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Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Kinder, die nicht bei uns bleiben konnten


Gudrun Tessmer und die neu aufgestelle Statue.(Foto:privat)

(tw) (ab) Vielfach sind die SeelsorgerInnen Gerlinde Adler und Andreas Bohnert seit dem Zeitungsbericht im Sommer schon auf die Kindergrabstätte angesprochen worden, die diese unterstützt und befürwortet durch die beiden Kirchengemeinden und die Stadt, im Laufe dieses Jahres einrichten lassen konnten. So unscheinbar oberhalb der Gedenkstätte für die Kriegsopfer und der persönlichen Kindergräber an der Mauer gelegen fällt sie wirklich kaum in den Blick. Zwei Beerdigungsfeiern fanden inzwischen schon dort oben statt. Die Bank im Schatten des Baumes lädt ein zum Verweilen, Betrauern und verbunden zu sein mit den verstorbenen Kindern. Jetzt konnte endlich in der vergangenen Woche die Statue aufgestellt werden: ein Kinderkopf mit Oberkörper, beim Fertigen aber abgebrochenen Armen, sagte den SeelsorgerInnen am meisten zu, als sie im Sommer bei der Eberbacher Künstlerin Gudrun Tessmer zur Auswahl und Besichtigung waren. Gerade die Gebrochenheit der Figur und der abgewandte Blick des Kindes drücken am besten aus das unterbrochene und unfertige Leben der Kinder, die nicht bei uns bleiben konnten. Gurdrun Tessmer, die selbst eine Tochter verloren hat an den Folgen des Krieges und der anschließenden Flucht, hat somit einen persönlichen Bezug zu dieser Grabstätte. Nach anfänglichem Zögern erklärte sie sich bereit, die Figur für diesen Zweck abzugeben, denn immerhin ist es ihr eigener Sohn, den sie damit darstellen wollte. Beide Eberbacher Steinmetze boten bereitwillig ihre Hilfe beim Aufstellen der Statue an. Die Firma Hildenbrand, mit der Gudrun Tessmer schon oft zusammenarbeitete, übernahm schließlich den Auftrag, Stein und Statue passend zu montieren und mit dem Schriftzug zu versehen. Am vergangenen Donnerstag konnte nun endlich eine durch Gerlinde Adler und Andreas Bohnert im Beisein von Gudrun Tessmer und deren Tochter die Einweihung des Ortes und der Statue vollzogen werden. Im Segensgebet erbaten sie für diesen Ort, dass die Eltern und Familien sich hier verbunden wissen mit ihren Kindern, die nicht bei ihnen bleiben konnten, und mit den anderen ebenfalls betroffenen Familien aber auch mit dem Gott des Lebens, der auch die Tränen der Trauer in neues, heilendes Lebenswasser wandeln kann. Diese Erfahrungen haben die SeelsorgerInnen in der Begleitung betroffener Familien und Menschen schon mehrfach gemacht. Dies berichten aber auch die Selbsthilfegruppen verwaister Eltern in der Umgebung. Denn diese sichtbare Grabstätte mit der Statue des "verlorenen Kindes" ist ja nur der sichtbare Teil der "Arbeit", die in der Begleitung im Krankenhaus, zu Hause und auch nach der Beerdigung entstehen. Für die anfallenden Kosten für Schriftzug, Bearbeitung und und Aufstellen der Figur, aber auch zur Unterstützung dieser Initiative und der anfallenden Kosten für Särge und ähnliches mehr, sind folgende Spendenkonten eingerichtet bei der Volksbank Neckartal Kto- Nr.: 18358700 und bei der Sparkasse Eberbachs mit der Kto.-Nr: 1021732 jeweils unter dem Stichwort "Kindergrabstätte".

08.12.02

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