WERBUNG


Volksbank Neckartal

Gelita

Sparkasse Neckartal-Odenwald

SPD

www.EBERBACH-CHANNEL.de / OMANO.de
16.07.2024
                   WhatsApp-Kanal
Das Wetter in: 
EBERBACH
 STARTSEITE  |  VIDEOS  |  TERMINE  |  DISKUSSION  |  ANZEIGENMARKT 

Nachrichten > Kultur und Bildung

Erstes Konzert in der 54. Kammermusikreihe der Eberbacher Kunstfreunde


(Foto:Agentur)

(hr) (khm) Im ersten Konzert der 54. Kammermusikreihe der Eberbacher Kunstfreunde am Freitag, 27. September, um 20 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus am Leopoldsplatz spielt das Weimarer Klenke-Streich-Quartett Werke von Mozart, Brahms und Beethoven. Das Ensemble wurde von Annegret Klenke, Beate Hartmann (Violinen), Yvonne Uhlemann (Viola) und Ruth Kaltenhäuser (Violoncello), Absolventen der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar 1991 gegründet, einer Stadt nicht nur der großen literarischen, sondern auch der (kammer-)musikalischen Traditionen. Dass sich hier vier junge Frauen auf den steilen Weg durch das Streichquartett-Repertoire machten, mag ihnen zunächst einen Teil der Aufmerksamkeit gesichert haben. Dass sie heute, etwa zehn Jahre nach der Gründung in die Höhenregionen der Interpretationskunst vorgedrungen sind, erklärt sich freilich allein durch stetiges Arbeiten, kluges Disponieren und eine musikalische Überzeugungskraft, die dem Ensemble nicht nur die Anerkennung der Fachwelt, sondern - viel schwieriger - das anhaltende Interesse, ja die Zuneigung eines immer größer werdenden Publikums verschafft. Bei der erfolgreichen Suche nach technischer Vervollkommnung und dem eigenen, unverwechselbaren Ausdruck waren Mitglieder des Abegg Trios, des Amadeus Quartetts und des Bartók Quartetts prägend. Preise und Auszeichnungen gaben die nötige Sicherheit für den Schritt in das deutsche und internationale Konzertleben, so dass das Quartett nicht nur in ganz Deutschland und den musikalischen Zentren Italiens, Kanadas, der Schweiz und Österreichs auftrat. Weitere Erfolge auf dem künstlerischen Weg waren Produktionen u.a. beim Deutschlandfunk, dem Deutschlandradio, dem BR und dem NDR sowie zwei CDs: eine Weimarer Studioproduktion und ein Live-Mitschnitt aus Wien.

Zu hören ist Mozarts dreisätziges Divertimento D-Dur KV 136, 1772 in Salzburg komponiert, oft auch von Kammerorchestern musiziert und dann als eine von drei Salzburger Sinfonien bekannt. Dieses frühe Werk aus Mozarts Reihe von 25 Streichquartetten ist als wahres "Divertissement" (Unterhaltungsstück) bestrickend melodisch, lässt die Geigen temperamentvoll virtuos auftreten und gibt sich im langsamen Satz geradezu zärtlich schmeichelnd.
Das Quartett op. 51/1 a-moll (1873) ist das zweite von Brahms´ drei Streichquartetten. In seinem klangschönen ersten Satz kann man zu Anfang unschwer in der Tonfolge "f-a-e" die Devise "frei, aber einsam" des Geigers und Brahmsfreundes Joseph Joachim erkennen. Der zweite Satz ist im Mittelabschnitt sehr expressiv und kontrastiert mit den ruhigen Rahmenteilen. Das quasi Menuetto, in der Tradition der Elfenspukmusik Mendelssohns stehend, zeigt herrliche Melodik. Feurig tänzerisch mit einem ungarisch gefärbten Thema beginnt das Finale. Eine Wiener Ländlermelodie bildet das Gegenthema, so dass der Satz zwei Tanzcharaktere vorführt und zu einem musikalischen österreichisch-ungarischen Ausgleich verbindet.
Im 2002 sich zum 175. Mal jährenden Todesjahre Beethovens soll zu seiner Ehre mit Opus 59/1 (1806) eines der bedeutendsten Kammermusikwerke im Programm sein. Nach den Quartetten op. 18 ist dieses Werk innerhalb seiner insgesamt 16 Streichquartette das erste große Quartett, mit fast 40 Minuten Dauer doppelt so lang wie die vorausgehenden aus op. 18, dazu hoch konzertant und technisch vom Anspruchsvollsten. Es beginnt mit einer besonders schönen Kantilene, dem Traum aller Cellisten. Der zweite Satz ist graziös heiter, erregte aber seinerzeit wegen seines „eintönigen“ Cellosolos zum Satzanfang nur Kopfschütteln. Ihm tritt wie ein Trauergesang ein trotz Wohllauts schmerzliches Adagio entgegen. Da das Quartett dem Wiener russischen Botschafter Rasumovskij gewidmet ist, verarbeitet Beethoven im Finale ein temperamentvolles russisches Volkslied ("thème russe") und verbindet im Satz in großartiger Weise einfache Volksmusik mit komplizierter Kunstmusik. Eintrittskarten für Nicht-Abonnenten gibt es an der Abendkasse.

12.09.02

Lesermeinungen

Lesermeinung schreiben

[zurück zur Übersicht]

© 2002 www.EBERBACH-CHANNEL.de / OMANO.de Druckansicht
eMail senden nach oben

[STARTSEITE]    [VIDEOS]    [TERMINE]    [DISKUSSION]    [ANZEIGENMARKT]
©2000-2024 maxxweb.de Internet-Dienstleistungen
[IMPRESSUM] [DATENSCHUTZERKLÄRUNG]


WERBUNG


Werben im EBERBACH-CHANNEL

Star Notenschreibpapiere

Catalent

Stellenangebot