09.08.2022

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Badezentrum soll bis 2025 ein komplett neues Gesicht bekommen


Das Hallenbad soll in einen geschwungenen Geb├Ąudekomplex mit dem Umkleidebereich des Freibads integriert werden. Die rechts oben zu sehende Br├╝cke ├╝ber den Neckar war nicht Gegenstand des gestrigen Beschlusses. (Quelle: Planungsb├╝ro Rohling)

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(hr) Mit gro├čer Mehrheit bei lediglich zwei Gegenstimmen beschloss gestern Abend der Eberbacher Gemeinderat den Ersatzneubau einer Hallenbads in der Au.

Der Grundsatzbeschluss war erforderlich, um den bereits zugesagten Bundeszuschuss in H├Âhe von bis zu 3 Millionen Euro endg├╝ltig beantragen zu k├Ânnen. Der Antrag m├╝sse laut B├╝rgermeister Peter Reichert bis Herbst 2021 zusammen mit der endg├╝ltigen Planung eingereicht werden, und die Umsetzung des Neubaus m├╝sse dann bis 2025 erfolgen.

Zwei Vertreterinnen des Ende April beauftragten Planungsb├╝ros Rohling aus Osnabr├╝ck stellten einen ersten Entwurf f├╝r das k├╝nftige Hallenbad vor, zusammen mit einem neuen Freibad-Umkleidebereich und neuer Technik in das Badezentrum integriert werden soll (unsere Bilder). Der Entwurf fand allgemein im Gremium Lob und Zustimmung.

Die mit Gesamtkosten von rund 8,6 Mio. Euro kalkulierte Bauma├čnahme werde die Stadt finanziell ├╝ber einen langen Zeitraum belasten, sagte Reichert. Er halte das Hallenbad aber f├╝r eine wichtige Infrastruktureinrichtung, die einen gro├čen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge und zur Lebensqualit├Ąt leiste, begr├╝ndete er sein Votum f├╝r den Neubau.

Abgelehnt wurde das Projekt von den Stadtr├Ąten Dr. Dietmar Polzin und Peter Wessely (beide Freie W├Ąhler). Zur Begr├╝ndung f├╝hrte Polzin an, dass das Eberbacher Hallenbad seit Jahren unter Besucherschwund leide und nur noch von rund 400 B├╝rgern regelm├Ą├čig genutzt werde, nicht zuletzt auch, weil es in Waldbrunn mit der ÔÇťKatzenbuckel-ThermeÔÇŁ eine attraktive Alternative gebe. Das werde sich auch nach dem Neubau mit einem einfachen Schwimmbecken ohne Sprungturm und Kinderbecken nicht wesentlich ├Ąndern. Polzin und Wessely hielten eine derart hohe Finanzbelastung der Stadt f├╝r einen begrenzten Nutzerkreis nicht f├╝r vertretbar. Durch die daf├╝r notwendige Kreditaufnahmen werde die Verschuldung in Eberbach um 280 Euro pro Einwohner steigen. Statt eines neuen Hallenbads pl├Ądierte Polzin f├╝r eine deutlich g├╝nstigere Renovierung des Freibads mit neuer Technik, neuem Umkleidebereich und Kiosk und dann einer m├Âglicherweise verl├Ąngerten j├Ąhrlichen Freibadsaison.

Im Vorfeld war insbesondere aus den Reihen der Klimainitiative Eberbach kritisiert worden, dass die Auswirkungen eines Hallenbads auf den Klimaschutz in der Beschlussvorlage nicht hinreichend bewertet worden seien. Dazu meinte AGL-Stadtrat Peter Stumpf, dass man den CO2-Aussto├č im derzeitigen Planungszustand noch nicht absch├Ątzen k├Ânne. Man fordere aber bei der Planung des Bads ein H├Âchstma├č an energetischer Effizienz.

21.05.21

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