Dienstag, 04. August 2020

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Mobiler Stromerzeuger statt Festeinbau


(Foto: Hubert Richter)

(cr) Zu einer öffentlichen Sitzung des Verwaltungs- und Finanzausschusses lud gestern die Stadtverwaltung Eberbach ein. Beschlossen wurde der Kauf eines Notstromerzeugers für die Feuerwehr.

In Eberbach wird aktuell unter anderem mit Fördergeldern das Feuerwehrgerätehaus saniert und erweitert (unser Bild). Eine Vorgabe des Förderbescheids der Fachförderung des Landratsamts war, dass das Feuerwehrhaus künftig über eine so genannte “Netzersatzanlage” verfügen muss. Damit soll die Elektrizitätsversorgung des Gebäudes bei einem flächendeckenden Stromausfall sichergestellt werden.

Die Verwaltung habe sich nach Absprache mit der Feuerwehr Eberbach für ein mobiles Gerät entschieden, das kompatibel zu den Geräten der Stadtwerke und des städtischen Bauhofs sei, berichtete die für die Belange der Feuerwehr zuständige stellvertretende Abteilungsleiterin des städtischen Ordnungsamts, Bärbel Preißendörfer. Feuerwehr-Gesamtkommandant Markus Lenk erklärte, dass das mobile Aggregat für knapp 77.000 Euro um rund 175.000 Euro günstiger sei, da man keine zusätzlichen Räume für ein fest installiertes Gerät einrichten müsse. Außerdem könne man mit einem mobilen Notstromerzeuger bei Bedarf die Stromerzeugung an anderen Örtlichkeiten sicherstellen. So könnte beispielsweise bei einem Stromausfall im Winter in Rockenau die Sängerhalle mit Strom versorgt und damit die Bevölkerung in geheizten Räumen versorgt werden.

Aufgrund der zu erwartenden geringen Laufzeiten des Stromerzeugers entschied sich die Verwaltung für die Beschaffung eines Geräts mit einem EURO-5-Motor. Für einen für rund 11.000 Euro teureren umweltfreundlicheren EURO-6-Motor setzten sich die Stadträte Lothar Jost und Peter Stumpf (beide AGL) sowie SPD-Stadtrat Rolf Schieck ein. Man solle als Verwaltung auch bei vermeintlichen Kleinigkeiten Flagge für den Umweltschutz zeigen, so Jost. Bürgermeister Peter Reichert stimmt zwar grundsätzlich zu, erklärte aber, dass man sich für den EURO-5-Motor entschieden habe, da dieser bei geringer Nutzung “pflegeleichter” sei. Die Lieferzeit für den Stromerzeuger liege bei 12 Monaten, da der Markt mobiler Geräte aufgrund der Corona-Pandemie leer gekauft sei, informierte Lenk.


16.06.20

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