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Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Stadt will mit verschiedenen Maßnahmen dem Motorradlärm begegnen


(Foto: Thomas Wilken)

(tom) Die Stadt Oberzent weiß, wo ihre Bürger der Schuh drückt. Oder besser das Ohr schmerzt. Ein stetes, mit den Jahren zunehmendes Ärgernis ist der Motorradlärm. Stadtpolizist Nabil El Kadi hat festgestellt, dass die Toleranzschwelle immer niedriger wird. „Viele fühlen sich sehr gestört“, berichtet er. Das betrifft vor allem Rothenberg und Kortelshütte, die an schönen Sommerwochenenden förmlich überschwemmt werden, aber auch Olfen und Airlenbach – und die Krähberg-Strecke.

Schon seit Längerem ist die Stadt in der Arbeitsgruppe Motoradlärm aktiv, wo sich die Kommunen des Odenwaldkreises mit der Polizei austauschen. Über diese Schiene gab es Gelder vom ADAC für die Herstellung von 18 hochwertigen Präventionsschildern. Der Autoclub liefert die Druckdateien, die Stadt organisiert zusammen mit den anderen Gemeinden die Herstellung. Die haben einen „professionelleren Touch“, weiß er, und sehen vernünftig festgemacht wie normale Verkehrszeichen aus.

El Kadi hat noch bei anderen Punkten zusätzlich zum normalen Tagesgeschäft mit dem Thema zu tun. So unterstützt er die Polizei bei gemeinsamen Kontrollen. Die war in der letzten Zeit verstärkt an neuralgischen Punkten anzutreffen. Seit zwei Jahren werden auch verstärkt Bürgerbeschwerden zum Anlass genommen. „Die Kollegen werden immer fündig“, meint er: Biker sind zu schnell, zu laut oder auf gesperrten Strecken unterwegs.

Durchgeführt werden ganzheitliche Kontrollen, die nicht nur einen Aspekt - etwa die Geschwindigkeit - beleuchten. Immer mal wieder, hat der Stadtpolizist beobachtet, „bleiben Motorräder an Ort und Stelle stehen“. Dauerbrenner sind seinen Worten zufolge abgefahrene Reifen.

Bei Bürgeranfragen zum Motorradlärm geht es auch um die rechtlichen Hintergründe. Etwa, dass Fahrverbote für Biker aufgrund der gesetzlichen Vorgaben nicht so einfach machbar sind. „Wir können nicht einfach sperren oder ein Tempolimit erlassen“, erläutert El Kadi. Vielmehr geht es ihm darum, um Verständnis „für den langen Weg“ zu werben.

Vier Geschwindigkeitsmesstafeln sind auf der Gemarkung regelmäßig im Einsatz. Vier weitere sollen noch dazu kommen, kündigt der Beamte vom Ordnungsamt an. Damit lässt sich das komplette Stadtgebiet besser abdecken. Eines davon ist etwa in Ober-Hainbrunn für die lange gerade Neckarstraße gedacht. Denn: „Die Nachfrage der Bürger ist da.“

Er berichtet, dass diese Anzeigetafeln im innerörtlichen Bereich durchaus Wirkung zeigen. Die bisherigen Standorte „haben sich bewährt“, erläutert El Kadi. Es wurden bewusst gut sichtbare Displays gewählt. Bei den Aufstellorten ist man flexibel, es braucht nur die entsprechenden Masten dafür. Und es muss innerorts sein.

Auch der von den Zweirädern verursachte Lärm gerät immer mehr in den Fokus. So hat das Land Hessen den Kreisen Lärmdisplays zur Verfügung gestellt. Bei Hüttenthal ist eines bereits im Einsatz. Es soll zu Beginn der kommenden Motorradsaison nach Kortelshütte an die L 3410 kommen und dann in regelmäßigen Zeiträumen wechseln.

Die Geräte sind mit 24.000 Euro sehr teuer in der Anschaffung, weiß der Stadtpolizist. Im Rahmen der AG Motorradlärm wurde die Stadt von der Polizeidirektion wegen einer Aufstellung angefragt – es geht auch um die Sammlung von Erfahrungswerten. Dazu kommt, dass die Kommunen die betreffenden Stellen baulich einrichten müssen.

Im kommenden Jahr, kündigt El Kadi an, soll auf der L 3410 zwischen Rothenberg und Kortelshütte eine durchgängige Verkehrszählung über die komplette Saison hinweg erfolgen. Denn am Pfingstwochenende 2021 gab es montags bei gutem Wetter „eine Explosion der Fahrzeugzahlen“, berichtet er. Es waren fast so viele Motorräder wie Pkw unterwegs.

Hintergrund der geplanten Aktion: Eine Geschwindigkeitsbegrenzung zum Lärmschutz kann möglicherweise dann angeordnet werden, wenn die „ortsüblichen Verkehrsahlen“ überschritten werden. Damit ließe sich in die eine oder andere Stelle mehr Ruhe reinbekommen, hofft er. Bisher waren Tempolimits dort nur aus Sicherheitsgründen möglich – und dann auch nur von Kortelshütte bis zur Alten Pumpe. Wobei El Kadi darauf hinweist, dass die Strecke bei Verkehrsteilnehmern aller Art beliebt ist.

Er stellt allgemein ein geändertes Freizeitverhalten fest: „Bikes werden immer beliebter.“ Wobei die Klimaschutz-Debatte möglicherweise eine Wende bringen könnte: Denn mit zunehmender E-Mobilität wäre eine Verringerung der Lautstärke verbunden. Und: „Die Leistung ist sofort da“, sieht er einen Mehrwert für PS-liebende Fahrer.

15.09.21

Lesermeinungen

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Von Heinz KeĂźler (17.09.21):
Hallo,ich möchte hiermit nur feststellen,daß Gammelsbach auch zur Kommune Oberzent gehört.Wir haben sieben Tage die Woche LKW- PKW- und hauptsächlich am Wochenende Motorradlärm.Bei uns wird nicht gefragt,wie wir mit diesem Lärm zurechtkommen.Bei uns ist es am Wochenende so schlimm,daß man sich auf der Terrasse nicht unterhalten kann.Es kann jeder Kommunalpolitiker gerne mal am Wochenende,bei schönem Wetter,zu uns auf die Terrasse kommen,um das mal zu erleben.
Heinz und Gudrun KeĂźler, Gammelsbach


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