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Betreff: Ja zur Windenergie in Eberbach
Autor: Jens Thomson (01.10.2015 19:48)

DANKE an die vielen Eberbacher, die bei der Windenergie-Umfrage der Stadt mitgemacht haben.
Es ist sehr positiv, dass es so viele Eberbacher Bürger gibt, die Interesse gezeigt haben.
Dass sich so eine große und klare Mehrheit für Stromerzeugung hier direkt vor Ort aus Wind ausgesprochen haben, freut mich sehr.
Jetzt kann mit weiteren Schritten begonnen werden, damit die Windräder so ökologisch wie möglich bald grünen Strom hier direkt in und für Eberbach erzeugen können.
Herzliche Grüße
Jens Thomson, Sprecher der IWE, IW-Berbach.de

 
Antwort von Carol (02.10.2015 07:12)

Wie gut, dass ich ein Buch mit größtem Interesse gelesen und den Inhalt auch verstanden habe, dessen Titel lautet:
"Mit Zahlen lügen".
Wenn ich den Artikel zur Windenerge-Befragung in Eberbach richtig gelesen und auch richtig gerechnet habe, so haben ganze 20,41% aller befragten Bürgerinnen und Bürger "Ja" zur Windenergie gesagt. Daraus eine satte Mehrheit für die Windenergie abzuleiten, halte ich für reichlich dreist.
Eines möchte ich gleich noch klarstellen, bevor alle über mich herfallen. Diese rein mathematische Betrachtung sagt absolut nichts über meine persönliche Meinung zu alternativen Energien aus.

Antwort von Clabauther (02.10.2015 08:26)

Hallo Carol,
kannst du bitte mal ausrechnen, wieviel Prozent der befragten Bürger Nein gesagt haben ?
Wenn du diese Zahl dann mit deinen 20% vergleichst,, dann siehst du ja welche Zahl größer ist. Mit dieser Erkenntnis kannst du dann ja nochmal über das Wort "Mehrheit" nachdenken!
P.S.:
Die Stimmenthaltungen musst du eigentlich rausrechnen: denen ist es nämlich egal, ob die Windräder kommen oder nicht.

Antwort von Jens Thomson (02.10.2015 08:31)

Oh je.
Das ist genauso wie bei jeder Wahl. Da sind auch nicht 35 % der Wahlberechtigten für die CDU sondern 35 % der Wähler. Und da zu einer Wahl nur rund 50 % gehen, wären es dann auch nur 17,5 %, die für die CDU sind. Gleiches gilt für alle Parteien.

Zum Wind: Übrigens wird auch umgekehrt genauso ein Schuh draus:

In Eberbach haben sich lediglich 12 % aller Wahlberechtigten gegen Windräder ausgesprochen.
Das sind extrem wenige - war den meisten vorher schon klar, denn die meisten Gegner, die hier in Presse und öffentlich aufgetreten sind, kamen ja auch von außerhalb von Eberbach und wussten über die speziellen Fakten hier in Eberbach überhaupt nicht Bescheid.
Also: Akzeptieren Sie bitte das klare Votum der Eberbacher, es wurde jeder befragt, das Ergebnis ist absolute Mehrheit und somit eindeutig und kann nicht fehlgedeutet werden.

Antwort von Andreas Persch (02.10.2015 09:12)

Genau, es ist eine überwältigende Mehrheit, die sich für Windkraft ausspricht. Wie gut Zahlen Lügen, Carol, kann ich Dir zeigen, der Stadtrat in Eberbach mit den meisten Stimmen hat knappe 1,6% aller Stimmen hinter sich, der Stadtrat mit den wenigstens Stimmen hat 0,4% aller Stimmen hinter sich. Beide haben aber bei Ratsentscheidungen aber ein "Gewicht" von 4,3%. Somit liegen wir mit 20% bei 12facher Zustimmung gegenüber dem "besten" Rat und bei 50facher Zustimmung gegenüber dem Rat mit dem schlechtesten Ergebnis. Genau das ist das, was man in der Politik überwältigend nennt.
Viele Grüße
Andreas Persch
PS: Wer Rechtschreibfehler findet, der möge Sie behalten.

Antwort von Michael Hahl (02.10.2015 15:11)

Um es mal ein wenig satirisch zu nehmen: Dann kann man ja froh sein über den Satz "... Bindende Wirkung, wie das beispielsweise bei einem Bürgerentscheid der Fall wäre, hat die Befragung nicht ..." (Quelle: ebch, 27.03. d.J.).

Nun aber zu den Fakten: Dann sind es also, wenn ich richtig mitgelesen habe, rund 20% der Eberbacher Stimmberechtigten, die sich pro Windenergieanlagen am Standort Hebert und rund 12%, die sich gegen WE an diesem Standort ausgesprochen haben. Demnach wird es vermutlich ab Frühjahr 2016 im Auftrag des Vorhabensträgers aktualisierte Vogel- und Fledermaus-Gutachten im Waldgebiet auf dem Hebert geben, welche die naturschutzfachliche Situation neutral ermitteln sollten. Man wird sehen, was dabei herauskommt; vor Spätsommer 2016 wird hier wohl nicht mit Endergebnissen zu rechnen sein.

Dringend zu empfehlen (natürlich auch für die betriebswirtschaftliche Einschätzung!) sind dann tatsächlich belastbare Windmast-Messungen über mindestens ein Jahr (Lidar-Messungen sind gutachterlich natürlich nicht ausreichend). Man wird sehen, was wiederum dabei herauskommt.

Nach einer etwaigen Antragstellung der Vorhabensträger wird dann ggf. ein immissionschutzrechtliches Genehmigungsverfahren eingeleitet.

Da ab 1.1.2017 die finanzielle Förderung für Strom aus erneuerbaren Energien durch Ausschreibungen ermittelt wird, ist an Standorten mit (im deutschlandweiten Vergleich) relativ geringen Windgeschwindigkeiten damit zu rechnen, dass sie im Wettbewerb schlecht abschneiden. Vielleicht wird ein Antrag gerade deshalb ja noch im Spätsommer 2016 gestellt? Vielleicht reagieren auch die Vorhabensträger angesichts der eklatanten Rentabilitätsprobleme bspw. bei der Kommune Michelstadt (WE-Standort Hainhaus usw.) skeptisch.

Nun, all das wird sich dann ja wohl im Lauf des kommenden Jahres noch zeigen ...

Antwort von August (02.10.2015 16:57)

@michael Hahl
Vielen Dank Michael Hahl, dass Du so schnell die Seiten gewechselt hast und jertzt einen Verlaufsplan für den Bau der Windanlagen vorlesgst

Antwort von Buerger (02.10.2015 19:07)

Rechnet doch mal aus, wie viele Leute nicht gewählt oder abgestimmt haben, weil (....)l? Wenn Ihr es nicht rechnen könnt, dann kann man trotzdem Rückschlüsse ziehen. :-))

Antwort von Michael Hahl (02.10.2015 22:27)

Bitte, August, aber die Seiten welche ich in diesem gesamtdeutschen Windenergie-Desaster nicht mehr. - Wer den Hebert kritisch sieht, muss den Zeitablauf und die Schwachpunkte kennen.

Antwort von Augusta (05.10.2015 11:41)

In Eberbach haben sich 12 % aller Wahlberechtigten gegen Windräder ausgesprochen.
Also haben sich 88% der Wahlberechtigten NICHT GEGEN Windkrafträder ausgesprochen. Das müssen doch die "Dagegen-Schreier" akzeptieren.

Antwort von HH (06.10.2015 11:34)

In Eberbach haben sich 20 % aller Wahlberechtigten für Windräder ausgesprochen.
Also haben sich 80% der Wahlberechtigten NICHT DAFÜR ausgesprochen. Das müssen doch die "DAFÜR-Schreier" akzeptieren ;-)

Antwort von Don Quichotte (06.10.2015 15:41)

Die Umfrage hätte zumindest auch auf Schönnbrunner Seite stattfinden müssen.
Ich denke Ortsteile wie Friedrichsdorf , badisch Schöllenbach oder Lindach hat da niemand abgestimmt.
In Pleutersbach und Wimmersbach wars ziemlich ausgeglichen.
Würde mann mal von 100% Wahlbeteiligung ausgehen, wären 40% gegen Windkraft , was ja auch nicht zu verachten ist.
Mann kann hier also nicht von "EINDEUTIG" sprechen.

Antwort von Affe (06.10.2015 15:55)

20% ist aber mehr als 12%.
Und das müssen sowohl die Dagegen-Schreier als auch die Dafür-Schreier kapieren !

Antwort von Rebian (06.10.2015 20:27)

In Eberbach haben sich 15 % aller Wahlberechtigten gegen Windräder ausgesprochen.
Also haben sich 85% der Wahlberechtigten DAFÜR ausgesprochen. Das müssen doch die "DAGEGEN-Schreier" akzeptieren ;-)

Antwort von Rebian (07.10.2015 07:22)

@Don Quichotte
Äh, was verstehe ich da nicht
40% gegen Windkraft
60% für Windkraft
Das heißt 50% mehr sind FÜR Windkraft. Wie eindeutig soll das Ergebnis denn noch werden.
Es ist schon bezeichnend wie verzweifelt und unseriös die Windkraftgegner hier versuchen ein klares Ergebnis in Ihre Richtung zu lenken. Das erinnert mich stark an die Politik, wenn eine Partei die miesen Wahlergebnisse schönredet.
Und diejenigen, welche nicht abgestimmt haben, denen ist es schlichtweg egal, ob ein Windrad kommt oder nicht.. Also, gehört diese Personengruppe weder in das eine noch das andere Lager.

PS: Wenn hier noch ein paar Mathematikakrobaten kommen wollen. Bitte gerne, ich freue mich immer über eine neue Herausforderung.

Antwort von hoschpes (07.10.2015 07:55)

Ich spekuliere mal...- wäre das Ergebnis "andersrum" ausgefallen, dann hätten die Windkraftfreunde dies bestimmt stillschweigend, ohne mathematische Überlegungen, hingenommen. Stimmt's?

Antwort von Chridu (07.10.2015 09:43)

Da hilft alles Schönreden der Ergebnisse nichts. Die einzige Tatsache wird bleiben, dass sich diese Monster ohne Wind nicht drehen.

Antwort von A. (07.10.2015 12:15)

Wem nutzt Windkraft? Dem Verpächter, der Fläche und dem Betreiber der Räder. Solange wiir die Energie nicht speichern können, bringt das den Bürgern nichts - im Gegenteil. Wir produzieren mehr Strom und die Netze werden überlastet. Wir verkaufen den Strom ins Ausland wie beispielsweise nach Frankreich oder Tcheichen günstiger, wie die Länder selbst im Stande sind zu produzieren. Sprich wir exportieren günstig und importieren teuer (Atomstrom!). Wer sich mal genau die Landschaften mit Windrädern angeschaut hat kann feststellen, dass viele davon still stehen, da wir bisher nicht in der Lage sind, den enormen Überschuss zu speichern. Ich finde das Wahlergebnis auch nicht gerade aussagekräftig, wenn die Wahlbeteilung dermaßen niedrig ausfällt. Das stellt für mich kein repräsentatives Ergebnis dar. Kein Wunder, dass die Menschen nicht mehr wählen gehen.

Antwort von jackypapa (29.03.2017 16:59)

Der Sonne

Antwort von Jens Thomson (29.03.2017 19:10)

Wind nutzt z.B. Ihrem Computer. Und er hat dafür genutzt, dass in den letzten Jahren massenweise Atomkraftwerke abgeschaltet werden konnten und wir trotzdem noch Strom haben, ohne 40 neue Kohlekraftwerke bauen zu müssen.
Und Wind könnte in Eberbach sinnvoll dezentral Strom erzeugen, der dann direkt hier verbraucht werden könnte und nicht über 800 km weit über unzählige Stromtrassen von der Nordsee, wo er nicht gebraucht wird, hertransportiert werden müsste.
Und die Windräder würden den unzähligen Kindern sehr nützen, die durch nicht regenerative (zudem nicht mehr lange verfügbare) Verbrennung von Braun- oder Steinkohle (schiffeweise pro Tag pro Kraftwerk) z. B. bei der hochgiftigen Ausgrabung, täglich sterben müssen.
Und wenn wir in Deutschland wirklich mal Strom exportieren müssen, dann sterben dadurch nicht unzählige Menschen jämmerlich, sondern andere verwenden den regenerativen Strom. Das ist gut, weil total ungiftig! (Das ist die Sinnfrage: Geld oder Leben, was ist wichtiger?)
Und wenn die Politik nicht die Kohle so extrem subvensionieren würde, könnten die schnell ein- und ausschaltbaren Gasturbinen auch sehr wirtschaftlich arbeiten und zusammen mit den vielen anderen regenerativen Techniken Deutschland sinnvoll und viel ökologischer mit Strom versorgen.
Und wenn die Autohersteller Elektroautos zu einem vernünftigen Preis anbieten würden und z.B. anstelle der dritten Öl-Tankstelle, Eberbach mal wenigstens 1 regenerative Elektrotankstelle bauen würde, könnten zusammen mit intelligenter Stromverteilung Elektroautos fast kostenlos aufgeladen und ohne Innenstädte zu verseuchen, gefahren werden und der nicht ständig verfügbare Strom aus Wind sinnvoll dauernd genutzt werden.
Weitere sachliche Infos? Gerne jederzeit, denn ich möchte auch noch in 5 Jahren kraftvoll einatmen können und im Odenwald nicht auf eine komplett verseuchte und vergiftete "Baum"-landschaft blicken.
So, jetzt mache ich meinen PC aus und trage so meinen Teil zum wichtigen Stromsparen bei.
Jens Thomson, Sprecher der IWE

Antwort von Denker (30.03.2017 12:58)

Lieber Herr Thomson,

ich kann das Schöne-Welt-Gerede von der Windkraft nicht mehr hören. Von wegen keine Kohlekraftwerke. Wenn kein Wind weht, produzieren diese Windungetüme auch keinen Strom und was passiert dann? Richtig: die Kohlekraftwerke werden hochgefahren, sonst geht das Licht aus. Und wenn das nicht reicht, wird Atomstrom aus Frankreich dazugekauft. Wunderbar, ist doch alles so ökologisch. Übrigens: die Kohlekraftwerke bruzzeln stets im Hintergrund mit. Von wegen sauber.

Unsinn ist auch diese ständige Gegenüberstellung von Windindustrie und Atomkraft. Was soll das? Fällt Ihnen dazu nichts besseres ein?

Und was ich noch fragen wollte: wenn Sie doch die Windindustrie so sehr mögen, warum suchen Sie sich dann Standorte möglichst weit weg von Ihrem schönen Eberbach und ganz knapp an den Grenzen zu den Nachbargemeinden, sodaß Sie selbst damit möglichst wenig zu tun haben? Ach ja, richtig, in Ihrer Güte und Euphorie verzichten Sie wahrscheinlich gerne auf den wunderbaren, romantischen Anblick dieser Flatterstromriesen und deren Auswirkungen auf Mensch und Tier, nur, um Ihren Nachbarn auch mal etwas Außergewöhnliches zu gönnen.

Si tacuisses...

Antwort von Paul (31.03.2017 06:26)

Jens Thomson hat es verstanden!

Wollte noch allgemein hinzufügen, dass sich am Greiner Eck die im Moment noch eine WKA immer dreht.
Von wegen kein Wind.

Antwort von hoschpes (31.03.2017 06:52)

Schaut euch das Landschaftsverbrechen in Hirschhorn/Greiner Eck an! Und oft genug trudelt das (bisher einzige angeschlossene) Windrad asthmatisch vor sich hin, auf der Suche nach einem Luftzug. Schöne neue teure Energiewelt. Aber, bekanntlich kommt der Strom auch bei Nacht und Windstille aus der Steckdose.

Antwort von hoschpes (01.04.2017 07:00)

@paul
"...dreht sich immer". Setzen Sie bitte keine fake news in die Welt. Es dreht sich flott, mäßig, trudelt vor sich hin - und es steht, Besonders Abends und Nachts. Sage ich, der das Ding vor der Nase hat,.

Antwort von Jens Thomson (01.04.2017 08:46)

Ich frage die Windradgegner:
Welche Strategie haben Sie, um in den nächsten 5-40 Jahren elektrischen Strom dezentral zu erzeugen? Wir werden nämlich signifikant mehr elektrischen Strom benötigen, schon dann, wenn sich nur relativ wenige Menschen ein Elektroauto (Energiespeicher) kaufen.

PS: Für die milliardenschweren Subventionen von Kohle- und Atomstrom bin ich der falsche Ansprechpartner. Die halte ich für kontraproduktiv, da sie den sinnvollen, schnell und flexibel steuerbaren Einsatz von Gasturbinen z.B. an gleichzeitig windschwachen und sonnenarmen Tagen verhindern.

Alle Details, wie und warum das Zusammenspiel der Stromerzeugung mit nur 5 sinnvollen Windrädern in Eberbach auf dem Hebert für Eberbacher und für Eberbach optimal technisch, ökologisch, ökonomisch und nachhaltig funktionieren könnte (und gerne auch, was diese Begriffe bedeuten), kann ich Ihnen gerne telefonisch oder persönlich erklären, denn ansonsten müsste ich bei dem herrlichen Wetter den ganzen Tag am PC sitzen und schreiben.

Antwort von Michael-Udo Franke (01.04.2017 11:47)

Sage Sie einmal Herr Thomsen, glauben Sie denn das Telefonieren oder PC-Spielen wovon Sie hier reden, das ist stromsparend ?
ERST WENN MAN KEINE SOLCHE SACHEN MACHT IST MAN EIN WAHRER STROMSPARER, nicht durch Windkraft !

Antwort von Paul (01.04.2017 11:56)

Verwandschaft von uns wohnt in Grein von daher weiß ich auch bescheid . (Die übrigens keine Gegner sind)
Es ist doch eher in Mode gekommen gegen fast alles zu sein was neue Technologien mit sich bringen wie Robotersysteme Computer Handys u.v.m.

Wer hat denn vor 100Jahren nach der Gleisverlegung der Bahn gefragt und somit der Anblick des Neckartals gestört wird? Ironie Ende!

Antwort von windkraftgegner (01.04.2017 12:11)

in norwegen wird strom mit wasserkraft erzeugt. vor jahren schon wurde deutschland von dort strom günstiger angeboten als hier mit windkraft erzeugt. warum wurde das bis heute nicht angenommen ?
keine kohlekraftwerke, kein atomstrom. es geht doch nur um gewinne, gewinne, gewinne. schämt euch eas.

Antwort von Eagles (01.04.2017 16:28)

Ich bin mal gespannt wenn Deutschland den Strom aus der Windkraft, schön dezentral produziert... Was passiert wenn der Wind nicht über den Hebert bäst? Dann kommt der Strom aus der Steckdose, aber woher?! Aus den französischen Kernkraftwerken, die direkt an der Grenze stehen...?!
Machen Sie uns doch nichts vor! Fakt ist, in Asien werden derzeit die meisten Reaktoren u.a. noch mit deutschem Know-how gebaut. Selbst sogar in SCHWEDEN werden Kernkraftwerke wieder gebaut... Warum? Weil Kernkraftwerke Strom liefern, ohne CO2 Ausstoß!
Aber die Kernkraftgegner sind eh aktuell in Feierlaune, da Toshiba durch die Kernkraftsparte in eine Schieflage geraten ist. Areva hängt auch am französischen Staat. Bald gibt es keine Unternehmen in Europa, welche Kernkraftwerke bauen können... dann ist es eh vorbei... und wenn wir dann mal wieder Kernenergie brauchen, dann können wir uns vertrauensvoll an den Iran, Indien oder China wenden.
Ich kann das nicht mehr hören, wie sauber und toll die Windenergie ist und die Befürworter wenden irgendwelche Hütchenspielertricks an, um den größten Profit zu erhalten und um uns etwas vorzumachen!

Antwort von Buerger (02.04.2017 00:44)

Leider sind manche Ansichten zur sogenannten dezentralen Energieerzeugung von einer Art "alternativloser Argumentation" gekennzeichnet, die sich leider bereits in der Gesetzgebung, den Durchführungsverordnungen und auch dem nachfolgenden Handeln auf wirtschaftlicher Ebene zeigen. Das ist sehr traurig, weil Werte wie Umwelt- und Naturschutz, die endlcih in der Mitte der Gesellschaft verankert sind, nun wieder nicht gelebt werden.

Nach wie vor könnte die Wasserkraft, auch am Neckar, wesentlich besser als Windkraft genutzt werden. Leider will sich der Staat die notwendige Deregulierung und die Investitionen nicht leisten. Wir zerstören lieber schützenswerte Natur, installieren teilweise unerforschte Technologie ohne Anschätzung der Folgen für Mensch und Tier - und privatisieren die Erlöse... während die Risiken und Altlasten vergemeinschaftet werden. Der Umfang ist nicht wie bei der Atomkraft, aber die ehemaligen Gegner dieser Prinzipien haben wohl vieles nicht mehr so im Blick, das Leben verändert eben doch Werte und Blickwinkel.

Es gibt genug weitere Beispiele, wie man mit der Energiewende fortschreiten könnte, wenn man nicht politisch so viel streiten würde. Pragmatismus wäre mal wieder ganz nett.

Antwort von Michael Hahl (03.04.2017 11:18)

Zur Frage von J. Thomson:

1. Ausbau der Windenergie ist nur eine von etlichen Möglichkeiten, wie man die Stromversorgung der Zukunft leisten könnte.
2. Windenergie-Ausbau ist ein Konzept mit vielen Tücken und Defiziten: extrem schwankende Stromgewinnung; nicht annähernd ausreichende Speichertechnologie usw. (Laut Institut für Wirtschaftforschung würde man über 500 große Pumpspeicherkraftwerke benötigen, um eine Glättung der Schwankungskurve von Wind- und Sonnenenergie auf einem mittleren Niveau zu erreichen; wir haben aber nicht einmal 50 davon.)
3. Windenergieausbau erzeugt einen ungeheuren Landschaftsverbrauch mit Zerstückelung und Zerstörung von Ökosystemen und den Lebensgemeinschaften, die darin leben, also ein sich längst in der Forschung abzeichnendes Desaster für Lebensräume und Gesamtökosysteme - samt Erholungsfunktion für den Menschen.
4. Zu fordern ist ein Moratorium (Stopp, Nachdenken, Neuorientierung), um realistische Lösungen für eine "Energiewende" zu erzielen. Dabei muss oberste Prämisse sein, dass Energiegewinnung nicht Landschaft und Natur zerstören darf und mit den umweltrechtlichen Grundlagen (EU-weit und national) in Einklang zu bringen ist. Rückkehr zu einer vernünftigen Raumordnung ohne Windenergie-Industrie in unseren Waldökosystemen!
5. Modellierungen müssen zeigen, welcher Mix aus Energieträgersystemen optimale Lösungen schaffen. Dabei muss man keineswegs die Dezentralisierung favorisieren, eben weil hierdurch großflächig Landschafts- und Naturverbrauch erzeugt wird (anders als bei bspw. zentralen Geothermie-Kraftwerken).
6. Windenergie könnte bspw. auch mit vertikal drehenden Windenergieanlagen an Autobahnen eine gewisse Rolle spielen, auf diesem Wege wäre die WE wenigstens ökologisch zu verantworten (gekoppelt mit Fahrtwind-Turbinen, Solar-Panels usw.). Solarstraßen und Photovoltaik/Solarthermie an etlichen Nutzflächen (Straßen, Gewerbegebiete usw.) können eine weitere Rolle spielen (Freiflächen in Grünland usw. sind unter ökologischen Kriterien wiederum abzulehnen.)
7. Forschung für neue Technologien zur Energiegewinnung fördern! Vieles ist längst in der "Pipeline", bspw. Wasserstoff u.v.m.
8. Etliche Potenziale zur Strom-/Energiegwinnung bleiben bislang ungenutzt, bspw. die Wasserkraft-Stromgewinnung an großen Bundeswasserstraßen wie dem Neckar, die politisch völlig unterrepräsentiert ist. (Gewässerökolisch mit Fischtreppen usw. gekoppelt!)
9. Ob man die Elektromobilität tatsächlich fördern sollte, ist unter den Aspekten Umweltschutz- und Ressourcenschutz sehr fraglich. Völlig ungeklärt ist bspw., wo entsprechend große Mengen an Lithium herkommen sollen (auch unter sozialen Aspekten bedenklich: Raubbau, Ressourcenkriege). Der Ressourcenverbrauch von E-Mobilität ist sehr hoch. (Siehe hierzu bspw. Studien des renommierten Wuppertal-Instituts.) Alternativ ist bspw. die Erzeugung künstlicher Treibstoffe aus Solarthermie/Solarstrom, CO2 und Wasserstoff eine weit zukunftsfähigere Lösung für Straßen-, Schiff und Flugverkehr.
10. usw. usf.

Antwort von O. Vietz (03.04.2017 20:39)

Für die Wasserkraftwerke braucht man aber ein Gefälle, und das haben wir am Neckar numa nicht. Ausnahme Itterkraftwerk.

Antwort von Paul (04.04.2017 19:37)

1. Wasserkraftwerk z.b am Neckar ist ausgereizt da geht Leistungsmäßig nicht wirklich mehr.
2. Solarstraßen kaum möglich technisch und physikalisch bedingt durch die unregelmäßige Verschattung die Haftung der Reifen uvm.
3. Strommix wird notwendig sein aber bitte ohne Atomstrom.
4. Ressourcenschonend ist ein Elektroauto deutlich gegenüber einem Verbrenner da es erstens deutlich weniger Einzelteile braucht die Energie bei der Herstellung brauchen
und wenn man das Dieselöl in einem Kraftwerk verbrennen würde für den Strom des Elektroautos anstelle in einem Verbrennerauto ist der Wirkungsgrad um Faktor 2,5 besser.
5. Die Lithiumvorräte sind mehr als ausreichend. Ca 4kg Lithium sind in einer 100 kWh Batterie z.b Tesla. Im E-Golf 35 kWh ca 1,5kg.
Und das recyceln sollte auch kein Problem sein.
6.Fahrtwindkraftanlagen sind Leistungsmäßig ja ein Witz da ein Auto z.b Passat bei 100kmh ja nur um die 10kwh benötigt kommt da halt nichts raus.

Antwort von Michael Hahl (04.04.2017 19:39)

@ O. Vietz: 27 Staustufen zw. Mannheim u. Plochingen:
https://www.heidelberg.de/hd,Lde/HD/Leben/Wasserkraft.html

Antwort von tb (04.04.2017 22:16)

Und wie funktionieren dann die 27 Kraftwerke am Neckar?

Antwort von Zurechtrücker (05.04.2017 18:07)

@Michael Hahl / O. Vietz
Nachdem sie vermutlich ein kleines Wissensdefizit haben, hier zur Kenntnisnahme.
Am Neckar gibt es insgesamt 27 Wasserkraftwerke , die in der Hauptsache von ENBW betrieben werden. In Heidelberg an der "Alten Brücke" im Oberwasser der dortigen Staustufe ist vor einigen Jahren sogar ein sehr modernes Unterwasserkraftwerk eingebaut worden.
Vermutlich ist an allen Staustufen schon sehr früh die Wasserkraft für die Stromgewinnung erkannt worden. Leider ist natürlich durch wechselndes Wasserstände, hauptsächlich im Sommer bei Niedrigwasser, die Stromausbeute nicht durchgehend gesichert.
Fischtreppen gibt es auch schon sehr lange an den Staustufen.

Antwort von michael Hahl (07.04.2017 10:19)

@ Zurechtrücker: Den Link zum Heidelberger Unterwasserkraftwerk habe ich oben ja bereits gesetzt.

Allgemeiner Hintergrund bzw. um zur Wasserkraft an Flüssen einmal kurz ins Detail zu gehen: Allein an dem innovativen Kraftwerk in Heidelberg (Schwabenheim) werden 7,5 MW erzeugt. Die meisten Neckar-Kraftwerke leisten derzeit erheblich weniger, Gundelsheim beispielsweise 2,8 MW, Neckarsteinach 3,6 MW usw. (https://www.enbw.com/media/konzern/docs/energieerzeugung/neckar_flyer_wasserkraft_am_neckar_endfassung.pdf).

Eine Studie bzgl. Wasserkraftpotenzial in Deutschland kam 2011 - unter Berücksichtigung der realen Nutzungsmöglichkeiten - zum Ergebnis, es gebe "... ein nicht genutztes technisches Potenzial von etwa 12,3 bis 21,2 TWh ..."; davon allein an den großen Gewässern ein Zubaupotenzial im Mittel von rund 15 TWh. Für den Neckar berechnet diese Studie das Ausbaupotenzial auf annähernd 200 GWh/Jahr. (vgl. http://vzb.baw.de/publikationen/dresdner-wasserbauliche-mitteilungen/0/Anderer_Das%20Wasserkraftpotenzial%20in%20Deutschland.pdf)

In den kommenden Jahren/Jahrzehnten werden die Schleusen am Neckar ausgebaut. Meines Erachtens wäre mit dem Ausbau noch erheblich mehr Potenzial für die Stromerzeugung auch am Neckar gegeben. - Technologische Lösungen, die ohne Staustufen funktionieren, sind hier noch gar nicht berücksichtigt (beispielsweise http://flussstrom.de/innovationsforum/).

Man beachte auch, dass bislang etwa 70 Millionenn Euro in die Wasserkraft als erneuerbaren Energieträger investiert werden, in die Windenergie dagegen ca. 2650 Millionen Euro (ebenfalls vgl. http://flussstrom.de/innovationsforum/).

Absolut grundlegend natürlich auch hier: Berücksichtigung der Fließgewässer-ökologischen Verträglichkeit (wobei bei der Stauregulierung selbstverständlich die natürliche Fließgewässerdynamik grundlegend eingeschränkt ist, hier ist daher insbesondere die Fischfauna-Durchgängigkeit an Querbauwerken zu beachten).

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