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Schillernde Paradiesvögel begeistern das Publikum


(Foto: privat)

(bro) (as) Paradiesvögel, wild, wunderschön und unberechenbar. So war auch das Programm des „KarmelAbends“ am 27. November im Kapitelsaal des Klosters Hirschhorn. Die in mehrfacher Hinsicht schillernde Vielfältigkeit wurde von den beiden Künstlerinnen Almut Werner und Brigitte Becker auf verschiedenen Instrumenten vorgeführt.

Die Blockflötistin Almuth Werner hatte acht verschiedene Blockflöten dabei und zeigte auf jedem dieser Instrumente ihre Virtuosität. Begleitet wurde sie von der Pianistin Brigitte Becker auf dem Bechstein-Flügel und dem Spinett.

Es begann mit der namensgebenden Komposition: „Der Paradiesvogel“ von Fried Walter, einem zeitgenössischen Komponisten. Almut Werner griff für dieses Stück zur modernen Altflöte, die mit ihrem warmen und doch durchklingenden Klang perfekt mit dem über 110 Jahre alten Flügel harmonierte. Im wahrsten Sinne lautmalerisch zeichnete die Musik ein perfektes Bild eines Paradiesvogels – mal melancholisch verträumt und dann wieder virtuos, frech dahinzwitschernd.

Es folgte ein Zeitsprung in den Barock mit einem Abschnitt über die Liebe. Die Pianistin wechselte zum Spinett und erläuterte dem interessierten Publikum das besondere Klangbild „Es klingt percussiver“ und setzt dadurch die Blockflöte ganz besonders Szene. Für die Barockmusik von Francois Couperin, Clemens non Papa und Giovanni Bassano genau die richtige Begleitung. Mit der Piccolo-Flöte imitierte Almut Werner den trillernden Gesang einer Nachtigall, auch der Klang der dann verwendeten Renaissance-Sopranflöte traf genau ins Schwarze. Klar phrasiert, virtuose Läufe und durchsichtiges Klangbild – die Zuhörer waren begeistert. „Die Liebe ist ein seltsames Spiel“ zitierte Almut Werner aus einem Text und setzte dazu die Musik von „Game of Love“ auf einer nachgebauten Barockaltflöte in Szene. Rhythmisch exakt spielte sie die komplizierten Passagen mit dem Flügel zusammen. Es war deutlich zu spüren: Die Spannung im Publikum wuchs.

Der folgende Programmabschnitte widmete sich thematisch dem Wasser. Hier kamen auch die übrigen Mitglieder der Blockflötenfamilie zum Einsatz. Die Bassflöte erstaunte mit ihrem weichen und doch fetzigen Klang mal romantisch im Stück Immortelle von H. U. Staeps, mal jazzig und fetzig bei Aquarius.

Die Altflöte ist der menschlichen Stimme am wohl am nächsten, das war sehr deutlich zu hören bei dem Stück von M. Miyagi. Der Titel „Haru no umi“ bedeutet so viel wie „Das Meer im Frühling“. Und tatsächlich bereitete das Klavier die Wasseroberfläche, auf der die Flöte sanft dahinglitt.

Der nächste Abschnitt war einer Kuriosität unter den Flöten gewidmet: dem Pipeaux, einer Bambusflöte aus den 30er Jahren. Liebhaber dieses Instruments hatten bei namhaften Komponisten ihrer Zeit speziell für diese Flöte Werke in Auftrag gegeben. Almut Werner spielte diese und andere „Miniaturen“ auf unterschiedlichen Blockflöten, der Tenorblockflöte, der Sopranblockflöte und dem winzigen „Garkleinflötlein“ (das tatsächlich so heißt).

Am Ende wurde es spannend. Mit Vivaldi luden die Künstlerinnen zum Krimi ein. Die Zuhörer wurden in dunkle Gassen entführt, wilde und virtuose Passagen auf der Altflöte ließen Schlimmes ahnen. „La Notte“ sorgte für Spannung bis in die Fußspitzen. Die Erlösung und Entspannung kamen zum Schluss mit einer Variation von „Der Mond ist aufgegangen“. Almut Werner hatte den Satz von Max Reger für die Blockflöte selbst arrangiert.

Die begeisterten Zuhörer forderten eine Zugabe, mit der dann schließlich auf den ersten Advent eingestimmt wurde – mit dem französischen Weihnachtlied, „Haben Engel wir vernommen“. Ein perfekter Abschluss, dem Pater Alex schließlich noch einen Segen hinzufügte, mit dem das Publikum beschwingt und beseelt in den Abend entlassen wurde.

14.12.22

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