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Nachrichten > Kultur und Bildung

Mittelalterliche Siedlung und historischer Waldweg durch den Odenwald


Ersheim auf einer Postkarte aus den 1960er Jahren. (Repro: Wielen)

(hr) Das Forscherpaar Roland und Ute Wielen aus Eberbach hat ein neues Buch im PDF-Format zur regionalen Heimatgeschichte veröffentlicht. Es befasst sich mit der mittelalterlichen Siedlung Ersheim und dem historischen Waldweg “Richgeres-Sneida”.

Ersheim wurde erstmals im Lorscher Codex im Jahr 773 erwähnt. Es lag weit entfernt von anderen Orten in einem damals unwegsamen Teil des Odenwalds. In unmittelbarer Nähe von Ersheim verlief jedoch die Richgeres-Sneida. Die Richgeres-Sneida wird in Dokumenten aus den Jahren 831 und 1012 bezeugt. Diese Sneida war ein Waldweg, der den Odenwald von Süden her in Richtung Norden durchzog. Die Sneida diente vermutlich als schneller und direkter Zugang für die Bauernkrieger aus dem südlich vom Odenwald gelegenen Elsenzgau zu den Sammelplätzen des fränkischen Heeres im Norden. Die Verfasser des Buchs gehen davon aus, dass Ersheim vor allem eine Betreuungsstation für die Sneida war und auch Hilfestellung bei der dort notwendigen Überquerung des Neckars leistete. Sie vermuten, dass die Richgeres-Sneida und Ersheim zusammen in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts errichtet wurden, weil damals die lange Reihe von Kriegen gegen die Sachsen im Norden begann.
In dem Werk wird der mögliche Verlauf der Richgeres-Sneida im Detail diskutiert, insbesondere auch anhand von Karten, die das Bodenrelief im Odenwald nach Lidar-Messungen zeigen.

Roland und Ute Wielen haben bereits im vergangenen Jahr die ähnlich gelagerte Beziehung zwischen der frühmittelalterlichen Siedlung Moresdal und der Albwines-Sneida im Odenwald untersucht (wir berichteten). In dem neuen Buch werden weitere Untersuchungen zum Verlauf der Albwines-Sneida von Moresdal aus in die Wingarteiba vorgestellt. Diskutiert wird auch die mögliche Beziehung der um das Jahr 1000 gegründeten Siedlung Beerfelden im Odenwald zu den beiden nahegelegenen Sneiden.

Das Buch ist auf der Open-Access-Plattform “heiDOK” der Universität Heidelberg erschienen und kann unter den untenstehenden Links kostenlos als PDF-Dokument heruntergeladen werden.

Infos im Internet:
www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/30646
doi.org/10.11588/heidok.00030646

01.11.21

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