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Nachrichten > Kultur und Bildung

Multitalent begeisterte das Eberbacher Publikum


(Fotos: Heike Feuerstein)

(feu) Toni Dausch vom Kulturlabor kündigte ihn an als „Thermomix unter den Kleinkünstlern“: Lars Redlich, der mit seinem Programm „Lars but not least“ am Samstagabend, 22. April, zum ersten Mal in Eberbach auftrat.

Auf der Bühne berichtete Lars Redlich zunächst von den „schwierigen“ Vertragsverhandlungen mit den Vorständen des Kulturlabors: „100 Euro, ich habe nur gelacht, aber dann doch überwiesen“. Bei Wikipedia hatte er sich über Eberbach informiert, Einwohnerzahl und Bürgermeister als Spickzettel auf die Hand geschrieben und festgestellt, dass hier „der Bär tanzt – bis 20 Uhr“.
Er sang, spielte Piano, Gitarre und Klarinette, gab den Rocker ebenso wie die Operndiva, parodierte bekannte Songs mit eigenen Texten und hatte auch eigene Lieder mit dabei. Wie zum Beispiel „Abstand“ – der von den Vorteilen des Social Distancing während Corona hinsichtlich Essgewohnheiten, Körperpflege und Home Office ohne nervige Kollegen erzählt und damit schließt, dass es gut sei, wieder „Abstand vom Abstand zu nehmen“. Bei „Fleisch“ geht es um seine Beziehung zu einer Veganerin, die „tierisch gut aussieht“, und irgendwann dahinterkommt, dass er, wenn sie beim Yoga ist, heimlich Fleisch isst. Das Ende des Liedes darf sich eine Zuschauerin aussuchen – zur Auswahl stehen: romantisch wie bei Rosamunde Pilcher, diskutierend wie bei Markus Lanz oder eher blutrünstig wie beim Tatort. Es wurde Pilcher. Und super humorvoll: die „Moritat von Schorsch, der einzelnen Socke“, der bei 60 Grad seinen besten Freund Falk verliert, und ihr gemeinsames Leben Revue passieren lässt. Wenn jemand bisher noch nicht wusste, was das „Ahhhh“ bei Uriah Heeps „Lady in black“ bedeutet – es ist das „Geschrei und Gestöhn“ beim Zahnarzt. Dazu passte sogar noch ein kleiner Schwizerdütsch-Sprachkurs. Viel zu lachen gab es auch bei der Parodie auf „Mandy“, der schoko-braunen Sonnenstudiobesitzerin aus Sachsen. Seine Probleme mit dem Gruppenduschen beschrieb er beim Song „Penisneid“, eigentlich „Ladies Night“. Und er stellte fest, dass nicht nur „Mozart, der Schlingel“ sich die vier Akkorde aus Nenas „99 Luftballons“ für seine Lieder zu eigen machte.
Zwischendurch erzählte er auch immer wieder Episoden aus seinem Leben. Dass in seinem „doppelten Lehrer-Elternhaus“ auch nach der Schule zuhause die Schule weiter ging, weil der Vater einen Pausengong installiert hatte, der auch nachts gongte, damit niemand aus der Übung kam. Immerhin schenkten seine Eltern ihm mit 6 Jahren eine Blockflöte samt Unterricht und Klassenvorspiel mit 31 talentfreien Kindern. Oder dass zwischen ihm und seiner Karriere als Mezzosopranistin nur die eher dürftigen italienischen und französischen Sprachkenntnisse standen.

Lars Redlich bezog sein Publikum den ganzen Abend über in das Programm mit ein. Ein kurzer Hip-Hop Kurs, mit dem man bei den Enkeln glänzen kann. Birgit aus der ersten Reihe machte mit Unterstützung des gesamten Publikums die Beat Box „Pizza Katze“. Aus Digitalisierung, Desoxyribonukleinsäure, Baby, Chaostheorie und Ministrant, alles Begriffe, die ihm das Publikum zurief, bastelte er in der Pause den „Eberbach-Song“, der dann auch seine Premiere hatte. Grandios die Zugabe, bei der er alle Lieder anspielte, die sich das Publikum wünschte – von „Highway to hell“, „Aber bitte mit Sahne“, „Help“, „Es war Sommer“, „Männer“ über „Sound of Silence“, „Show must go on“, und „We are the champions“.

Als Belohnung gab es fĂĽr Lars Redlich langen und begeisterten Applaus fĂĽr einen groĂźartigen, lustigen, kurzweiligen Abend.

23.04.23

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