Dienstag, 27. Oktober 2020

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Der strenge Winter hat nicht zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt


Arbeitslosenquoten im März 2010. (Grafik: Bundesagentur für Arbeit)

(bro) (aa) Ende März waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Heidelberg 11.243 Personen arbeitslos gemeldet - 42 weniger als im Februar (ein Rückgang um 0,4 Prozent). Gegenüber dem März 2009 bedeutet dies allerdings einen Anstieg um 6,7 Prozent. Die Arbeitslosenquote im Bezirk beträgt unverändert 5,2 Prozent, vor einem Jahr lag der Wert bei 4,9 Prozent.

Für das Gebiet der Stadt Heidelberg wird eine Quote von 6,5 Prozent ausgewiesen und für den Rhein-Neckar-Kreis 4,9 Prozent. Im Bereich Eberbach hat sich die Arbeitslosigkeit von Februar auf März um sechs auf 582 Personen verringert. Das waren 78 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im März 6,1 Prozent, vor einem Jahr belief sie sich auf 5,3 Prozent. Dabei meldeten sich 85 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 21 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 97 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+1). Der Stellenbestand ist im März um zehn Stellen auf 47 gestiegen, im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es zehn Stellen mehr. Arbeitgeber meldeten im März 25 neue Stellen, neun mehr als vor einem Jahr.

Wolfgang Heckmann, der Leiter der Heidelberger Arbeitsagentur, sieht derzeit durchaus gewisse positive Aspekte, wie den Anstieg bei den gemeldeten offenen Stellen oder auch die Tatsache, dass der strenge Winter, der vergangenen Monate, nicht zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt hat. Aber wie Heckmann betont, würde die tatsächliche Anspannung auf dem Arbeitsmarkt unrealistisch dargestellt, wenn dabei nicht auch die Entlastungsmaßnahmen der Arbeitsagentur, wie Zahlung von Kurzarbeitergeld oder Mitfinanzierung von Transfergesellschaften berücksichtigt würden. Insgesamt kann derzeit nicht von einer Entspannung ausgegangen werden.

31.03.10

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