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Nachrichten > Kultur und Bildung

Skizunft Katzenbuckel dankt der Gemeinde und dem Ortsteil


Die Darsteller des Malefizprozesses bei der Kostümprobe unter der Linde am Dorfplatz in Waldkatzenbach. (Foto:Hofherr)

(tw) (hof) Seit Gründung der Skizunft Katzenbuckel Eberbach (SZK) im Jahr 1949 hat der Verein eine enge Verbindung zu den Bürgern und Sportlern der Gemeinde Waldbrunn, insbesondere zum Ortsteil Waldkatzenbach, der in diesem Jahr sein 600-jähriges Bestehen feiert. Dankbar erinnert man sich bei der Skizunft an die großartige Unterstützung beim Bau der Sportstätten und bei der Durchführung von Großveranstaltungen am Katzenbuckel.
Mit der Darstellung eines Malefizprozesses aus dem Jahr 1695 will man sich nun seitens der Skizunft im Rahmen der Feierlichkeiten zum 600-jährigen Jubiläum des Winterhauchdorfs Waldkatzenbach am Pfingstwochenende für diese fruchtbare Kooperation bedanken. Die Mitglieder und Freunde der SZK werden in dem Stück nach Originalunterlagen eine wahre Begebenheit nachspielen, in deren Mittelpunkt eine Bürgerin aus Oberdielbach stand.
Im Spätmittelalter unterstanden die Ortschaften des Winterhauchs zwar der Herrschaft Zwingenberg, für die so genannte "Peinliche Gerichtsbarkeit" war die kurfürstliche Zent Eberbach zuständig. Der Prozess gegen die Malefikantin Anna Katharina Schmidtlein aus Oberdielbach, die wegen Kindesmords angeklagt war, fand am Freitag, 23. September 1695, ab 8 Uhr vor dem alten Rathaus in Eberbach statt. Als oberster Richter fungierte der Zentgraf von Eberbach, Hans Georg Frischmuth. Die Scharfrichter und seine Knechte kamen aus Mosbach. Das Zentgericht war mit Bürgern aus Eberbach und Zentverwandten vom Winterhauch besetzt.
Die Zeit, in der die Geschichte der Magd Anna spielte, war von Hunger und Angst geprägt. Der pfälzische Erbfolgekrieg hinterließ ab 1688 seine Spuren auch in Eberbach und Umgebung. Auch das Heidelberger Schloss wurde in diesem Krieg zerstört. Die Bauern lebten in großer Armut und Angst vor dem ständigen Wechsel von Freund und Feind. Außerdem litt das Volk unter der Einquartierung durchziehender Soldaten. In diesen wirren und unheilvollen Zeiten wird die gottesfürchtige Anna Katharina Schmidtlein von einem einquartierten Dragoner schwanger. Kurz nach der Geburt hat die ledige Mutter das Kind umgebracht, um damit der "Schande" zu entgehen.
Wie es ihr nach der Tat erging, soll die Darstellung des Prozesses durch die Skizunft vermitteln. Die Frage, ob sie die Todesstrafe erleidet, wie es die Kurfürstliche Landordnung aus dem Jahr 1582 vorschreibt, oder ob das Gericht Gnade vor Recht gelten lässt, wird sich am Pfingstsonntag ab 14 Uhr unter der Linde in Waldkatzenbach erweisen.
Die zum Teil wörtlich überlieferten Ausschnitte aus den Prozessakten und die Kenntnis der Prozessordnung wurden aus dem Archiv der Stadt Eberbach und dem General-Landesarchiv Karlsruhe zusammengetragen, sodass die Zuschauer die Geschichte intensiv und authentisch erfahren können.
Das gesamte Programm zum 600-jährigen Jubiläum gibt es auf der Homepage der Gemeinde Waldbrunn unter dem Stichwort "Aktuelles".

Infos im Internet:
www.waldbrunn-odenwald.de


11.05.04

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