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Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Forstamt plant mit 340.000 Euro Plus im Forstwirtschaftsplan 2023

(tom) Der Oberzent-Waldwirtschaftsplan 2023 schließt mit einem Plus von über 340.000 Euro. Diese Zahlen stellte kürzlich der Leiter des Forstamts Beerfelden, Ronny Kolb, jetzt dem Haupt- und Finanzausschuss vor. Auf stolze 1,3 Millionen Euro summiert sich der Holzgelderlös nach den dürren Jahren 2018 bis 2021. Bereits in diesem Jahr sieht es sehr gut aus: Durch Einmaleffekte könnte sich der Gewinn auf etwa 500.000 Euro belaufen, ergänzte Bürgermeister Christian Kehrer.

Die Ausgaben beziffern sich auf eine knappe Million, wobei Kosten für den Holzeinschlag mehr als die Hälfte davon ausmachen. Aus dem Holzeinschlag von fast 20.000 Festmetern (fm) sind 17.400 fm verkaufsfähig, erläuterte er. Der Rest wird vor allem für Brennholz verwendet „Auch im Wald schlägt die Inflation voll durch“, meinte Kolb zu den im Laufe der Jahre stark gestiegenen Aufwendungen für die Holzernte. 2014 setzte er dafür in einem Waldwirtschaftsplan noch 14 Euro/fm an, jetzt sind es 26 bis 27.

12.500 Pflanzen sollen den Weg in die Erde finden, vor allem Buche, Traubeneiche und Douglasie, erklärte der Förster. Außerdem will Hessen Forst junge Bestände pflegen. Die wachsen unter veränderten klimatischen Bedingungen auf, könnten somit fitter für den Klimawandel sein und ihm besser trotzen.

Die Pflege von Waldwegen wird sich Oberzent laut Plan 70.000 Euro kosten lassen. Gerade mit Blick auf den Naherholungswert bezeichnete Kolb diese als sinnvolle Investition. Die Beförsterungskosten werden mit 123.000 Euro netto aufgeführt. Auch ein Posten für die Vermarktung wird gelistet, die allerdings nicht mehr über Hessen Forst, sondern über den Forstzweckverband Hessischer Odenwald geschieht. Die neue Forsteinrichtung schlägt mit 85.000 Euro netto zu Buche.

Der Forstamtschef ging auch darauf ein, was die Forstleute in die Wege leiten, um den Stadtwald klimastabil fĂĽr die Zukunft aufzustellen und dieses Vorgehen gleichzeitig wissenschaftlich zu unterfĂĽttern. Anhand der Temperatur- und DĂĽrreentwicklung in den vergangenen Jahr(zehnt)en machte Kolb deutlich, dass der Klimawandel schon in voller Fahrt ist.

2022 war, nachdem es 2021 leicht mehr geregnet hatte, wieder so trocken wie das Dürrejahr 2018. Teilweise gab es erst in zwei Meter Tiefe Feuchtigkeit. Der Wald konnte sich somit nicht regenerieren „und leidet“. Die Bäume zeigen seinen Worten zufolge deutliche Stressreaktionen.

Die Fichte ist vom Borkenkäfer befallen und weist Trockenstress auf. Die Buche hat Sonnenbrand, und bei der Douglasie ist latent ein Verlust von Vitalität festzustellen. Vereinzelt lassen sich schüttere Kronen feststellen. „Das wird nicht die Wunderbaumart sein“, meinte er mit Blick auf den Baum – da sie in früheren Jahren oft als Lösung aller Probleme bezeichnet wurde.

Seit etwa 30 Jahren reagiert das Forstamt auf die sich abzeichnende Entwicklung und den Klimawandel mit dem Umbau zu einem Mischwald, erklärte der Forstmann. Dies geschieht durch verschiedene Maßnahmen. So etwa Naturverjüngung, die bereits auf 90 Prozent der Flächen in Gang gesetzt wurde. Auch werden punktuell fremde Baumarten angepflanzt.

Daneben arbeitet man länderübergreifend mit anderen Forstämtern zusammen. Das Ganze geschieht unter Einbindung von Wissenschaft und Forschung, betonte Kolb. Vorrangiger Projektpartner ist die nordwestdeutsche forstliche Versuchsanstalt, die von vier Bundesländern getragen wird. Sie ist Ansprechstelle, wenn es um die Anpassungsstrategie für den Klimawandel geht.

Für 13 Hauptbaumarten wurde außerdem eine Potenzialkarte erstellt, führte der Forstamtsleiter aus. Sie dient der Einschätzung des zukünftigen Trockenstressrisikos einer Baumart, basiert auf der Standortwasserbilanz und berücksichtigt dadurch den Klimawandel bei der Baumartenwahl. Aus ihr lässt sich die prognostizierte Zukunft der Bäume herauslesen – und ob sie eine haben.

Um die von Fichte und Buche ist es demnach bis auf ein paar Gebiete im Odenwald nicht so rosig bestellt, bedauerte er. Die nicht so schnell wachsende Kiefer „wird im Odenwald immer eine Heimat finden“, so der Forstamtsleiter. Auch bei der Eiche sieht es ganz gut aus.

In Oberzent steht wieder die zehnjährige Forsteinrichtung an, blickte er nach vorn. Sie ist Grundlage für die jährliche Wirtschaftsplanung, ein Instrument der Erfolgskontrolle und ganzheitliches Informationssystem aller Waldfunktionen. Zudem geht es um Punkte wie Vorräte und Zuwächse im Wald, Baumartenverteilung, wie viel Holz nachhaltig genutzt werden kann und den Schutzbedarf des Waldes.

24.11.22

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