstudium fortsetzte. Nach Abschluss seines Studiums arbeite als Lektor verschiedener Musikverlage. Ab 1958 schließlich bekannte er sich als freischaffender Komponist. In 1979 war er Mitgründer der Musikschule in Eberbach, deren musikpädagogischer Leiter er bis 1985 war. Im Neckartal hatte er – nicht nur musikalisch – seine neue Heimat gefunden,

Am 11. August wird Harald Heilmann mit einem ganz besonderen Konzert geehrt. Das Ensemble, bestehend aus Annemarie und Hartmut Quiring, Ulrike Lausberg und Agnes Heilmann, wird an diesem Abend musikalisch die besondere Beziehung eines der größten Komponisten der Region zu den Werken von Johann Sebastian Bach und Heinrich Schütz herausstellen. Erkenntnisse zu diesem Thema wird Ulrike Lausberg referieren, und nicht zuletzt werden Originaltexte von Harald Heilmann verlesen, in denen sich der Künstler selbst zum Thema äußert.

Musikalisch wechseln sich Psalmvertonungen von Heilmann und SchĂĽtz mit Orgel-Sololiteratur von Bach und Heilmann ab. Als Organistin wird Ulrike Lausberg ein Orgelwerk vorstellen, das der Eberbacher Komponist zu Lebzeiten eigens fĂĽr sie, konkret ĂĽber die Tonbuchstaben ihres Namens "CEASBEG" komponiert hatte.

Die Orgel spielt in der Musik Heilmanns eine besonders wichtige Rolle und ist daher auch an diesem Abend das fĂĽhrende Instrument. Die Orgel der Klosterkirche wird derzeit jedoch ĂĽberholt, sodass das Konzert kurzerhand in die evangelische Pfarrkirche, Alleeweg 6, in Hirschhorn, verlegt wurde. So steht einem ungetrĂĽbten Musikgenuss nichts im Wege.

Obwohl die evangelische Pfarrkirche mehr Platz bietet als die Klosterkirche, fordern die strengen Auflagen des Corona-Hygiene-Konzepts strenge Abstandsregeln. Folglich ist auch hier die Platzzahl limitiert, sodass eine Anmeldung per Mail (Link s. u.) dringend empfohlen wird. Dabei gilt: Die Plätze werden der Reihe nach Eingang der Anmeldung vergeben.

E-Mail-Kontakt: familie.lechner@gmx.net

04.08.21

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