Freitag, 10. April 2020

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Übergabe des neuen Bootsgruppen-Einsatzfahrzeugs


(Fotos: privat)

(bro) (ul) Das Hochwasser hatte sich rechtzeitig verabschiedet, und so konnten die knapp 20 DLRG-Schwimmer bei Luft- und Wassertemperaturen um die sechs Grad und normaler Strömung das Neujahrsschwimmen mit der Fackel am 5. Januar fast schon genießen.

Drei Boote begleiteten die Teilnehmer auf der Strecke von Rockenau zur DLRG Rettungswache, um bei einem Ausfall durch Krampf oder Kälte gleich eingreifen zu können. Wie in jedem Jahr trainierten damit die DLRG-Mitglieder - dieses Mal neben den Eberbachern auch Teilnehmer aus Aglasterhausen, Mosbach und zum ersten Mal auch aus Backnang - um auch in der kalten Jahreszeit das Wasser nicht zu scheuen und bei einem Notfall im Winter gut gerüstet und einsatzbereit zu sein.

Die Veranstaltung wurde zum Anlass genommen, das neue Eberbacher DLRG-Bootsgruppenfahrzeug der Ortsgruppe offiziell zu übergeben. Heinz Thöne, in seiner Funktion als Vizepräsident des DLRG Landesverbandes Baden, überreichte das Fahrzeug mit einem symbolischen großen Schlüssel an Frank Thöne und Stefan Koch von der DLRG Eberbach.

Der 190 PS starke und 3,5 Tonnen schwere Nissan Navara erhielt einen Spezialumbau, um die Erfordernisse eines Einsatzfahrzeuges erfüllen zu können. Es ist mit Allradantrieb geländegängig, enthält eine Seilwinde für Bergeaktionen und eine komplette Notfall- und Sanitätsausstattung inklusive AED. Auch ist es, wie alle Fahrzeuge der DLRG, mit Digitalfunk ausgestattet, bei dem die DLRG, zusammen mit der Bergwacht, Vorreiter in Baden-Württemberg war. Mit den vorhandenen Booten und Fahrzeugen sollte die DLRG Eberbach nun für die kommenden zehn Jahre gut gerüstet sein.

Das Fahrzeug ist als Wasserrettungsfahrzeug Boot für eine Bootsgruppenbesatzung bis zu fünf Mann vorgesehen und wurde als Katastrophenschutzfahrzeug vom Land Baden-Württemberg erheblich bezuschusst. Trotzdem muss die Ortsgruppe Eberbach noch etwa ein Drittel des Anschaffungspreises von etwa 80.000 Euro aus eigenen Mitteln zuschießen. Die ersten Tests ergaben, dass noch einige Nachbesserungen bei der Funkanlage und der Dichtigkeit des Aufbaus vorgenommen werden müssen, bis das Fahrzeug dann endgültig seinen Dienst antreten kann. Fürs Frühjahr ist eine Fahrerausbildung geplant, um die sichere Handhabung zu trainieren.

Noch lange saßen die etwa 60 Teilnehmer bei Glühwein und einer hausgemachten Kartoffelsuppe in der warmen Fahrzeuggarage beisammen und ließen den ereignisreichen Nachmittag ausklingen.

08.01.20

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