Samstag, 06. Juni 2020

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Sperrmaßnahmen müssen unbedingt beachtet werden


(Foto: Stadtverwaltung Eberbach)

(bro) (stve) Seite Ende letzter Woche ist bei sonnigem Wetter der Zugang zum Breitenstein wegen Forstarbeiten entlang der Straße und oberhalb der Häuser der Neckarhälde werktags von 7 bis 17 Uhr gesperrt. Viele Eberbacher bedauern dies, da gerade in Zeiten von Corona ein Spaziergang am Breitenstein verlockend erscheint. Die Arbeiten dauern voraussichtlich noch bis Freitag, 3. April, an.

Das Gebiet ist großräumig abgesperrt, um zu verhindern, dass Menschen bei ihrer Freizeitbeschäftigung in den Gefahrenbereich hineingeraten und verletzt werden können. Nicht immer ist hierbei die Gefahr erkennbar, und auch wenn keine Motorengeräusche hörbar sind, können Bäume gerade gefällt werden.

Wie kann man sich solche Baumfällarbeiten vorstellen? Oftmals stehen Bäume, die am Hang wachsen, ziemlich schräg nach unten. Das liegt daran, dass andere Bäume, die oberhalb stehen, ihnen das Licht wegnehmen. Ein schräg stehender Baum kann nicht einfach nach unten in den sich vielleicht unterhalb befindlichen Garten oder gar auf ein Haus gefällt werden. Das bedeutet, dass der Baum über seinen Schwerpunkt hinweg nach oben gefällt werden muss. Es werden an dem Stamm zwei Stahlseile befestigt. Ein Forstwirt sägt die notwendigen Schnitte in den Baum und begibt sich, sobald er diese Arbeit beendet hat, aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich. Anschließend kommt die Rückemaschine zum Einsatz: Diese steht in der Regel schräg oberhalb des Baumes - in diesem Fall auf dem Breitensteinweg oder dem Maschinenweg. Mittels Funkseilwinde werden die beiden Stahlseile langsam eingezogen und der schräg stehende Baum über seinen eigenen Schwerpunkt nach oben gefällt. Der Forstwirt trennt dann den Stamm vom „Stock“, indem die letzten Fasern durchgesägt werden. Anschließend wird der Baum entastet und von der Rückemaschine nach oben auf den Weg gezogen. Auch jetzt ist die Gefahr noch nicht vorbei: Der Stamm kann sich aus den Seilen lösen und abrutschen. Oder er stößt gegen einen Stein oder Felsbrocken, der in Bewegung gerät und abrollen kann. Wer sich in diesem Bereich aufhält, ist in ernsthafter Gefahr.

Aber auch nach Beendigung der Baumfällarbeiten können sich noch abgebrochene Äste in der Krone eines Nachbarbaumes befinden, die dann plötzlich herunterfallen können. Deshalb sollte man nach einem Sturm oder Gewitter die Waldgebiete für einige Zeit meiden.

Vieles ist bei solch einer Maßnahme zu beachten und koordinieren: Die Müllabfuhr muss während der Sperrzeiten die Behälter der Anwohner des Breitensteins leeren. Holz, das entlang der Fahrbahn zwischengelagert wird, muss verladen und an einen anderen Ort gefahren werden. Jeden Nachmittag wird die Straße zum Breitenstein von Ästen, Steinen und Blättern gereinigt. Kronenmaterial, das entlang der Straße anfällt, wird gehackt. Hierfür kommen große Maschinen, ein Hacker und Containerfahrzeuge, zum Einsatz. Diese blockieren während des Hackvorgangs die Straße, so dass auch der Forstschlepper hier nicht passieren kann. Auch diese Arbeiten müssen aufeinander abgestimmt werden.

In den vergangenen Tagen wurde mehrfach beobachtet, dass Sperrungen manipuliert sowie von Spaziergängern, Joggern, Radfahrern und Anwohnern nicht eingehalten wurden. Dies bedeutet, dass die Arbeiten jedes Mal unterbrochen werden müssen. Zudem begibt man sich und auch die Mitarbeiter der Stadtförsterei in Gefahr. Die Sperrmaßnahmen müssen unbedingt beachtet werden.

Die Arbeiten dauern voraussichtlich noch bis Freitag, 3. April, an. In diesem Zeitraum ist es vor 17 Uhr nicht möglich, zum Parkplatz Breitenstein zu gelangen. Die Zufahrt zum Parkplatz wird nach Feierabend und an den Wochenenden geöffnet, allerdings ist die Parkmöglichkeit eingeschränkt, da in diesem Bereich Holz gelagert und Maschinen abgestellt werden.

25.03.20

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