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Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Dezentrale Strukturen in der Landwirtschaft stärken


V.l. Kathleen Cross, Ann-Kathrin Mayerhöfer, Hannes Zimmermann, Maria Noichl und Jan-Peter Röderer. (Foto: Heike Feuerstein)

(feu) Zu einer Diskussionsrunde zum Thema „Ernährung sichern – Landwirtschaft stärken“ hatte die SPD Eberbach am gestrigen Freitagabend, 25. November, eingeladen.

Der Einladung des Vorsitzenden der Eberbacher SPD und agrarpolitischen Sprechers der SPD-Landtagsfraktion Jan-Peter Röderer gefolgt waren Maria Noichl, Mitglied im europäischen Parlament und dort unter anderem Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Kathleen Cross vom Ernährungsrat Heidelberg sowie Ann-Kathrin Mayerhöfer und Hannes Zimmermann von der Landmetzgerei Zimmermann aus Waldbrunn.

Einleitend ging Röderer auf das spätestens seit dem Ukraine-Krieg verstärkt in den Fokus gerückte Thema der Ernährungssicherheit ein. Durch die in der Vergangenheit erfolgte Schaffung von zentralen Großstrukturen sind viele regionale Strukturen und kleinere Höfe weggebrochen bzw. mussten aufgeben. Ziel müsse es sein, die dezentralen Strukturen zu erhalten und wieder zu stärken. Leitlinien für die Landwirtschaft in den Mitgliedsländern der Europäischen Union definiert die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP). Maria Noichl führte aus, dass die jetzt beschlossenen Regelungen der GAP bis 2023 gelten. Sie enthält Maßnahmen zum Erhalt der Biodiversität, zum Klima-, Boden- und Gewässerschutz, löst aber z.B. die bestehende Problematik der anhaltenden Flächenkonzentration (europaweit halten 2,7 Prozent der Betriebe 50 Prozent der Landwirtschaftsfläche im Eigentum), der weiterhin exportorientierten Landwirtschaft und der Fördergrundsätze (nur flächenorientiert ohne Höchstbetrag) nicht.

Die Landmetzgerei Zimmermann aus Waldbrunn bewirtschaftet nur Wiesen und Äcker rund um den Katzenbuckel zur Fütterung der rund 120 Kälber, Kühe und Jungbullen. Es wird selbst geschlachtet, produziert und vermarktet im eigenen Geschäft und auf dem Eberbacher Wochenmarkt. Sie sind EU-zugelassener Schlachtbetrieb, blieben aber trotzdem in der Vergangenheit wegen bürokratischer Anforderungen bei Förderungen teilweise außen vor. Für Kathleen Cross vom Heidelberger Ernährungsrat ist ein Betrieb wie die Landmetzgerei ein Idealfall. Sie erläuterte kurz, dass die Ernährungsräte eine relativ junge Organisation sind, die sich nicht nur dem Thema „gesundes Essen“ annehmen, sondern das gesamte System in den Blick nehmen und die verschiedenen Akteure zusammenbringen wollen für ein ökologisches, klimafreundliches, gesundheitsförderndes und sozial gerechtes Ernährungssystem.

Möglichkeiten zur Veränderung der Situation auf landes- bzw. kommunaler Ebene bestünden zum Beispiel darin, Regionalquoten für Qualität bzw. Herkunft des in Gemeinschaftseinrichtungen oder Schulen angebotenen Essens festzulegen, so die Überlegung der Teilnehmer zum Abschluss der Diskussion. Daneben müsste das Wissen über die Herkunft von Lebensmitteln gestärkt werden – auch ein Bildungsthema.

26.11.22

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