01.02.2023

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Heinrich (VII.) samt Gefolgschaft beehrt die Kampagneneröffnung


(Fotos: Bianca Weber-Götzenberger)

(bwg) Zur Eröffnung der fĂŒnften Jahreszeit hatte gestern die KG Kuckuck alle Mitglieder, Freunde und Fasnachtsbegeisterte in die Stadthalle Eberbach geladen. Nach zweijĂ€hriger pandemiebedingter Pause konnte endlich wieder in die nĂ€rrische Zeit gestartet werden. Diesmal gab sich hierzu nicht weniger als „Heinrich der VII. in Klammern“ samt Gefolgschaft die Ehre.

Nachdem der PrĂ€sident der KG Kuckuck, Udo Geilsdörfer, BegrĂŒĂŸungsworte gesprochen und eine kurze Einordnung des Karnevals in die herausfordernden Zeiten vorgenommen hatte, bot sich fĂŒr die Zuschauer eine, an mehr oder weniger echte historische Ereignisse angelehnte amĂŒsante Vorstellung:

AnlĂ€sslich der kĂŒrzlichen Verleihung des Staufertitels an die Stadt Eberbach wollte sich „König Heinrich der (VII.)“, dargestellt von Berthold Ripperger, samt Gefolgschaft höchstselbst von der Titelverleihung in der Gegenwart ĂŒberzeugen. AngekĂŒndigt von „Heroldus Jensus“ (Jens MĂŒller) und einer Gruppe von Herolden, reiste die königliche Truppe aus dem Mittelalter an und verlangte nach Speis, Trank und angemessener Unterhaltung. KostverĂ€chter wurden dabei kurzerhand eingekerkert. Es folgte Minnegesang (Rainer Menges). Das veranlasste die Intervention eines „Sprechers“ aus der Gegenwart. Diese Rolle ĂŒbernahm der Eberbacher BĂŒrgermeister Peter Reichert persönlich. Er insistierte, dass derlei Gesang und königliche WillkĂŒr nicht mehr zeitgemĂ€ĂŸ seien und pochte auf demokratische Prinzipien. Auf der BĂŒhne entwickelte sich im Folgenden eine Art „Battle“ aus Darbietungen der königlichen Gefolgschaft und aktuellen Gruppen unter Anleitung des Haushofmeisters (Ralph Brenneis): Als Pendant zum Minnegesang von „Fridolin von der Teufelskanzel“ sorgte die „Boygroup“ um Mick Lenz, Jonathan Menges und Silas MĂŒller mit einem gecoverten „Layla“ Hit fĂŒr Stimmung. Allein im Ritterturnier zwischen historischen Rittern und „Freiwilligen“ (Vertreter des Elferrates) unterlag die gegenwĂ€rtige Vertretung mangels Übung und passendem Material. DafĂŒr glĂ€nzten die TĂ€nzerinnen und TĂ€nzer beim Flashmob auf „Fantasy Girl“, welcher den ganzen Saal zum Tanzraum verwandelte. Schließlich, von den aktuellen Gesangs- und TanzkĂŒnsten sehr angetan und ĂŒberzeugt, gab „König Heinrich (VII.)“ seinen Zuspruch zur Verwendung des Staufertitels fĂŒr die Stadt Eberbach. Es folgten Ausmarsch und Abschluss mit dreifachem „Hoja“ und Einladung zum gemeinsamen Ausklang der Kampagneneröffnung.

Die Tische in der Eberbacher Stadthalle waren mit gut 160 Personen sehr gut belegt. Unter den GĂ€sten waren auch Abordnungen der Karnevalsvereine Eulenspiegel, der Rasselbande und der KG Elz. Der BĂŒrgermeister von Schönbrunn, Jan Frey, Jan Peter Röderer, Stadtrat und Landtagsabgeordneter, sowie der EhrenprĂ€sident der KG Kuckuck, Dieter MĂŒller, waren ebenso zugegen.

Insgesamt herrschte eine gelöste und heitere Stimmung im Publikum, welches dieses Jahr erstmalig in Eigenorganisation durch Helfer/innen der KGK mit selbst gebackenem Kuchen und Kaffee sowie GetrÀnken versorgt wurde.

07.11.22

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