Planung zur Ausschreibung freigegeben - Flusswärmegewinnung wird geprüft In Teilen soll die Kaimauer durch eine vorgelagerte Steinschüttung gesichert werden. (Grafik: Klinger & Partner)(cr) Mit der Sanierung der Kaimauer am Neckarlauer in Eberbach kann es bald losgehen, denn die Genehmigung des Denkmalschutzamts liege laut Mitteilung der Verwaltung seit November vor.
Die Entwurfsplanung für die notwendige Baumaßnahme wurde vom Gemeinderat in seiner Sitzung am 18. Dezember anerkannt und das schon bisher tätige Ingenieurbüro Klinger & Partner aus Heilbronn mit weiteren Planungsleistungen in der Höhe von knapp 220.000 Euro netto beauftragt. Vorgesehen ist eine neue vorgesetzte Spundwand für rund 550.000 Euro im Bereich von der Neckarbrücke flussabwärts bis zur ersten Rampe der sogenannten “Schachtel” (Bereich der Wohnmobil- und Busparkplätze). In der “Schachtel” soll die Mauer durch eine vorgelagerte Steinschüttung gesichert werden, die so weit unter dem Wasserspiegel bleibt, dass Sportboote weiterhin anlegen können (unser Bild). Auch das westliche Teilstück bis ungefähr auf Höhe Einfahrt von der Uferstraße soll mit einer Steinschüttung versehen werden.
Vor Baubeginn soll geprüft werden, ob die Spundwand mit einer Wärmetauscherfunktion ausgestattet werden kann zur Gewinnung von Flusswasserwärme, mit der dann Gebäude der Innenstadt beheizt werden könnten. Diese Idee hatte SPD-Stadtrat Markus Scheurich ins Gespräch gebracht. Die mögliche Leistung wird auf bis zu 200 kW geschätzt bei Mehrkosten in der Baumaßnahme von ungefähr 150.000 Euro. Letztere wären wohl bis zu 40 Prozent förderfähig. Die Stadtwerke sollen eine Wirtschaftlichkeitsberechnung durchführen und dem Gemeinderat dann zur Entscheidung vorlegen.
Desweiteren wurde die Verwaltung ermächtigt, die Bauleistungen im Gesamtkostenrahmen von fast 2,1 Mio. Euro netto nach Ausschreibung zu vergeben. Die Beschlüsse fielen einstimmig.
Da zunächst noch die Förderung zu beantragen ist, wird mit Baubeginn nicht vor Sommer 2026 gerechnet. Bei optimalen Verlauf soll die Bauzeit ein knappes halbes Jahr betragen, sodass die Fertigstellung noch vor Beginn des Jubiläumsjahres 2027 möglich erscheint.
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