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Nachrichten > Wirtschaft und Arbeit

Waldbesitzer im Hohen Odenwald durch Forstreform verunsichert


Bürgermeister Klaus Schölch bei der Versammlung der Forstbetriebsgemeinschaft Hoher Odenwald in Schollbrunn. Sitzend v.l. Frauke Kirschenlohr (Forstamt Schwarzach), FBG-Vorsitzender Peter Ihrig, Matthias Prexl und Dr. Georg Bungenstab (beide Forstamt Eberbach). (Foto:Richter)

(hr) Zum letzten Mal vor der Reform der Landesforstverwaltung fanden dieser Tage die Hauptversammlungen der beiden Forstbetriebsgemeinschaften (FBG) im Bereich des Forstamts Eberbach statt. In Brombach tagte die FBG Brombach-Heddesbach und in Schollbrunn die FBG Hoher Odenwald. Forstbetriebsgemeinschaften sind Zusammenschlüsse von Waldbesitzern. Sie dienen vor allem dem gemeinsamen Verkauf des auf den einzelnen Waldgrundstücken geschlagenen Holzes.
Aufgrund der herrschenden Unsicherheit über die Zukunft der forstlichen Betreuung nach Auflösung der staatlichen Forstämter und Eingliederung in die Landkreise zum bevorstehenden Jahreswechsel waren die beiden Versammlungen sehr gut besucht. Während im Rhein-Neckar-Kreis die forstlichen Strukturen sehr übersichtlich sind und in einer Reihe von Vorgesprächen für die Waldbesitzer optimal gestaltet wurden, ist in Waldbrunn die Verunsicherung noch sehr groß. Ähnlich wie bei der Gemeindereform in den 70er Jahren sei auch die jetzige Verwaltungsreform in ihren Folgen nicht bis zum Ende durchgedacht worden, sagte der Waldbrunner Bürgermeister Klaus Schölch bei der Versammlung in Schollbrunn. Besonders für Gemeinden wie Waldbrunn am Rande eines Landkreises bringe die Reform Nachteile. Deutliche Worte fanden auch der Waldbrunner FBG-Vorsitzende Peter Ihrig und der Eberbacher Forstamtsleiter Dr. Georg Bungenstab: Für sie ist die Forstreform schlicht "Unfug". Gleichwohl erfolge die Eingliederung in den Rhein-Neckar-Kreis vernünftig und mit Augenmaß, meinte Dr. Bungenstab. Er gehe davon aus, dass auch die völlig andere Organisationsform im Neckar-Odenwald-Kreis den Waldbesitzern zufriedenstellende Grundlagen biete.
Gerade der FBG Hoher Odenwald bereitet die Verwaltungsreform Probleme: Sie soll im kommenden Jahr nicht mehr von Eberbach aus, sondern von der künftigen "Forstbetriebsstelle Schwarzach" (heutiges Forstamt Schwarzach) jenseits des Neckars betreut werden. Ein Drittel der rund 270 Mitglieder sitzt aber im Rhein-Neckar-Kreis, vor allem in den Eberbacher Ortsteilen Friedrichsdorf, Badisch Schöllenbach und Lindach. Für sie ist künftig - da das Eberbacher Forstamt geschlossen wird - die Forstverwaltung in Neckargemünd zuständig. Was man im "Europa der Regionen" kaum für möglich halten sollte: Die landkreisübergreifende Betreuung der Waldbesitzer im "Ländle" wird nach der Reform wohl sehr schwierig. Daher empfiehlt Dr. Bungenstab den Eberbacher Waldbesitzern in der FBG Hoher Odenwald, über einen Wechsel zu einer FBG im Rhein-Neckar-Kreis zumindest nachzudenken.
Die Neuwahlen in beiden Forstbetriebsgemeinschaften ergaben keine wesentliche Änderungen: Bei der FBG Brombach-Heddesbach bleiben Erwin Seib 1. Vorsitzender und Fritz Keller 2. Vorsitzender. Die Geschäftsführung wechselt vom Forstamt Eberbach an das Kreisforstamt in Neckargemünd. Bei der FBG Hoher Odenwald bleibt Peter Ihrig für die nächsten drei Jahre Vorsitzender, der Weisbacher Karl Heisner wurde als 2. Vorsitzender bestätigt. Geschäftsführung wechselt vom Forstamt Eberbach an die Forstbetriebsstelle Schwarzach. Die Vereinsgeschäftsführung, bisher in den Händen von Matthias Prexl (Forstamt Eberbach), soll künftig der Waldbrunner Forstrevierleiter Ralf Becker übernehmen.

26.10.04

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