13.08.2022

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Geschlossene Geschäfte - hohe Infektionszahlen


(Fotos: Claudia Richter)

(cr) Am ersten Tag des von Bund und Land verordneten harten Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie mussten gestern - vorerst bis 10. Januar 2021 - viele Geschäfte und Betriebe schließen, um zwischenmenschliche Kontakte auf ein Minimum zu beschränken.

Neben den in Baden-Württemberg bereits seit einigen Tagen geltenden weitgehenden Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen sowie nächtlichen Ausgangssperren zwischen 20 und 5 Uhr dürfen seit gestern nur noch Geschäfte des täglichen Bedarfs geöffnet bleiben. Für nahezu den gesamten Eberbacher Einzelhandel bedeutet das das vorzeitige Ende des Weihnachtsgeschäfts. Auch Frisör- und Kosmetiksalons sind geschlossen, in Schulen und Kindergärten gibt es nur noch Notbetreuungen.

Die Infektionszahlen bewegen sich auf einem weiterhin hohen Niveau. Das Gesundheitsamt Heidelberg teilte gestern mit, dass es im Rhein-Neckar-Kreis derzeit 1.457 “aktive” (also potenziell ansteckende) Corona-Infizierte gebe (ein Fall je 380 Kreis-Einwohner). In Eberbach liegt diese Zahl bei einer Infektion je 425 Einwohner (34 “aktive” Infizierte). Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie bekannten Infektionen wurde in Eberbach gestern mit 186 angegeben (also ein Fall je 78 Einwohner), im Kreis mit 8.877 (ein Fall je 62 Einwohner). In Schönbrunn ist die Gesamtzahl der Infizierten auf 26 gestiegen (acht davon “aktiv”). Im Rhein-Neckar-Kreis sind bisher 160 Personen an oder mit dem Virus verstorben (1,8 Prozent der bekannten Infizierten). Die Todesfälle auf Gemeindeebene werden nicht angegeben. In der GRN-Klinik sind seit Beginn der Pandemie fünf Menschen an oder mit Corona gestorben, die aber nicht nur aus Eberbach, sondern auch aus anderen Regionen stammen könnten.
Die 7-Tage-Inzidenz im Rhein-Neckar-Kreis bewegte sich gestern mit knapp 235 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in einer Woche auf dem höchsten Wert bisher. Im benachbarten Odenwaldkreis (Oberzent, Erbach) war sie gestern mit knapp 290 und im Neckar-Odenwald-Kreis (Waldbrunn, Mosbach) sogar mit über 297 noch höher. Im Kreis Bergstraße, zu dem Hirschhorn und Neckarsteinach gehören, lag sie mit 163 deutlich niedriger.

17.12.20

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