13.08.2022

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Konzept mit Beteiligung der Jugendlichen entwickelt


(Foto: Hubert Richter)

(hr) Die Stadt plant einen neuen Skaterpark auf dem Gelände beim Kulturzentrum Depot 15/7 an der Güterbahnhofstraße.

Der Eberbacher Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung am 16. Dezember mit großer Mehrheit, dass der Skaterpark gemäß dem im November 2020 beschlossenen Städtebaulichen Entwicklungskonzept “Güterbahnhofstraße” auf dem Flurstück 882/2 errichtet werden soll und dass die Stadtverwaltung die Planung dafür von einem geeigneten Büro ausführen lassen soll. Die seit November 2012 vorliegende Baugenehmigung für einen Skaterpark in der Au wurde aufgegeben.
Die Kosten für die neue Anlage werden anhand vergleichbarer Parks in anderen Städten vorerst auf 170.000 Euro geschätzt. Das Konzept für den neuen Standort und die Ausgestaltung der Anlage wurde wesentlich im “Runden Tisch Jugendbeteiligung” zusammen mit interessierten Jugendlichen entwickelt. Bürgermeister Peter Reichert zeigte sich in der Sitzung sehr zuversichtlich: “Ich bin sicher, dass das richtig einschlagen wird, die Jugendbeteiligung war vorbildlich”, sagte er. Auch SPD-Fraktionschef Rolf Schieck sieht in der Anlage eine “wichtige Investition in die Jugend”.

Bislang steht den Skatern in Eberbach seit 2003 eine kleine Anlage am Neckarlauer unterhalb der B 37 zur Verfügung. Weil sich die meist jungen Nutzer ein größeres Areal wünschten, bewilligte der Gemeinderat im Dezember 2011 den Bau einer Anlage in der Au, die - wie oben erwähnt - im November 2012 genehmigt wurde. Die geschätzten Kosten ohne Geräte lagen damals bei rund 80.000 Euro. Im Februar 2013 kam der Vorschlag aus den Reihen der CDU, für den Skaterpark das Gelände des ehemaligen Kiesumschlagplatzes am Neckarlauer zu nutzen. Auf Antrag der SPD wurden im März 2014 die eingeplanten 65.000 Euro für die Maßnahme gestrichen, im Januar 2015 verzichteten Gemeinderat und Verwaltung letztendlich ganz auf die noch immer bereitgestellten 80.000 Euro. Beim “Runden Tisch Jugendbeteiligung” im Dezember 2018 wurde die Skater-Anlage wieder diskutiert. Die Stadtverwaltung versprach den Interessenten, sich um dieses Thema zu kümmern.

Gegen den neuen Skaterpark votierten Peter Wessely und Udo Geilsdörfer (Freie Wähler). Wessely meinte, dass die Haushaltslage der Stadt eine solche Investition nicht erlaube und die Anzahl der Nutzer überschaubar sei. Udo Geilsdörfer verwies auf andere Eberbacher Sportanlagen, die “in erbärmlichem Zustand” seien und deren Sanierung vordringlicher sein sollte, beispielsweise die Sporthalle der Gemeinschaftsschule in der Steige.

26.12.21

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