02.12.2022

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Immerhin 30.000 Badegäste - Hallenbad öffnet am Montag


(Foto: Claudia Richter)

(cr) Eine außergewöhnliche Freibadsaison ging vorgestern in Eberbach zu Ende. Aufgrund der Corona-Pandemie musste das Bäderteam zahlreiche Hygienemaßnahmen umsetzen. Die Badegäste zollten den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Respekt.

Eigentlich startet die Freibadsaison in der Au Anfang Mai und endet in der Regel kurz vor Beginn des neuen Schuljahres. In diesem Jahr sorgte aber mit Covid-19 ein Coronavirus für einen anderen Ablauf. Noch im Mai war unklar, ob in diesem Jahr ein Badebetrieb überhaupt stattfinden darf. Ende Juni kam von den Stadtwerken die Nachricht, dass das Freibad in eingeschränkter Form geöffnet werden kann.

Vom 27. Juni bis vorgestern, 30. September, waren Eintrittskarten für feste Zeitfenster online buchbar. Wie die Städtischen Dienste (früher Stadtwerke) auf Anfrage mitteilten, haben in den 96 Öffnungstagen immerhin 30.438 Personen das Angebot genutzt. Während der heißen Sommertage wurden die Öffnungszeiten verlängert, was von den Badegästen gerne in Anspruch genommen wurde. In der Saison waren 47 Blocks komplett ausgebucht. Hörte man sich am Beckenrand oder auf der Liegewiese unter den Besucherinnen und Besuchern um, war eine einhellige Meinung, dass das 12-köpfige Bäderteam um Bäder-Betriebsleiterin Stefanie Meier die Freibadsaison unter Corona-Bedingungen sehr gut gemeistert hat. “Wir sind dankbar, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter uns das Schwimmen ermöglichen”, war oft zu hören.

Im Gemeinderat wurden gestern Abend Regelungen für die Hallenbadsaison getroffen, die am kommenden Montag, 5. Oktober, beginnt. Das Hygienekonzept basiert - wie beim Freibad - auf der Corona-Verordnung vom 25. Juni 2020. Auch für das Hallenbad können Besuche in je dreistündigen Zeitblöcken online über “pretix” gebucht werden (an verschiedenen Tagen bis zu drei Zeiträume). Zunächst sollen maximal 50 Personen gleichzeitig im Bad zugelassen werden. Bis zu den Umkleidekabinen ist Mund- und Nasenschutz vorgeschrieben. Es wurde ein Wegeplan erstellt, der Begegnungen minimieren soll. Zugang zum Hallenbad soll über den Haupteingang sein, Ausgang durch den Seiteneingang. Es gibt in den Umkleiden keine Kleiderbügel, die Duschen werden wegen Abstands reduziert und die Haartrockner sind wegen der Aerosolbildung außer Betrieb. Das Onlineticket für Erwachsene soll 3 Euro kosten (Frühschwimmer montags, mittwochs und freitags 7 bis 8 Uhr für 2 Euro). Die Sauna bleibt wegen der engen Raumverhältnisse geschlossen, ebenso der Gastronomiebereich.

Die letzte Hallenbadsaison war am 17. März aufgrund der Corona-Pandemie vorzeitig beendet worden. Aufgrund von Einnahmeausfällen und Mehrkosten durch das Hygienekonzept erwarten die Städtischen Dienste in diesem Jahr einen Verlust aus den Bädern von rund 1,065 Millionen Euro (geplant waren 917.000 Euro).

02.10.20

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