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Nachrichten > Kultur und Bildung

Donnernder Applaus in der Martinskirche - Musical-Messe begeisterte jung und alt


(Foto:privat)

(tw) Die Ankündigung "Chorkonzert mit Orchester und Rockband" hatte viele neugierig gemacht. Am vergangenen Samstag war es dann so weit und das musikalische Großereignis gelang zur Freude aller. Kantorin Iris Lohnes hatte es geschafft, drei Chöre und über 20 Instrumentalisten zu einer großartigen Ensembleleistung zu motivieren.
Im ersten Programmteil bot der Kirchenchor ein gediegenes Programm, mit Bach als Auftakt: "Jauchzet, lobet!" Die eigens engagierten Instrumentalisten der Kurpfalzphilharmonie spielten blitzsauber auf und auch der Chor klang frisch und präsent. In mehreren A-capella-Stücken, also unbegleiteten Gesängen, zeitigte die stimmbildnerische Arbeit von Iris Lohnes ihre Früchte. Bevor die erste Konzerthälfte mit Mendelssohns "Verleih uns Frieden" zu schönstem Orchesterklang schloss, steuerte ein kleiner Auswahlchor in reiner Frauenbesetzung noch ein Kleinod bei. Thomas Gabriels gemäßigt moderner Satz "Te lucis ante terminum" entfaltete, nur vom Klavier begleitet, seine meditative Ruhe. Die Dirigentin sang die Solostimme in vorbildlicher Manier selbst. Bekannte Stücke wie "Jesu, meine Freude" oder "Nun danket alle Gott" aus Mendelssohns Chorsinfonie "Lobgesang" rundeten den klassischen Teil ab.
Nach einer Pause stand die "Musical-Messe" von Johannes Michel auf dem Plan. Das moderne, rhythmische Werk verbindet eine populäre, sich dennoch nicht anbiedernde Tonsprache mit kritischen Texten, in denen Tacheles geredet wird, was die brennenden Probleme unserer Zeit betrifft. Das Orchester wurde um eine Rockband mit Schlagzeug, Keyboard und E-Bass verstärkt. Nun hatten alle ihren Part: Ob die Jüngeren mit bunten Tüchern die Ouvertüre untermalten oder die Männer des Kirchenchors ein gregorianisches "Credo" beisteuerten – das Werk des Landeskantors ließ Raum für vieles. Nicht nur unsere Mentalität im Umgang mit Gottes Schöpfung wurde im "Schon-noch-Zeit-Blues" unangenehm treffend entlarvt, die ungekünstelten, manchmal unerbittlichen Klänge der Rockband, dazwischen der Streichersound der Kurpfälzer taten das ihre. Man merkte es den Akteuren von Kinder,- Jugend- und Erwachsenenchor an, dass sie voll hinter der Sache standen. Hier wurden nicht einfach Texte wohltönend abgesungen, sondern das Engagement aller Beteiligten, namentlich der Dirigentin, ließ das Laienensemble oft bis an seine Grenzen gehen, wobei ihm auch die Profis unter den Instrumentalisten mit Elan folgten, was gar nicht so selbstverständlich ist. Ein Höhepunkt der Messe war sicherlich, als die Jüngeren nach einem "Gloria" im Dschungelsound auszogen und zum "Sanctus-Rap" mit rhythmischen "Heilig"-Rufen wieder einmarschierten. Das Publikum konnte spontanen Szenenapplaus oft kaum zurückhalten. Nina Müller hinterließ einen glänzenden Eindruck als Solistin. Nach "Gottes Traum", von den Streichern dargeboten, gewollt unsanft unterbrochen von einer Rock n Roll-Einlage, ging es im Finale noch einmal mit vereinten Kräften zur Sache. Donnernder Beifall und zwei Zugaben setzten den Schlusspunkt unter ein farbensprühendes Konzert.

07.07.04

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