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Der etwas andere Blick auf die Hirschhorner Geschichte

(bro) (hn) Am Sonntag, 30. April, und Montag, 1. Mai, öffnete nach vier Jahren der Pandemie der Mitteltorturm für Besucherinnen und Besucher seine Pforten. Im Rahmen der 1250-Jahrfeier der Stadt Hirschhorn wurde der Mitteltorturm von den „Freunden der Hirschhorner Altstadt“ gesäubert und für die Allgemeinheit mit einer Ausstellung der besonderen Art hergerichtet.„Der etwas andere Blick auf die Hirschhorner Geschichte“ erlaubte in den drei zugänglichen Etagen des Turmes eine Zeitreise in den Alltag der Menschen in den letzten Jahrhunderten.

Ludwig Schmeisser erläuterte in der offiziellen Eröffnung die Gedankengänge der kleinen Ausstellung. So wurden die Ausstellungsstücke den einzelnen Stockwerken zugeordnet.

Im unteren Stockwerk waren Küchengeräte und Gefäße zu sehen, die aus dem häuslichen Alltagsleben stammten. Der dunkle Raumeindruck entsprach so ganz dem Lebensgefühl früherer Burg- und Schlossküchen. Im mittleren, wesentlich helleren Raum wurden unterschiedlichen Themen des Alltags angesprochen wie Kirche und Religion sowie die häuslichen und privaten Dinges des Lebens. Die ausgestellten Stücke zeigten, wie sich der Alltag, das heißt Arbeit, Freizeit, aber auch Religion und gemeinsames soziales Leben in früherer Zeit gestaltete. Eine Besonderheit der Ausstellung war, dass alle Gegenstände Geschichten aus Hirschhorn und deren Familien erzählten – in einer Vielfältigkeit und Buntheit – wie das Leben selbst. Stammten doch alle Exponate aus Privatbesitz und sind sonst museal nicht zugänglich. Im obersten zugänglichen Stockwerk des Turmes erwartete den Besucher u. a. Dokumente über die Entstehung der Elektrizitätsgewinnung in Hirschhorn und auch ein Eindruck von dem militärischen Leben und der Handwerkskunst.

Nach den Erläuterungen zur Ausstellung referierte Reiner Lange über die Historie des Mitteltorturmes. So datieren Untersuchungen der Balken auf die vermutliche Entstehungszeit in den Jahren zwischen 1393 und 1395. Der Wehrturm als Teil der Stadtwehranlage erbaut, ist der Mitteltorturm eines der wenigen erhaltenen mittelalterlichen Stadttore des Neckartals. Als im Zuge der Reformation und Gegenreformation der letzte Hirschhorner Ritter Friedrich die Marktkirche 1628 bis 1630 als lutherische Stadtkirche an das Mitteltor bauen ließ, wurde der einstige Wehrturm zum Kirchturm – seit 1730/1731 als Teil der katholischen Marktkirche.

Die vier heutigen Glocken im Turm wurden 1952 neu gegossen, nachdem die vorherigen im Zuge des Zweiten Weltkrieges eingeschmolzen wurden. Nachdem in der Folgezeit der Mitteltorturm zunächst als Speicher und Aufbewahrungsraum gedient hatte, sanierten im Jahre 1998 einige engagierte Hirschhorner Bürger die Räume. Eine Arbeit, die ihre positiv sichtbaren Zeichen hinterlassen hat und den Innenteil des Turmes bis in die heutige Zeit in neuem Licht erscheinen lässt.

Aufgrund der schönen Wetterlage und dem gleichzeitig auf dem Marktplatz stattfindenden Maibaumfest der Freiwillen Feuerwehr war der Besucheransturm teilweise kaum zu bewältigen. Ein schönes Miteinander unterschiedlicher Vereine im Herzen der Altstadt trug zum Erfolg aller bei.

In einem Grußwort bedankte sich Bürgermeister Martin Hölz als Schirmherr der Veranstaltung bei den Altstadtfreunden für das Engagement und die Turmöffnung mit der Ausstellung. Eine besondere zusätzliche Freude bereitete während der offiziellen Eröffnung das Bläserquintett der Katholischen Kirchenmusik, die mit speziell ausgewählten Stücken der Turmmusik die Zeremonie begleitete.

Die Altstadtfreunde erhielten viele positive Reaktionen. Dies ist Ansporn, auch zum Tag des Denkmals am 10. September den Turm wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

12.05.23

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