26.01.2023

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Finanzplanung in Krisenzeiten ist nicht einfach


(Foto: Hubert Richter)

(hr) In der Sitzung des Eberbacher Gemeinderats am kommenden Donnerstag, 24. November, ab 17.30 Uhr im Rathaus wird unter anderem der st├Ądtische Haushaltsplan f├╝r 2023 beraten. Die Fraktionen konnten ├änderungsantr├Ąge zu dem Zahlenwerk einreichen, das in der Sitzung am 27. Oktober als Entwurf vorgestellt wurde.

Laut Stadtk├Ąmmerer Patrick M├╝ller soll es 2023 bei ordentlichen Aufwendungen von 44,46 Mio. Euro und ordentlichen Ertr├Ągen von 44,74 Mio. Euro ein leichtes Jahresplus von 280.000 Euro in den st├Ądtischen Finanzen geben. Neue Kreditaufnahmen sind nicht vorgesehen, und das bei geplanten Investitionen von immerhin rund 12,35 Mio. Euro. Deren Schwerpunkte liegen im Kindergartenneubau an der G├╝terbahnhofstra├če (2,85 Mio.), in der Abwasserbeseitigung (2 Mio.), in einer Kapitaleinlage bei den St├Ądtischen Diensten (2 Mio., ├╝berwiegend f├╝r das Hallenbad), im Dorfgemeinschaftshaus Brombach (1,1 Mio.) und in der Steige-Grundschule (0,7 Mio. Euro). Finanziert werden sollen die Investitionen vor allem aus eigenen liquiden Mitteln (6,9 Mio.), ├ťberschuss aus dem laufenden Betrieb (Ergebnishaushalt, 3,1 Mio.) und Zusch├╝ssen (2,3 Mio. Euro).
Gr├Â├čte Einnahmeposten der Stadt sind voraussichtlich rund 20 Mio. Euro Steuern (darunter 7,5 Mio. Gewerbesteuer) und knapp 15 Mio. Euro Zuweisungen, au├čerdem Geb├╝hren, Mieten, Verkaufserl├Âse und Kostenerstattungen. Auf der Ausgabenseite liegen Fremdleistungen und Kosten f├╝r st├Ądtisches Personal mit je knapp 11 Mio. Euro gleichauf, dazu kommen Umlagen (u.a. Kreis, Finanzausgleich) von rund 11 Mio. sowie Zinsen und Abschreibungen (knapp 5 Mio. Euro).
Am Jahresende 2023 d├╝rften dann aber die angesparten liquiden Mittel der Stadt bis auf die gesetzliche Mindestreserve verbraucht sein, so dass in Zukunft wieder neue Kredite aufgenommen werden m├╝ssten. M├╝ller geht bis 2026 mit einem Anstieg der st├Ądtischen Schulden von derzeit rund 14 Mio. auf fast 26 Mio. Euro aus.

B├╝rgermeister Peter Reichert wies bei der Haushaltseinbringung auf die Risiken des Zahlenwerks in der aktuell krisengesch├╝ttelten Zeit hin: Corona und Ukraine-Krieg, Energiekrise und die ungewisse Verf├╝gbarkeit von Material und Leistungen h├Ątten das Planen nicht einfach gemacht. Ausblickend auf die kommenden Jahre sagte er: ÔÇťWir wissen nur, die vor uns stehenden Herausforderungen kosten viel GeldÔÇŁ.

Weitere Themen auf der Tagesordnung der ├Âffentlichen Sitzung am Donnerstag sind unter anderem die Vertr├Ąge mit der BayWa r.e. Wind GmbH f├╝r Windenergieanlagen im Stadtwald auf dem Hebert und die Reduzierung von Schaltzeiten der Stra├čenbeleuchtung.

20.11.22

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