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Nachrichten > Kultur und Bildung

Französische Lebensart begeisterte


(Foto: Alfons Flachs)

(bro) (as) Es war eine Premiere in der Hirschhorner Klosterkirche, als das Trio von „Sales Gosses“ am Abend des 20. Juli vor sein Publikum trat. Die Hirschhorner Band, die ausschließlich französischen Pop und Chanson spielt, wagte sich zum ersten Mal in die sakralen Hallen der historischen Kirche – und bewies, dass leichte französische Muse sich sehr wohl in das Konzept der "AusKlang-Konzerte" einfügt. Man könnte fast sagen, es war höchst willkommen.

„Savoir-vivre“ heißt ja wörtlich übersetzt so viel wie „wissen zu leben“, formulierte Aloisia Sauer in ihrer Begrüßung. „Angesichts der jüngsten Ereignisse hier und in der Welt, tut uns das sicher ganz gut, wenn wir uns diesen Moment gönnen und einen Abend lang unbeschwert sind.“

Französische unbeschwerte Leichtigkeit stellte sich vom ersten Moment an ein, als Sylvie Méron-Minuth „Pour un Flirt“ intonierte, ein bekannter Song, der unmittelbar französisches Lebensgefühl weckte. Franziska Gauly begleitete nicht nur am Keyboard, sondern schuf mit ihrer hellen Stimme einen zarten Hintergrund für die warme und herzliche Klangfarbe von Sylvie Méron-Minuth.

Sofort war klar: Das wird ein leichter, unbeschwerter Abend mit vielen bekannten Songs, die dem Publikum mit ins Deutsche übersetzten Texten neu vorgestellt wurden. Eindrucksvoll war Christian Minuth an der Gitarre, die Leichtigkeit und unverkennbare Spielfreude des Trios schwappte auch auf die Besucher über, die sich von Takt und Melodie einfangen ließen. Die abwechselnd gelesenen Texte offenbarten: Es ging um Liebe, Sehnsucht, Hoffnung und auch um Erfahrungen, gute wie weniger gute. Am Ende aber stand jedes Mal das Gefühl von „c´est la vie“.

Das galt für den Mann in „Mon mec à moi“, den sie liebt, der aber mehr an Autos als an ihr interessiert ist, ebenso wie für „Femme libérée“, der „befreiten Frau“, die, obwohl befreit, nicht weniger empfindsam und zerbrechlich ist. Es galt aber auch für den Song „les Filles de Lorient“, der sich mit der Sehnsucht der Mädchen an der Küste befasst, die die Schiffe mit ihrem Liebsten herbeisehnen. Frankreich, das Land am Meer, hat viele dieser Geschichten, und die Musik ist voll von diesen Sehnsüchten – nicht nur derer, die auf die Schiffe warten, sondern auch derjenigen, die mit den Schiffen auslaufen. „Santiano“ ist ein typisches sehnsuchtsvolles Lied der Bretagne, das von Abschied und vom Zurücklassen erzählt. Aber „c´est la vie“.

Das Sales-Gosses-Trio erzählte diese Geschichten mit echter Freude nicht nur an der Musik, sondern auch daran, diese musikalischen Storys mit ihrem Publikum zu teilen. Diese Verbindung war schnell hergestellt, und bald beteiligten sich die Zuhörer mit Klatschen und Singen, durch und durch angesteckt von französischer Lebensfreude.

Beim letzten Lied konnte sich auch das Publikum nicht mehr zurückhalten und sang den Refrain aus vollem Hals mit: „Mamy Blue“ ein bekannter Song, mehr als 50 Jahre alt, aus der Feder der Sängerin Nicoletta über ihre verstorbene Mutter mit den blauen Augen. Die Begeisterung des Publikums wurde auch gleich mit einer ausgiebigen Zugabe belohnt.

Es war ein leichter Abend, trotz der sehnsuchtsvollen und zuweilen auch melancholischen Texte. Die Botschaft des Abends: Dieses Auf und Ab gehört zum Leben dazu und sich dessen bewusst zu sein, ist Teil des „Savoir-vivre“. So oder so, der Abend hat Lust darauf gemacht, mehr davon zu spüren, „auch Lust auf Ferien in Frankreich“, fand Christina Lechner, die sich als Organisatorin am Ende des Abends bei den Künstlern bedankte.

Bevor die Gäste in den nun kühlen und endlich auch feuchten Abend nach Hause verabschiedet wurden, gab Pater Yoshi ihnen noch einen Abendsegen mit auf den Weg. Zuvor erinnerte er noch mit einer Gedenkminute an die beiden wichtigen Männer in der Geschichte der „AusKang-Konzerte“, ohne die es Abende wie diese vermutlich gar nicht mehr gäbe: Dr. Ulrich Spiegelberg und Roland Ziegler.



26.07.22

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