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Nachrichten > Kultur und Bildung

Verwechslungen und Intrigen beim Karneval in Venedig


Makkaronikoch Pappacoda (Mitte) will seinen Freund Caramello (l.) aufmuntern. Das Foto entstand bei der Generalprobe auf Schloss Zwingenberg. (Foto:Braun)

(hr) Nicht wirklich Glück mit dem Wetter haben die Zwingenberger Schlossfestspiele in diesem Jahr. Nach "Die Entführung aus dem Serail" am vergangenen Samstag musste gestern mit "Eine Nacht in Venedig" die zweite Premiere einer Großproduktion regenbedingt in die Eberbacher Stadthalle verlegt werden. Also hieß es für alle Akteure wieder kurzfristig anpacken: Notenpulte, Instrumente, Bühnenbild-Elemente, Requisiten, Kostüme und vieles mehr mussten eilends nach Eberbach transportiert werden. Das Orchester und die Darsteller mussten sich mit der ungewohnten Bühnensituation vertraut machen, und der große Chor musste noch einige Stellproben absolvieren.
Trotzdem startete die Aufführung mit nur kurzer Verspätung, und das Warten sollte sich für die knapp 700 Besucher gelohnt haben. Dass Regisseur Thomas Kiemle sein auf den großen Schlosshof und mehrere Bühnen-Ebenen abgestimmtes Regie-Konzept im Saal nur teilweise verwirklichen konnte, fiel kaum auf. Das Ensemble agierte versiert in dem beengten Bühnenraum, den es sich mit dem Festspielorchester unter Leitung von Mathias Mönius teilen musste. In reduzierter Form sorgte das Bühnenbild aus weißen Stellwänden mit skizzierten venezianischen Motiven und Hausfassaden für italienisches Flair und bildete den Rahmen für die freche, bunte und bisweilen frivole Intrigen- und Verwechslungskomödie mit der unverwechselbaren Musik von Johann Strauß. Thomas Kiemle reicherte die Original-Vorlage mit Lokalkolorit an, etwa wenn er die drei Senatoren zum Karneval in Venedig mit Narrenkappe und im Outfit heutiger Elferräte auftreten ließ, und ergänzte den Text von Friedrich Zell und Richard Genée um Seitenhiebe auf die aktuelle Politik. Die beiden Pärchen Annina / Caramello (Britta Wieland / Holger Ries) und Ciboletta / Pappacoda (Nicole Tamburro / Marcus Seimel) waren schauspielerisch und gesanglich bestens besetzt, und Christian Brüggemann verlieh der Figur des Herzogs, der von drei Frauen gehörig an der Nase herumgeführt wird, die rechte Mischung aus Galanterie und Lüsternheit.
Breiten Raum gab es für die Laienschar des Festspielchors (Leitung: Ria Günther), die in bunten Kostümen - aus dem Fundus hiesiger Faschingsvereine - den Karneval in Venedig bevölkerte und die Gesangsparts kraftvoll meisterte. Die Zuschauer quittierten die trotz widriger Umstände gelungene Premiere mit lang anhaltendem frenetischem Applaus.

Weitere Aufführungen der "Nacht in Venedig" sind am 15., 18. und 19. August auf Schloss Zwingenberg. Karten für die Schlossfestspiele gibt es im Festspielbüro in Zwingenberg, Telefon (06263) 771, Fax (06263) 429871, oder im Internet.

Infos im Internet:
www.schlossfestspiele-zwingenberg.de


13.08.04

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