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Betreff: Der Wind dreht sich!
Autor: Windbeutel (08.06.2017 11:25)

Wenn ich mir die letzten Entscheidungen im Eberbacher Gemeinderat sowie den heutigen Bericht in der Zeitung zur Windkraft auf dem Hebert anschaue, habe ich das Gefühl, dass sich

der Wind in Sachen Hebert gedreht hat und der Gegenwind immer stärker wird!

Das wird die Investoren, die hier Goldgräberstimmung wittern, sicher nicht freuen!

Und Nein: Auch ich bin nicht für Atomstrom! Aber solange es keine sinnvollen Speichermöglichkeiten gibt und nicht mal eine bemerkenswerte CO2-Reduktion erreicht wird, sollten wir eventuell erst einmal Pause mit dem Windkraftausbau machen, bis es ein sinnvolles Konzept gibt!

Erst denken, dann handeln!!!

 
Antwort von Frau Kepehtrie (08.06.2017 19:10)

Weder Atomstrom noch Windkraftstrom also.

Ja woher soll denn der Strom in Zukunft sonst kommen ?

Antwort von hoschpes (09.06.2017 07:57)

@ Frau Kepethrie
Ich würde mir mal lieber die Frage stellen: "Wo kommt der Strom her, wenn alle Atom- und Kohlekraftwerke abgeschaltet sind - und es Nacht und windstill ist.?"

Antwort von Windbeutel (09.06.2017 14:41)

Interessant, dass meine sachliche Argumentation Contra-Windkraft nicht veröffentlicht wurde.

Liegt es daran, dass der Betreiber des Channel der AGL (Pro-Windkraft) sehr nahe steht?

Wird hier bewusst zensiert?

Antwort von Jens Thomson (09.06.2017 18:24)

@ Windbeutel
Wieso sollen wir uns hier in Eberbach Sorgen um die Speicherprobleme des Windstroms an der Nord- und Ostsee machen?
Wenn hier Wind weht (und hier weht für sinnvoll ausgewählte Schwachwindräder öfter guter Wind als viele glauben), dann verbrauchen wir den Strom sofort selbst hier direkt vor Ort und müssen ihn nicht erst speichern oder sogar 100te Kilometer weit mit riesigen Stromtrassen transportieren.
Hier wohnen im Gegensatz zu Norddeutschland viele Menschen, (die leider immer noch zu viel kostbaren Strom verschwenden.)

Und wenn in ein paar Jahren auch der letzte mal ein Elektroauto ausprobiert hat und die großen Vorteile gegenüber den aufwängigen und teuren Verbrennungsmotoren am eigenen Leib erfahren hat, werden wir massenweise Stromspeicher sogar für die Windräder an der Nordsee haben.

@hoschpes wo der Strom an denjenigen Tagen im Jahr völlig ohne jede Sonne und völlig ohne jeden Wind herkommt?
Aus schnell regelbaren Gasturbinenkraftwerken (massig vorhanden, nur leider nicht so gigantisch gefördert wie Kohle und Atom), aus Biogasanlagen, aus Wasserkraftwerken, aus verschiedensten Energiespeichern, aus unzähligen anderen Stromerzeugungsarten (dezentral) usw...
Wenn dann zusätzlich der knappe Strom 40 Cent kostet und der Strom bei Wind aus Windrädern 20 Cent, dann werden wir nicht nur an der Tankstelle versuchen, jeden Cent zu sparen, sondern auch unsere Stromverbraucher intelligent einschalten oder steuern lassen.

Zudem werden sicherlich nicht alle Kohle- und Atom-Kraftwerke an einem einzigen Tag abgeschaltet, oder? Nur die giftigsten alten Braun- und SteinkohleKW sollten sofort nicht mehr unnötig Menschen töten und Natur vergiften müssen.

Die modernsten, gerade erst neu gebauten Steinkohlekraftwerke werden (leider) noch weiter Strom produzieren, bis in einigen Jahren endlich genügend regenerative, ökologische Stromerzeuger fertig gebaut sind.



PS - Meine persönliche Hoffnung:
Hoffentlich erzeugen wir unseren Strom nicht mehr lange mit verbrannter Kohle, die unter Zerstörung von 100000den Menschenleben aus der Erde ausgegraben, danach 10000 km weit mit hunderten riesigen umweltzerstörenden giftschleudernden Transportschiffen um die halbe Erde hertransportiert werden muss, um dann in riesigen Brennhochhäusern Wasser zu überhitzen und damit mega-umweltgiftig und mit Tötung von insgesamt über 1.000.000 Menschen pro Jahr und mit der Zerstörung von kilometerweiten Landschaften, ganzen Ortschaften inklusive Häusern, Gärten, Kirchen, Schulen, Einkaufsläden, ... superunökologisch und giftgase (auch quer über den Odenwald) verteilend, Strom zu erzeugen.
Diese bisher verwendete von der Politik stark bevorzugte Alternative zu dezentraler, ökologischer Stromerzeugung ist megaschrecklich, megateuer und zudem bald nicht mehr nutzbar.
"Weiter so" und "Abwarten" ist eine schreckliche Alternative.

Antwort von Lupus (09.06.2017 19:14)

Ich schreibe mal einige Dinge zur Situation des deutschen/europäischen Stromnetz, da das hier als Argument gegen Winkraft bei Eberbach aufgeführt wird. Das ist unabhängig vom Argument Kosten-Nutzen-Faktor bei den geplanten Anlagen hier, wozu ich keine fundierten Aussagen treffen kann und will.

Zu den Konzepten: Ich komme gerade von einer Exkursion, bei denen wir unter Anderem bei Transnet BW, Netze BW sowie TenneT waren (u.a. die Netzbetreiber von etwa der Hälfte von Deutschland). Ich kann Ihnen versichern, dass aktuell an sinnvollen Konzepten zur Netzorganisation bei schwankenden Wind etc. sowie Trassen für den Transport von Nord nach Süd gearbeitet wird. Neben intelligenten Netzen zählen hierzu z.B. die bekannten Gleichstrom-Stromtrassen, welche die Leistung äquivalent zu mehreren Kernkraftwerken zusätzlich durch Deutschland schicken können. Die bestehenden Netze sind zwar aktuell im Vergleich zu früher stärker belastet, aber wir stehen auch jetzt sicher nicht vor einem Zusammenbruch. Die Betreiber haben keinerlei Interesse an Blackouts, das kostet sie ja nur ein Schweinegeld.

Zum Thema CO2: Es werden ja bekanntermaßen aktuell insgesamt Kernkraftwerke und keine Kohlekraftwerke abgestellt. Diese sind grundsätzlich CO2-frei (vom reinen Betrieb her), somit gibt es auch nicht weniger Ausstoß durch das Abschalten. Aber dafür weniger potentielle "Atombomben" & quasi ewig haltbarer Müll in der Nachbarschaft.
Die Erneuerbaren ersetzen aktuell also vorallem Atomstrom. Mit dieser Gangart könnten dann die Kohlekraftwerke grundsätzlich danach ersetzt werden, was sich dann auf die CO2-Bilanz auswirkt. Bis das vollständig passiert wird es noch Jahrzehnte dauern, und solange Atom und nicht Kohle ersetzt wird, wird sich an der Bilanz von der Seite her nichts ändern. Ich persönlich habe gegen diese Anti-Atom-Priorisierung jedenfalls nichts einzuwenden, auch wenn man das nicht beim CO2 sieht.

Zum Thema Nacht & windstill::Erstens wird in der Nacht deutlich weniger Energie als am Tag benötigt, der Unterschied wird noch lange nicht zu 100% durch Solar ausgeglichen (da ist also noch deutlich Luft nach oben). Zweitens müssen Sie mir erstmal die Nacht zeigen, wo überall im europäischen zusammehängendem Netz (welches von Algerien/Marokko bis in den Balkan geht) quasi Windstille herrscht - das gibt es ja schon innerhalb Deutschland incl. Offshore so gut wie nie. Um da die Energie passend herumzuschieben, wird ja wie oben genannt fleißig ausgebaut. Und drittens haben die Transportnetzbetreiber zur Zeit noch einen Stapel an Backup-Grundlastkraftwerken, die sie so lange halten müssen, bis sie nicht mehr für Enpass-Fälle benötigt werden.
Von daher ist das Windstill/Netzblackout-Argument gegen ein paar lokale popelige Windräder bei Eberbach völlig fehl am Platz, da ja immer noch Energie von "außen" über die Hochspannung kommen kann, wenn lokal der Wind steht - so wie aktuell ohne Windkraft. Das wird dann erst interessant, wenn man die Kraftwerke für solche Fälle durch entfernte Offshore & co. ersetzt, aber nicht bei ein paar popeligen Windrädern im Mittelspannungsnetz.

Antwort von D. Müller (09.06.2017 19:29)

Sehr geehrter Herr Thomson,

ihre Ausführungen zeigen mir, dass Sie zwar wunderbar blumig schreiben können, von den aktuellen technischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten der Energiewende aber leider nur bedingt Kenntnisse haben.Gerade Gaskraftwerke sind durch die Energiewende nicht mehr wettbewerbsfähig, dafür mehr Kohle denn je.

Ohne Speicher funktioniert die Sache nicht!

Antwort von NABU-Freund (09.06.2017 19:36)

@ Jens Thomson:

Wie bewerten Sie eigentlich, dass es ein sehr umfangreiches Gutachten gibt, das mehrere geschütze Tierarten (u.a. Rotmilan) nachweist. Dann darf dort nichts gebaut werden.

Oder sehen sie das anders?

Antwort von Ewerbacher (10.06.2017 11:12)

Lieber Herr Thomson...in und um Eberbach haben wir nicht wirklich viele Attraktionen. Aber wir haben hier eine wunderschöne Landschaft. Das herrliche Neckartal und den Odenwald. Viele Bewohner, mich eingeschlossen, möchten diese wunderschöne Landschaft nicht durch irgendwelche, vielleicht sogar unrentable, Windräder verschandelt sehen. Um Himmels Willen...geht das nicht in ihren Kopf. Nein...viele wollen das nicht...zerstört und verschandelt bitte nicht das, was unsere Region ausmacht

Antwort von Michael Hahl (11.06.2017 12:21)

Sehr geehrter Herr Thomson.

* Wenn Sie sich - wie Sie ja schreiben - keine Gedanken über die völlig unzureichende Speichertechnologie bei der immens schwankenden Energiegewinnung durch Windenergieanlagen machen, haben Sie technologisch und energiewirtschaftlich einen wesentlichen Kern der Problemtaik noch immer nicht verstanden:
Die Schwankung der Windenergie führt unvermeidbar dazu, dass in Deutschland in bestimmten Zeiträumen viel zu WENIG Strom durch Windenergie produziert wird und in anderen Zeiträumen viel zu VIEL Strom produziert wird (geht dann mit "Negativpreisen" ins Ausland usw.). Es ist faktisch nicht haltbar, wenn Sie argumentieren: "... dann verbrauchen wir den Strom sofort selbst hier direkt vor Ort und müssen ihn nicht erst speichern oder sogar 100te Kilometer weit mit riesigen Stromtrassen transportieren ..." Falsch! Genau das müssen wir tun: Speichern (funktioniert technologisch und quantitativ bislang nicht einmal annähernd) und Transportieren (Netzausbau erforderlich, vgl. bspw. BMWI http://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/netze-und-netzausbau.html). Man darf nicht, wie Sie es hier suggerieren, Stromerzeugung (beispielsweise durch WEA auf dem Hebert) mit einer Art von "Direkteinspeisung" (bspw. durch ein Wasserrädchen vor einem historischen Mühlengebäude o.ä.) verwechseln, was Sie aber hier offenkundig tun.

* Windenergie ersetzt in keinster Weise fossile Energieträger (Kohle, Gas, Öl), wie Ihnen durch zahlreiche Tabellen bspw. von Bundesministerien usw. mittlerweile klar sein sollte. Bekannt sollte Ihnen ebenfalls sein: Rund 26.000 WEA erzeugen aktuell etwa 2 % des Endenergieverbrauchs. Der allergrößte Anteil der Gesamtenergieversorgung erfolgt nach wie vor über fossilie Energieträger, ducrh Windenergieausbau vollkommen ungelöst. Kurz: Wnidenergieausbau schafft weder eine "Energiewende" noch eine ernstzunehmende Lösung der Kernproblematik; stattdessen erzeugt WE-Ausbau erhebliche Eingriffe in Gesamtlökosysteme, Lebensräume, Kulturlandschaften, Lebensquailtät, Tourismuswirtschaft usw.

* Die von Ihnen gepriesenen "schnell regelbare Gaskraftwerke" - quasi im Parallelbetrieb neben Windenergieausbau - werfen ebenfalls viele ökologische und, wenn man so argumentieren möchte, auch klimawirksame Probleme auf, nicht wesentlich anders als bspw. Steinkohle oder Öl. Die Frage der Methan-Emissionen (30-faches CO2-Äquivalent) ist ungeklärt; zusätzliche Info beispielsweise hier: http://www.klimaretter.info/meinungen/kommentare/8490-gaskraftwerk-nein-danke - Also zeigt sich beim Thema Gaskraftwerke nur einmal mehr, dass die extreme Schwankung der Windenergie ein Kernproblem schafft, sofern nicht annähernd ausreichende Speicher in Aussicht sind, und dass dadurch eben notwendigerweise ein Parallelbetrieb mit herkömmlichen, in Deutschland mittlerweile verstärkt fossilen Kraftwerken absolut erforderlich wird (hierdurch CO2-Anstieg in Dtl. seit 2009).

* Elektromobilität erzeugt ebenfalls viele ungelöste Probleme, beispielsweise durch den Lithium-Bedarf der meist auf Lithium-Basis funktionierenden Akkus. Ressourcen und Recycling sind dazu völlig ungeklärt (Quelle bspw. Wuppertal-Institut). Die Gesamtökobilanz der Elekromobilität ist sehr schlecht. Infos bspw. hier: http://wupperinst.org/uploads/tx_wupperinst/Elektromobilitaet_TB_Oekobilanzen.pdf http://www.wiwo.de/technologie/umwelt/uwe-schneidewind-wuppertal-institut-kritisiert-elektromobilitaetskonzept-der-bundesregierung-/10627314.html usw.

* Nur in einem Punkt gebe ich Ihnen recht, komme aber wiederum zu einem ganz anderen Ergebnis: Es gibt in der Tat noch etliche andere Stromerzeugungsarten (die allerdings auch im Sinne einer funktionieren Raumordnung und Regionalentwicklung keineswegs alle "dezentral" sein sollten). Diese gilt es weiter zu entwickeln: Osmosekraftwerke, Wasserstoffbasis, solarthermische Kraftwerke in klimatisch geeigneten Klimazonen u.v.m. WIndenergie-Ausbau ist dagegen ein inakzeptabler Irrweg, sowohl ökologisch und landschaftlich (Raumordnung!) als auch physikalisch und energiewirtschaftlich.

* Es spricht übrigens Bände, dass Sie die enormen Umweltauswirkungen und umwelt-, artenschutz- und habitatschutzrechtlichen Konfliktpotenziale, die fachlich belegt mit dem Ausbau der Windenergie unbestreitbar auch auf den vier Eberbacher Flächenpotenzialen einher gehen, völlig aus den Augen verlieren: alle vier Flächen sind nachweisbar stark betroffen durch Artenschutzkonflikte, EU-rechtlich geschützte FFH-Gebiete, Landschaftsschutzgebiete mit deutlich restriktiver LSG-Verordnung, Wasserschutzgebiete mit Umweltauswirkungen u.a. für die kommunale Trinkwasserversorgung usw.

Antwort von Wildhog (11.06.2017 13:40)

Mit der Bemerkung über Stromspeicher, hat Herr Thomson für mich nun endgültig gezeigt, dass der Zusammenhang noch nicht von jedem Windkraftbefürworter kapiert wurde.
Speicher sind dafür da, Überproduktionen aufzunehmen und diese bei Versorgungslücken wieder abzugeben.
Dies hat nichts mit dem Transport vom Norden zu uns zu tun.

Wenn man dann noch die Zahlen zu den vielen Toten liest, ist es ein Wunder, dass die Zahl der Weltbevölkerung trotzdem steigt.
Meiner Ansicht nach, alles ein bisschen übertrieben !

Den Flyer von "Bürger für Bürger" finde ich hingegen sehr informativ.

Antwort von M Wäsch (12.06.2017 01:47)

Sehr geehrter Herr Thomson,
Sie schreiben von Elektroautos als Energiespeicher. Wieviele Elektroautos gibt es in Deutschland? Wo sind die vielen Elektroautos versteckt? Es gibt zu wenige um die Überproduktion an Windstrom zu puffern.

Ich kenne Berichte von privaten Investoren in WEA, welche nach Jahren immer noch keine Rendite bekommen,. Da die kleineren Windparks eher vom Netz genommen werden als die großen Windparks der Energieversorger. Und wer baut die WEAs wieder ab? Ich sehe das so wie bei den AKWs, die Kosten wird die Allgemeinheit tragen müssen, da die WEA Betreiber entweder rechtzeitig Pleite gehen oder keine Rücklagen da sind.

Und schonmal überlegt, warum es im Odenwald keine Windmühlen gab?

Viele Grüße

M. Wäsch



Antwort von Jens Thomson (12.06.2017 09:15)

@ Wildhog
Da Sie meine Posts nicht richtig lesen oder nicht verstehen und bevor Sie meine Sachkenntnis weiterhin unqualifiziert falsch "beurteilen", nochmal ganz einfach ausgedrückt:

Norddeutschland: Viele Windräder, wenige Menschen, zu viel Strom bei Wind, Strom muss 100te Kilometer weit transportiert werden, Windräder werden abgeschaltet, Strom trotzdem bezahlt. Schlecht.

Hier bei uns: Wenige Windräder, sehr viele Menschen, Strom wird bei Wind direkt verbraucht, Windräder werden nicht abgeschaltet, weil nie zu viel Strom da ist. Gut.

Erkennen Sie jetzt den Unterschied bezgl. Stromspeicher?

Ansonsten bitte ich Sie, meine Posts korrekt zu lesen. Bei Fragen stehe ich wie immer gerne auch tel. zur Verfügung.

Antwort von Jens Thomson (12.06.2017 09:26)

@ D. Müller
wenn Sie meinen Post richtig gelesen hätten, hätten Sie gelesen, dass Gasturbinenkraftwerke schnell regelbar sind und - eine der vielen Ergänzungen - zur CO2-freien und giftgasfreien Stromerzeugung durch Windräder sind.
Dass Gas nicht so gigantisch gesponsort wird wie Kohle, und deshalb die Großenergieerzeuger damit nicht so viel Geld verdienen, wie mit der gesponsorten fast kostenlosen Kohle, ist nicht meine Schuld. Das kritisiere ich selbst schon seit Jahren als unsinnig, dass die am Besten geeigneten Gaskraftwerke abgeschaltet sind.
Trotzdem sind Windräder die ökologischste Art der Stromerzeugung, die anderen Fehler, die momentan bei der Kohle gemacht werden, könnten Sie bitte mit uns bekämpfen. Das ist giftig für die Menschen und für den Odenwald, der langsam krank zu werden droht.

Antwort von Robert S. (12.06.2017 12:00)

Ich war vor 2 Jahren ünerzeugt von der Idee, Windräder auf dem Hebert zu errichten.
Unter anderem habe ich zwei Veranstaltungen der IWE besucht, die mich in meiner Meinung bestärkt haben. Und natürlcih habe ich auch bei der Befragung der Stadt mit Ja gestimmt. Nachdem ich im Urlaub mit Personen aus Norddeutschland ins Gespräch kam, die selbst in der Nähe von Windrädern leben, habe ich begonnen, mich selbst unabhängig mit dem Thema zu befassen. Ich habe bewusst versucht, keine Materialien von Extremen Gegnern und Befürwortern zu benutzen, sondern nur "offizielle" Zahlen.

Mittlerweile hat sich meine Einstellung zur Windkraft, wie wir sie in Deutschland im Rahmen der "Eniergiewende" umsetzen, sehr verändert.

Und deshalb komme ich zum Schluss: Erneuerbare Energien ja, wo es Sinn macht.
Solange es keine Speichermöglichkeiten im relevanten Bereich gibt, sollte man den Ausbau stoppen und erst dann weitermachen, wenn es gute Konzepte gibt. Kein generelles Nein, aber ein NEIN für den Moment.

Im übrigen sind die einzigen, die sicher davon profitieren, die Betreiber dieser Anlagen (Rendite garanitiert) auf Kosten der Allgemeinheit (steigende EEG-Umlagen).

Antwort von Jens Thomson (12.06.2017 17:07)

Robert
Schön, dass Sie sich informiert haben.
Dann wissen Sie sicher auch, welches aktuelle Modell an Windrad momentan das beste für den Hebert ist, und welches in 3 Jahren mit welcher Technik das beste sein wird.
Für alle anderen:
1. Die aktuell stehenden Windräder haben Nachteile, die moderne Windräder nicht mehr haben.
2. Die Windräder an der Nordsee haben überhaupt gar nichts mit denen zu tun, die hier - speziell auf dem Hebert -sinnvoll sind. Nichts, gar nichts.

P.S. dass Bürgerwindräder auf dem Hebert keinen Gewinn für Bürger bringen würden ist ein Gerücht, dass hartnäckig von irgendjemandem gestreut wird. Oh je.

PSS: Einen Gewinn bringt es sicher: Strom für mehrere 100 Millionen km mit E-Autos im Jahr ohne Gifte.

Antwort von imuvrini (13.06.2017 09:24)

Guten Tag,
wenn der produzierte E-Strom DIREKT den Eberbachern zugute kommen soll, wie soll das funktionieren? Wird er direkt den Stadtwerken und dann den Kunden zugeführt? Der Strom müsste doch dann billiger werden. (Natürlich würde er es nicht! Ich weiß.) Verstehe ich nicht. Die Frage meine ich ernst.
Also im Hinblick auf notwendigem Umdenken in der Energieversorgung MUSS man auch eine Zwischenlösung akzeptieren, wenn die Absolutlösung noch nicht machbar ist. Deshalb sollte man auch Windräder bauen, wenn die Entwicklung der Speicher noch nicht beendet ist. Alternative wäre ja, dass es so weitergeht wie bisher. Man würde warten, bis die Politik und Industrie sich bequemen. Na ja, das wird so schnell nicht passieren, denn ohne finanziellen Gewinn läuft GAR NICHTS in den Bereichen.

Ich bin FÜR die Windräder und sehe die "Schwarzstorchschwemme", die ja plötzlich bemerkt wurde, als Trick an.

Glauben Sie mir, ich habe durchaus Weitsicht und gesunden Menschenverstand. Nun bin ich auf die Kommentare gespannt, die leider oft unfreundlich sind.

Antwort von Robert S. (13.06.2017 11:56)

Herr Thomson,

was wollen Sie uns sagen?

Bitte korrigieren Sie mich (Gar nichts gemeinsam?):

1. Die geplanten Windräder auf dem Hebert sind mindestens so hoch wie an der Nordsee, wahrscheinlich noch höher.
2. Die geplanten Windräder haben Nachtbefeuerung.
3. Die geplanten Windräder werden gefährdete Tiere töten (u.a gibt es ein Gutachten, dass dort viele Arten geschützter Tiere nachweist).
4. Die geplanten Windräder sind weiträumig sichtbar.
5. Die geplanten Windräder sind nicht lautlos (Wummen).

Bitte korrigieren Sie mich, wenn ich sachlich falsch liege.

Zum Thema Rendite von Windkraftanlagen in Gebieten mit schwachem Wind empfehle ich die einschlägigen Bewertungen der Windkraftnahen Institute.

Antwort von Jens Thomson (13.06.2017 17:01)

@Robert
Leider sind Ihre Aussagen/Fragen teils zu unpräzise für eine exakte Antwort, hier trotzdem meine Anmerkungen:

Zu 1) Ja und Nein.
Die korrekte Antwort ist kompliziert. Welches der ca. 50 verschiedenen Windradmodelle/-größen/-arten/-generationen/-techniken an der Nordsee soll ich vergleichen mit welchem Windradtypen/-modellen/-höhen für den Hebert?

Zu 2.) Ja und Nein.
Man könnte auf Windräder Dauerlicht, Blinklicht oder synchronisierte Blinklichter bauen.

Mittlerweile ist es aber auch möglich, eine - einfach gesagt - "Flugzeugerkennung" einzubauen, die das Licht auf den Windrädern bei Dunkelheit nur dann einschaltet, wenn sich ein sehr niedrig fliegendes Flugzeug nähert.
Bei uns in Eberbach wären bei Verwendung dieser Windradtechnik die Lichter praktisch immer aus.

Zu 3.a) Windräder können Vögel, die dagegen fliegen, verletzen oder sogar töten. Dies ist leider durchaus möglich, aber vergleichsweise selten der Fall.
Ich gebe zu bedenken, dass die Gefährdung der Vögel durch Flugzeuge, Autos, Katzen, Häuser oder natürliche Feinde ist um ein Vielfaches höher ist. Wer kämpft gegen diese gigantische Gefährdung?
Aktuelle Daten, erhoben in Kanada, Quelle: Wikipedia:
Tod durch Windräder: ca. 20.000 - 28.300 (0,02 Millionen) Vögel pro Jahr
Tod durch Autos, Flugzeuge,.. 270.000.000 (270,00 Millionen) Vögel pro Jahr

Zu 3b) Ob und wie viele windradrelevante geschützte Arten es auf dem Hebert gibt, etc. muss in einem sogenannten avifaunistischen Gutachten geklärt werden. Dieses avifaunistische Gutachten muss rechtssicher den Anforderungen für das Genehmigungsverfahren von Windrädern entsprechen. Es darf u.a. keine Vermutungen, keine Schätzungen und keine Hochrechnungen enthalten, sondern exakte Daten und Fakten.
Ein rechtssicheres avifaunistisches Gutachten muss für den Hebert zwingend vor dem Windradbau erstellt werden, da das bisherige Gutachten von vor 4 Jahren zeitlich abgelaufen ist.

Zu 4.) Windräder sind natürlich nicht unsichtbar.
Allerdings sind die 5 Bürgerwindräder auf dem Hebert nur von überraschend wenigen Häusern aus sichtbar.
Wenn Sie mir schreiben, wo genau Sie wohnen, kann ich Ihnen genauer sagen, ob Sie alle Windräder überhaupt sehen können oder ob Sie vielleicht nicht mal eine Flügelspitze sehen können.
Mich persönlich freut der Anblick jedes Windrads, weil ich weiß, dass jedes einzelne Windrad das Leben unserer und der nächsten Generation ungiftiger macht.

Zu 5.) Bisher haben die Windräder bei einer bestimmten Windgeschwindigkeit "gewummert", weil die Flügel sehr nah am Mast vorbeigezogen sind. Das werden wir auf dem Hebert aber nicht haben. Aufgrund der schlechten Erfahrung und mit einer geänderten Neigung der Flügelsymmetrie ist das Wummern bei den meisten neuesten Windradtypen nicht mehr der Fall.

So ein Windradtyp sollte bevorzugt auf dem Hebert eingesetzt werden.

PS: Die vielen regerativen, ökologischen, ökonomischen und dezentralen Vorteile von idealerweise 5 Bürger-Windrädern sollten
! unbedingt mit einer sinnvollen Wahl des Windradtyps/-modells/-technik, .. einhergehen !

Veraltete oder unpassende Technik hier auf dem Hebert neu einzubauen wäre aus meiner Sicht total schlecht.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.
Falls Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich gerne auch tel. oder per E-Mail an mich.
Herzliche Grüße und einen schönen Tag
Jens Thomson

Antwort von Pleu (14.06.2017 14:17)

Ich bin im Prinzip dafür, aber nicht so wie die Bürgerinitiative das darstellt.

Was ist richtig, haben die "überzogen" in der Darstellung.












Ich bin im Prinzip dafür, aber nicht so wie die BÜ das darstellt.
Frage: Haben die "überzogen" in der Darstellung ?
Mich wundert, dass sich darüber noch niemand geäußert hat. Wer hat recht ???





Antwort von Yellow (14.06.2017 16:35)

Jens Thomson
"Zu 3b) Ob und wie viele windradrelevante geschützte Arten es auf dem Hebert gibt, etc. muss in einem sogenannten avifaunistischen Gutachten geklärt werden. Dieses avifaunistische Gutachten muss rechtssicher den Anforderungen für das Genehmigungsverfahren von Windrädern entsprechen"

Vor allen Dingen braucht es dazu vom Investor unabhängige vereidigte Sachverständige, die auch in Haftung genommen werden können und keine Hobbygutachter.

Antwort von O. Vietz (15.06.2017 17:45)

Ja man wird doch hier wegen ein paar Dutzend VÖGEL oder INSEKT nicht unsere gesamte energetische Zukunft aufs Spiel setzen ?
Wie wollen Sie denn ohne Kohle oder Atomstrom in Zukunft die Energieversorgung absichern ohne Rückfall in die Steinzeit ? Sollten wir unsere Wirtschaft dem Chinesen opfern nur wegen Insekten und Vögel oder Baumstämmen ?
Wieso stellen wir denn nicht gleich die Vogel- und Insekt-Welt der Steinzeit wieder her und leben in der Höhle mit offenem Feuer ?
Dass ein Vogelpaar oder Insekten durch menschliche Entwicklungen vertrieben werden, ist der Lauf der Dinge zumal es hier nicht um die Auslöschung geht sondern im Odenwald ist noch genug Platz für JEDEN VOGEL+ INSEKT wenn auch nur nicht mehr am Platz wie 2016.

Antwort von Ganz schön Saurer (17.06.2017 09:36)

Auf einer Fläche von bis zu zwei Hektar möchte ein Antragsteller bei Unterdielbach eine Christbaumkultur anlegen. In seiner Stellungnahme weist der Umweltbeauftragte der Stadt unter anderem auf eine Beeinträchtigung der Landschaft durch die nötige Einzäunung und nachteilige Auswirkungen auf Tier- und Pflanzenwelt hin. Gründe, die wohl für die Stadtverwaltung eine Ablehnung rechtfertigen.

Da frage ich mich, welche Stellungnahme der Umweltbeauftragte zum geplanten Frevel am Hebert abgegeben hat.

Antwort von Jens Thomson (19.06.2017 14:01)

@ganz schön saurer

1.) ist die Grundfläche der 5 Windräder signifikant viel kleiner als die eingezäunten 2 ha (pro Windrad 23 m Durchmesser), 2.) ist die Fläche nicht zusammenhängend, sondern auf 5 Einzelflächen verteilt und 3.) müssen die Windräder nicht durch mehrere hundert Meter Zäune eingezäunt werden.

Prinzipiell: Umweltschutz durch regenerative ökologische Stromerzeugung ist kein Frevel.
Es ist eine Chance, viele Menschenleben zu retten und die Umwelt vor der dauerhaften Zerstörung zu bewahren.

Ein Frevel ist hingegen die aktuelle hochgiftige, wasserverseuchende Kohleförderung und danach die Verbrennung der in jahrmillionen entstandenen, und in wenigen Jahren unwiederbringlich vernichteten Bodenschätze, zur Erzeugung von elektrischem Strom.
Das muss unbedingt so schnell wie möglich in einem sinnvollen, aber trotzdem schnellen Ausstieg beendet werden.
Es gibt dafür sinnvolle und realistische Strategien (nicht A ODER B, sondern viele sinnvolle Bausteine), auch wir Eberbacher können mit einigen wenigen Windrädern (nicht mit Windradmassen) einen Beitrag für eine sauberere und gesündere Zukunft vor allem der jüngeren Generation leisten.

Antwort von Afrika (20.06.2017 14:48)

Sehr geehrter Herr Thomson,

Kohle und Atomstrom können auf Dauer keine flächendeckende Option sein, da gebe ich Ihnen ein Stück weit recht. Haben Sie aber schon einmal darüber nachgedacht, wo die Rohstoffe für die Akkus der Elektroautos oder die Speicher für Windkraftanlagen herkommen? Richtig, die dafür notwendigen Alkali- und Erdalkalimetalle wie zum Beispiel Lithium werden in Afrika gefördert. Wenn die von Ihnen angesprochene Umweltverschmutzung durch den Kohleabbau verschwindet, dann geht die viel größere Umweltverschmutzung beim Abbau der Metalle in Afrika oder Asien erst richtig los. Man verschiebt also das Problem von Europa auf andere, ärmere Kontinente, die dieses Umweltbewusstsein, wie wir es haben, noch nicht erlangt haben. Wäre dann die Bewegung der Windkraft und Elektromobilität nicht wie aus dem Auge, aus dem Sinn? Ich glaube auf die Lebensbedingungen der Arbeiter dort muss ich Sie nicht extra aufmerksam machen. Geschweige denn von den zu Tode kommenden Arbeitern, die für eine saubere Energie in Europa auf anderen Kontinenten ihr Leben lassen.

Antwort von Bürger (20.06.2017 22:37)

Es ist schlichtweg eine Frechheit, immer wieder von"Bürgerwindrädern" zu sprechen.

Sind das harmlosere, bürgerfreundliche Windräder oder solche, die den Bürgern der Stadt über die Gemeinschaft gehören?

Nein, der Begriff ist Teil einer Strategie der Täuschung.

Fallen wir nicht darauf rein. Schützen wir unseren "Bürger-Odenwald". Der gehört nämlich wirklich uns allen.

Antwort von hoschpes (21.06.2017 06:06)

Lieber Herr Thomson,
ich respektiere Ihren Wunsch nach einer zukünftig besseren, gesünderen Umwelt und grundsätzlich Ihren philantropischen Ansatz in dieser Diskussion. Aber - selbst wenn unser gesamter Strom mit Windrädern erzeugt würde und wir alle mit Fellen in Höhlen leben würden, wäre die deutsche CO2 Einsparung und die Auswirkung auf den Klimawandel (vorausgesetzt die Kausalkette CO2-Klimabeeinflussung stimmt) nahezu nicht messbar. Kurzum, die Windräder auf den Hebert leisten in dieser Hinsicht nichts. Aber man verliert viel durch sie. - Das heißt im Umkehrschluss noch lange nicht, dass man die Hände in den Schoß legt und nicht mehr weiter über die umweltgerechte Umgestaltung unserer Lebensweise nachdenkt. Aber so, mit dieser Art Energiewende, wird es nicht klappen. - Schönen Gruß.

Antwort von haha (21.06.2017 20:09)

@hosch pech
Was ist denn die Devise ihrer vermeintlich klugen Einwände? - Weiter machen, wie bisher. Das ist super, denn so fahren wir den Planeten oder zumindest die Menscheit auf jeden Fall an die Wand. Das Totschlagargument "wenn nur wir etwas machen, ändert sich nichts" ist zudem weder besonders originell, noch intelligent und führt in letzter Konsequenz jede Politik ad absurdum. Ja, liebes hoschpech, es ist nun mal kompliziert auf Erden und nicht jede Aktivität führt immer und direkt ans Ziel, dennoch muss immer einer anfangen.

Antwort von Tankwart (23.06.2017 10:17)

Leider versuchen die Ideologen, massiv Ihre Meinung durchzusetzen. Zu Lasten der Umwelt.

Das erinnert mich an den unsäglichen Kraftstoff E10.

Die Grünen drücken ihn durch. Und in den Entwicklungsländern werden wertvolle Wälder abgeholzt, um Palmöl anzubauen.

Im Odenwald werden Wald und Flur zerstört, vom Landschaftsbild ganz zu schweigen, damit diejenigen, die verkehrt in die Einbahnstraße fahren, ihre Auffassungen durchdrücken.

Antwort von Jens Thomson (24.06.2017 08:48)

@hoschpes
Wenn Sie der Meinung sind, dass der einzelne nichts machen soll und alles so weitergehen muss wie bisher, weil es keine Auswirkungen hat, dann täuschen Sie sich. Wenn natürlich jeder so denken würde wie Sie, dann hätten Sie recht. Aber die junge Generation legt die Hände nicht in den Schoß, sie handelt. Denn sie möchte auf dieser Erde noch eine Weile atmen, essen und sauberes Wasser trinken.

Zu dem Punkt - wenn wir was machen, hilft das nicht - sage ich: Deutschland ist ein winziger "Muckeschiss" auf dem Globus.
Trotzdem sind wir eine der führenden Wirtschafts- und politischen Mächte unter 280 teils viel riesigeren Ländern auf der Welt.
Jeder einzelne, der hier in Deutschland was macht, beeinfusst tatsächlich die Welt nicht unerheblich.
Sehr viele Länder schauen sehr genau auf das, was wir hier machen. Und nicht wenige machen es nach. Sogar China, das momentan die meisten Windräder baut, weil die Menschen dort massive Probleme mit der Umweltverschmutzung haben.

@Tankwart
Da momentan zwischen 60% (kein Windrad in Sichtweite) und 80% (Windrad in Sichtweite) der Einwohner Deutschlands für die ökologische Stromerzeugung durch Wind sind, können es nicht nur die Grünen sein die dafür sind, denn die Grünen haben momentan bundesweit nur 8 % der Wähler hinter sich. Es müssen also auch große Teile der Wähler der anderen Parteien für Windräder sein.

Vorschlag: Es wäre toll, statt sich über die Mini-Bio-Anteile in Raffinerieprodukten wie E10 aufzuregen, lieber mit dem Fahrrad zu fahren und die Umwelt nicht zu verpesten.

Antwort von Eberbacher (29.06.2017 13:01)

@ Herr Thomson

aus Ihren Beiträgen trieft Besserwisserei. Aber haben Sie sich schon einmal gefragt, weshalb ein eine nicht unwesentliche Anzahl Eberbacher Bürger weiterhin in Eberbach wohnt obwohl sie in Heidelberg oder Mannheim arbeitet? Ich gehöre zu dieser Gruppe und nehme die lange Fahrstrecke wegen des schönen Odenwalds und des großen Freizeit und Erholungsfaktors auf mich. Wenn ich aber demnächst heulende Windräder in Sichtnähe habe, wird es sich mit dem Erholungsfaktor erledigt haben. Wollen Sie diesen Personenkreis aus Eberbach vertreiben? Soll der Altersdurchschnitt in Eberbach noch höher werden?

Im Übrigen gab es vor knapp 20 Jahren in Eberbach schon einmal eine ähnliche Diskussion. Damals wollte die Fa. Fruchtsaft Emig ihr Firmengelände vergrößern und auf dem Gelände, auf dem jetzt, das THW Gebäude steht, weitere Produktions- und Lagerräume bauen. Mit dem Begründung "Umweltschutz" hat dies der damalige Gemeinderat jedoch verweigert. Als Konsequenz ist die Firma dann nach Waibstadt umgezogen ist. Viele Mitarbeiter, insbesondere Frauen, die keine Fahrtmöglichkeit nach Waibstadt hatten bzw. Kinder im schulpflichtigen Alter hatten, haben damals ihren Arbeitsplatz verloren. Knapp 20 Jahre später ist Umweltschutz plötzlich kein Problem mehr und die THW darf auf dem selben Gelände bauen.

Sie sind jung und haben Träume. Das sei Ihnen gegönnt. Aber hören Sie bitte endlich auf, andere belehren Sie wollen, wie und und in was für einer Umwelt sie zu leben haben. Danke!

Antwort von pomestje (30.06.2017 09:14)

@Eberbacher: Das bedeutet also, sie leben hier im Paradies mit Erholungsfaktor. Und damit dies funktioniert, dürfen andere neben AKW´s oder Kohlekraftwerken leben?
Ich halte das für ein wenig Egoistisch.

Antwort von Eberbacher2 (30.06.2017 10:23)

Hallo ich bin zb. letzt von Waibstadt Richtung Epfenbach gefahren. Da konnte man in der Ferne die Windräder von Grein sehen. da hat sich letztendlich nur eins gedreht von dem ganze Windpark. Da frage ich mich warum die anderen abgeschaltet waren. Ich vermute wegen Überkapazität im Netz. Warum sollen wir dann noch welche auf den Hebert stellen wenn die schon in Grein nicht alle laufen. Das wir dann 5 Stück aufstellen und eins dreht sich dann nur währe eine Schande.
Warum schaltet man nicht alle Wasserkraftwerke im Neckar auf Höchstleistung? Da sind auch noch Kapazitäten frei. Ergibt für mich auch kein Sinn.
Desweiteren stellt man sich ja vor das wir in Eberbach die besten Windräder bekommen, mit Löschanlage usw. Bei den Windrädern gibt es sicher ein großen Preisunterschied. Da wird es ausgehen wir aüßern unsere Wünsche und dann kommt der Investor, stellt fest zu teuer. Rotstift wird angesetzt und wir bekommen nur die Grundausstattung. Letztendlich entscheidet das Geld.
Mir kann keiner weiß machen das ein Investor das erfüllt was wir uns wünschen. Nach dem Motto "Wir sind nicht bei Wünsch dir was sondern bei so ist es".
Ich habe da meine Zweifel ob wir da so ein großen Einfluß haben.

Antwort von Lupus (30.06.2017 15:18)

@Eberbacher: Nur mal zum Thema Altersschnitt: Ich habe mit meinen 24 Jahren sicher nichts dagegen, ein paar Windräder in Sichtweite zu haben. Z.B. besonders beim Sonnenuntergang ist das ein richtig schönes Bild, finde ich. Was mich persönlich bei der Naherholung deutlich mehr stört sind die grünen Plakate an allen möglichen Häusern und selbst außerhalb der Bebauungsgrenze an Holzpflöcken (nach Schwanheim hoch).
Also, alles Geschmackssache. Es steht Ihnen natürlich frei, das für sich persönlich anders zu sehen.

P.S. @Tankwart zu E10: Lesen Sie mal in der "Verordnung über Anforderungen an eine nachhaltige Herstellung von Biokraftstoffen" nach, was da gesetzlich zum Thema "Abholzung von wertvollen Wäldern" steht, das ist sicher erhellend.

Antwort von @mund (30.06.2017 19:39)

Als ich heute Morgen die RNZ den nachfolgenden Bericht gelesen habe - Gemeinderat gegen Christbaumkultur Eberbach. (by) Keine Zustimmung gab es vom Eberbacher Gemeinderat für die Anlage einer Weihnachtsbaumkultur auf den Gewannen „Häsenäcker“ und „Hardtacker“. Eine solche Anlage widerspräche dem Landschaftscharakter. - Dachte ich zuerst ich bin im falschen Film, die Windräder auf dem Hebert passen in den Landschaftscharakter und die Christbäume in Dielbach nicht!!! Oder ist das ein Aprilscherz.

Antwort von Jens Thomson (01.07.2017 12:54)

@eberbacher2

Die Windräder werden wegen Überproduktion in Norddeutschland abgeschaltet. Dort gibt es sehr viel Windstrom und sehr wenige Menschen. Hier hingegen gibt es keine Überproduktion, da es wenige Windräder und sehr viele Menschen, Industrie, Gewerbe etc. gibt.

Warum drehen sich nicht immer alle Windräder? Dafür gibt es viele Gründe, u. a.:
Wenn unten kein Wind weht, kann es sein, dass nur 1-3 Windräder sich drehen, weil oben gerade ein so geringes "Lüftchen" weht, dass es nur für ein in dieser Windrichtung optimal angeordnetes Schwachwindrad gerade so reicht, sich zu drehen und es für die anderen gerade so nicht reicht. Das ist sehr gut so!
In Norddeutschland wird z.B. bei so einem "Lüftchen" noch überhaupt kein Strom erzeugt.


Der Strom aus Windrädern im bevölkerungsreichen Süden wird immer sofort verbraucht, weder müssen hier Windräder wegen Überproduktion abgestellt werden wie in Norddeutschland (mit den bekannten Verbrauchs- und Transportproblemen zu den Bürgern), noch muss hier der Strom gespeichert werden (hier: sofortiger Verbrauch).

Es gibt viele kleine Unterschiede und auch viele große Unterschiede
1.) zwischen den Windrädern in Norddeutschland und den Windrädern hier für den Hebert
2.) zwischen den älteren oder sogar 20 Jahre alten Windrädern und für den Hebert sinnvollen neuen modernen geeigneten Windrädern.
Bitte die ca. 50 verschiedenen Windradtypen/-ausführungen nicht miteinander verwechseln.


Wir sind in Eberbach für 5 sinnvolle, moderne Bürgerwindräder auf dem Hebert.

Damit tragen wir in Eberbach einen Anteil dazu bei, dass hier die nächste Generation eine Chance hat, frische ungiftige Luft zu atmen und sauberes unverseuchtes Wasser zu trinken.

Antwort von Eagles (02.07.2017 11:30)

@Herrn Thomson

Ich komme mir langsam vor, wie bei Hütchenspielern im Frankfurter Bahnhofsviertel... Eins, Zwei, Drei wo Kugel?! Ähnlich läuft es doch hier auch! Es liegen ganz eindeutige Artenschutzgutachten vor, welche besagen, dass am Hebert eine einmalige Vogelwelt beheimatet ist... Verschiedene Eulenarten, Fledermausarten, Rotmilan, abgesehen davon sind mir persönlich mindestens zwei Kolkrabenbrutpaare bekannt. Mit der Errichtung dieses Windparks ist das hinfällig... ach und ganz nebenbei erwähnt, wenn ein Windpark gebaut wird und genau diese Diskussionen über Artenschutz beginnen, dann verschwinden meist, wie durch Zauberhand sämtliche Nester von Schwarzstörchen, hierzu verweise ich auf die Recherchen, des bekannten Tierfilmers Andreas Kieling.
Sie haben ebenfalls behauptet, dass für den gesamten Eberbacher Windpark, lediglich 1,5ha Wald weichen müssten... Sie und Ihre Initiative verhalten, sich hier wie die oben genannten Hütchenspieler... man fixiert sich auf das Hütchen, unter welchen die Kugel sein müsste, aber dort ist sie nicht. In Wahrheit sind dies sehr wahrscheinlich 1ha Wald/Windrad!
Kommen wir zum Thema Finanzierung... Sie sprechen von Bürgerwindrädern. Daran glauben Sie doch selbst nicht. Wie war es damals bei der Firma econ?! Die Stadtwerke mussten sich daran beteiligen und dann kurz vor Ende der Amtszeit des ehemaligen Bürgermeisters, wurde die Firma econ leise, still und heimlich vollständig von den Stadtwerken übernommen. Es ist zu befürchten, dass dies hier genauso passiert... Ich jedenfalls bin gegen die Windräder, aber wenn Windräder, dann nur durch einen Großkonzern, wie die MVV oder eon, welche auch so etwas stemmen können können und nicht durch eine Handvoll grüner Idealisten, die meinen sich ein Denkmal setzen zu müssen und das zu Lasten der Natur.

Antwort von Uhu (02.07.2017 12:53)

Windräder auf dem Hebert ist so ähnlich wie Atomstrom in den Siebzigern. Die Politiker wollen die Bürger für dumm verkaufen und sie einschüchtern. Sie vermitteln nur das was ihnen nützt und helfen nur denen die das große Geld verdienen. Windräder müssen nun massenhaft aufgestellt werden damit die Entscheidungsträger (auch Politiker) ihren Profit damit machen können, hierfür sind alle Mittel recht. Schlimmer noch: Irgendwann werden die Dinger nicht mehr gebraucht oder sind altersschwach, dann werden sie auf Kosten der Steuerzahler entsorgt. Wie sagte doch schon Hans Filbinger am 27.02.1975 in seiner Regierungserklärung: "Ohne das Atomkraftwerk Wyhl werden zum Ende des Jahrzehnts in Baden- Württemberg die Lichter ausgehen". Gott sei Dank hatter er aber auch so etwas von unrecht. Ja, der Wind dreht sich!

Antwort von Keiler (02.07.2017 14:13)

Lieber Herr Thomson, verschonen Sie die Eberbacher mit Ihrer Windenergieidelogie. Eberbach hat die letzten 800 Jahre keine Windenergie gebraucht. Das brauchen wir hier in der Gegend auch zukünftig nicht. Welchen Unterschied machen 5 Windräder im Odenwald wenn direkt an unserer Grenze in Frankreich oder Belgien weiterhin zig marode Atomkraftwerke betrieben bzw sogar welche neu gbeaut werden? Keinen!

Antwort von @mund (03.07.2017 10:38)

zu @Eberbach 2 "Sauberes Trinkwasser" - Für sicheren Brandschutz im Brandfall benötige man 800 Liter pro Minute, das sei mit Tanklöschfahrzeugen nicht erreichbar, (keine Wasserstelle in der Nähe) erklärten die Kreisbrandmeister verschiedener Feuerwehren. Bislang weigerten sich die jeweiligen Projektierer, ausreichend Löschreservoirs anzulegen, er werden daher von vielen BIs automatische Löschanlagen für ca. 200 000 Euro pro Windrad gefordert. Pro Anlage können 2000 bis 3000 Liter Öl brennen, dazu kommen Fett- und Kühlstoffe, im Brandfall was schon über 200 mal vorkam können die Getriebe mit den Ölen abstürzen, zerbersten und das Grundwasser verseuchen dann ist es mit sauberem Trinkwasser vorbei.

Antwort von Schlicksupp (03.07.2017 10:53)

Hallo Keiler,
mit dem Argument "Das haben wir die letzten 800 Jahre nicht gebraucht" kannst Du gleich den Strom abstellen, die Erdöl-Raffinerie einstellen, und zurück in den Wald gehen in eine Höhle, wo Feuer gemacht wird.

Antwort von Windstille (03.07.2017 13:14)

Mich würde mal interessieren, ob die Befürworter eigentlich noch selbst an das glauben was sie hier von sich geben oder sich einfach nicht eingestehen wollen, dass sie falsch lagen/liegen.

Hierzu sei gesagt: Es ist nicht schlimm, zuzugeben, dass man falsch lag. Schlimm ist, wenn man aus falschem Ehrgefühl heraus Fehler nicht eingesteht. Noch ist es nicht zu spät.

Ein Bürgerentscheid für Eberbach wäre mehr als angebracht, da ich denke, dass sich seit der letzten Bürgerbefragung die Meinungen sehr gewandelt haben.

Antwort von Andreas Persch (03.07.2017 22:21)

@Windstille: Ja, ich zumindest glaube fest daran, das die Idee, die wir von der IWE verfolgen, sinnvoll und gut für Eberbach ist. Auch insbesondere deshalb, weil sich das Gros der Gegenargumente bei genauerem Hinsehen in spekultatives Nichts auflöst. Wenn Sie einen Bürgerentscheid möchten, dann versuchen Sie doch eine entsprechende Mehrheit für ein solches Verfahren zu bekommen. Es steht Ihnen frei das zu tun. Beste Grüße, Andreas Persch

Antwort von Windstille (04.07.2017 11:52)

@ Andreas Persch: Zunächst vielen Dank für Ihre Antwort. Ich kann nur nicht ganz nachvollziehen, welche Gegenargumente Sie meinen, die sich in Luft aufgelöst haben sollen. Mir ist kein einziges bekannt.
Verschandelung und Zerstörung des Lebensraumes von Tier und Mensch, Risiken für das Grundwasser, Infraschall, zu wenig Wind, keine Speichermöglichkeit, im Winter Gefahr durch Eisschlag, Profitgier der Betreiber, .....
Alles wie gehabt.

An alle Befürworter eine Bitte: Gehen Sie bei nächster Gelegenheit mit Ihren Familien auf dem Hebert spazieren. Es gibt hier wunderschöne Wege. Nehmen Sie sich Zeit und schauen Sie sich an, was Sie opfern wollen.

Antwort von Andreas Persch (04.07.2017 14:52)

@Windstille: Ich habe offensichtliche ein andere Sicht auf die "Gegenargumente". Das jetzt im Einzelnen auseinander zu pflücken, das ist in dieser Diskussion bereits zur Genüge passiert.

Aber auch ich gehe gerne spazieren und sehe - und das gilt nicht nur für den Hebert, sondern für eine großen Teil des Eberbachers Forsts - einen durchaus wertvollen Kulturwald, der vor 30-60 Jahren gepflanzt wurde, ganz offensichtlich mit dem Ziel, dass er irgendwann mal gefällt wird und entweder ein paar Eberbachern im Winter das Häuschen heizt oder durch Stammholzverkauf seinen Beitrag zur Finanzierung der hoheitlichen Aufgaben der Stadt beiträgt.

Wenn man nun davon ein kleines Stück nimmt, dann ist der Verlust für diese Kulturlanschaft nicht sonderlich hoch, der Gewinn den diese umgewandelte Fläche aber für die Gemeinschaft bringt, relativ gesehen um so höher.

Viele Grüße

Andreas Persch

Antwort von auch mal was (06.07.2017 09:32)

Hallo, ich verfolge diese diskussionen schon eine ganze Weile und nicht nur hier im Channel.
Ich selbst bin mir nicht sicher ob ich solche Windräder haben will oder nicht.
Nur möchte an ALLE mal zum NAchdenken anregen:
Jeder der abends nach Hause kommt möchte auf den Lichtschalter drücken und freut sich das es hell wird. Jeder freut sich, dass das Essen auf dem Herd kocht. Jeder ist froh über die kleinen angenehmen elektrischen helferlein...
Aber ein Atomkraftwerk ist aus meiner sicht unverantwortlich auch gegenüber unserer Nachkommen, da die entsorgen des Mülls immer noch nicht endgelöst ist.
Nur ob ein Windrad in unserer Region eine Lösung ist????
Mir kommt es ehrlich gesagt genauso vor wie wenn einer auf die Idee käme eine Gezeitenstromanlage in den Neckar zu bauen....

Antwort von Windstille (06.07.2017 15:20)

Theoretisch gesehen und zum Nachdenken und Nachrechnen:

Baden-Württemberg hatte 2014 einen Strombedarf von ca. 74 TWh (Terawattstunden).
Das sind 74.000 GWh (Gigawattstunden) = 74.000.000 MWh (Megawattstunden)

Eine Windenergieanlage hat eine Leistung ca. 3 MWh

Gehen wir bei sehr guten bzw. fast schon traumhaften Bedingungen von 3000 Volllaststunden aus, kommen wir je Anlage auf 9000 MWh pro Jahr.

(3000 Volllaststunden bedeutet, dass jede Anlage etwas über 8 Stunden pro Tag die maximale Leistung erzeugt. Es handelt sich also um einen Durchschnittswert)

74.000.000 MWh : 9000 = 8222 Windräder benötigen wir also, um den Bedarf in Baden-Württemberg zu decken.

Stellen wir 5 Anlagen zu einem kleinen Windpark nebeneinander (8222 : 5), haben wir 1645 Windparks.

Die Fläche von Baden-Württemberg beträgt 35.751 Km ².

35.751 : 1645 = 21,73 Km ² pro Windpark

Wurzel aus 21,73 Km ² = 4,66 Km.

Jeder Windpark ist dann 4,66 km auf 4,66 km groß. Es gibt also kaum noch eine Fläche in Baden-Württemberg ohne Windkraftanlage.

Tolle Aussichten. So funktioniert die Energiewende definitiv nicht.

Antwort von Holzer (07.07.2017 06:50)

Schon allein der Begriff Bürgerwindräder ist für mich Demagogie. Sie gehören nämlich nicht den Bürgern, sondern einigen wenigen, die es sich leisten können.

Hier wird vielmehr der Bürgerwald zerstört, der uns allen gehört.

Das Paradoxe an der ganzen Sache ist, dass den Ertrag der wenigen Miteigentümer der Windräder alle Bürger über extrem hohe Energiezuschläge zahlen müssen. Wo sollte denn sonst der Gewinn herkommen?

Es wird Zeit, dass die Ideologen aus den Parlamenten in Stadt, Land und Bund fliegen.
Dann können sie im übertragenen und tatsächlichen Sinne weiterhin auf ihren abgasfreien Fahrrädern gegen die Einbahnstraßen fahren.

Antwort von Jens Thomson (08.07.2017 07:19)

@ Windstille
Wir wollen nicht jede einzelne kWh Strom in ganz BW mit Windrädern erzeugen.
In Eberbach gibt es bereits Laufwasserkraftwerke, Photovoltaik, Blockheizkraftwerke, ...

Windräder sind die ideale, zukunftsträchtige, regenerative Ergänzung zu diesen Stromerzeugern speziell in Eberbach, würden zu 100%iger nachhaltiger regenerativer Stromerzeugung führen ... und werden sicher nicht zur Abschaltung auch sämtlicher bereits bestehnder regenerativer Stromerzeuger führen.

PS: Die Leistung wird in MW gemessen und nicht in MWh

@ Holzer
Wer möchte, kann sich an Windrädern beteiligen. Ein möglicher Betrag wären 2000 Euro, die man so gewinnbringender als bei jeder Bank anlegen könnte.
Dass nicht jeder mitmachen kann, ist leider so. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Wir wollen nicht, dass 20 oder gar 50 Windräder gebaut werden.

Aber: Wenn es keine (nur 5!) Bürgerwindräder werden, kann niemand aus Eberbach und Umgebung mitmachen.
Die Gewinne für die dann 9 Windräder verschwinden komplett aus Eberbach und Umgebung.
Zudem sind die Windräder dann näher an den Häusern.

Antwort von hoschpes (08.07.2017 09:58)

@Herrn Thomson
Zitat: "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst" - Soll das heißen, die Eberbacher vermögende Bürgerschaft scharrt schon mit den Hufen, um ihr Geld anzulegen? Der Investitionsbedarf für 5 Windräder wird Richtung 30 Mill. EUR gehen. In aller Regel finanzieren Banken mit Krediten bis max. 50%. Restl. 15 Millionen EURO "Eigenkapital" durch Bürger. Jetzt gibt es in Eberbach sicher ein paar Millionärshaushalte, die den einen oder anderen Hunderttausender als Spielgeld übrig hat. Sagen wir mal 12 Millionen bleiben für "Kleinanleger" à 2000 EUR übrig. Rein rechnerisch 6000 Eberbacher, die sich einen Anteilschein kaufen, sprich die Hälfte der Einwohner. - Kein weiterer Kommentar.

Antwort von Yellow (08.07.2017 17:23)

@Thomson

Das war nun der Werbeblock!
Und wo ist der Anlageprospekt abzuholen, wegen der evtl , späteren Haftungsansprüche falls Ihre Gewinnzusagen nicht eintreffen?

Antwort von Windstille (11.07.2017 16:18)

Sehr geehrter Herr Thomson,
können Sie mir als Fachmann bitte erklären, wo hier mein Rechen- bzw Denkfehler steckt ?

Der Windpark Großer Wald bei Buchen lieferte im Jahr 2016 33.064.847 KWh Strom.

33.064.847 geteilt durch 365 Tage = ca. 90.589 KWh pro Tag

90.589 KWh geteilt durch 24 Stunden = ca. 3775 KWh

3775 KWh geteilt durch 5 Anlagen die dort stehen = 755 KWh je Anlage

Wenn man hier von 3,2 MW-Anlagen (3200 KW) spricht, aber nur 755 KW je Stunde produziert werden, bedeutet dies dann, dass die Anlagen zu 23,6 % ausgelastet sind ?

Antwort von Jens Thomson (11.07.2017 16:50)

@hoschpes
Ich weiß nicht, mit wieviel Geld sich diejenigen Familien beteiligen werden, die die ungiftige, ökologische, regenerative, einzig zukunftsträchtige Stromerzeugung durch Wind befürworten.
Immerhin könnte Eberbach so eine der wenigen Städte werden, die zu 100 % mit regenerativem Strom dezentral selbst versorgt ist.
Es gibt vielleicht auch einige Menschen, denen der ökologische Gedanke der Windenergie egal ist, Hauptsache sie können ihr Geld gewinnbringender als bei Banken anlegen.
Ich jedenfalls halte es für eine sinnvolle, weil ökologische Investition. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.
Zur Finanzierung gäbe es einiges richtigzustellen.
Einer der Punkte ist der:
Wenn es hier in Eberbach vergleichbar wie in Buchen gemacht wird, erhalten bevorzugt zunächst die Einwohner Eberbachs und der umliegenden Gemeinden die Möglichkeit, sich am Bürgerwindpark zu beteiligen. Wenn dann noch Beteilgungsmöglichkeiten übrig wären, könnten sich im "Zwiebelscheibensystem" auch noch Einwohner aus weiter entfernten Orten beteiligen usw.

Diese Vorgehensweise halte ich persönlich für die gerechteste, fairste und beste.

Aber das ist alles rein theoretisch, denn wenn die von uns befürworteten 5 Bürgerwindräder verhindert werden, kann sich niemand beteiligen und die Gewinne des Windparks gehen an Großindustrieenergieerzeuger außerhalb des Odenwalds. Dann gibt es bestenfalls eine "Bürgerbeteiligung" mit Mini-Erträgen, die Gewinne bleiben woanders.

Dies halte ich für nicht so gut, wie einen reinen Bürgerwindpark, bei dem alle Gewinne an die Bürger und die Einwohner Eberbachs und der beteiligten Kommunen gehen, direkt oder indirekt.

Antwort von hoschpes (12.07.2017 10:21)

@Herrn Thomson
Das heißt: je größer der "Zwiebelring" um Eberbach wird, desto geringer ist der Ausdruck (Eberbacher) Bürgerwindpark gerechtfertigt und es wird zu einem (von irgendwoher) Investoren/Spekulationswindpark. - Das Vorhaben, so ein Projekt nur mit Eberbacher Geld zu stemmen ist illusorisch. Warum dann noch die irreführende Werbung mit dem Ausdruck "Bürgerwindpark"? Das erinnert an "Kalbsleberwurst", in der (vom Gesetzgeber erlaubt) nur ein Minimum Kalbsleber drinnen ist.

Antwort von Windstille (12.07.2017 13:37)

Sehr geehrter Herr Thomson,
gestatten Sie mir zwei Bemerkungen zu Ihrem Beitrag vom 11.07.2017.
Das Wort "Ungiftig" gilt für Anlagen mit Synchrongeneratoren und Permanentmagneten allerdings nur für den laufenden Betrieb. Arbeiter in chinesischen Neodym- oder Dysprosium-Minen, sehen dies sicher etwas anders als Sie. Weiterhin ist in Ihrem Beitrag nur von Gewinnen die Rede. Zu beachten ist, dass der spätere Rückbau gesetzlich geregelt richtigerweise zu Lasten der Eigentümer geht. So viel dazu.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Ich bin ohne Frage ganz bei Ihnen, wenn es darum geht, eine Veränderung bzgl. unserer Energieversorgung bzw. unseres Energieverhaltens herbeizuführen. Die Stromenergie aus Windkraft ist aber meiner Meinung nach der falsche Weg und schon im Ansatz zum Scheitern verurteilt, da, nach derzeitigem Stand, immer konventionelle Backup-System (Kohle,Gas,Nuklear) benötigt werden.
Daher müsste der erste Ansatz eine 180 Grad-Wende zu unserem Energieverbrauch sein. Es wird sonst keine auch nur annähernd vernünftige Lösung für unser aller Problem geben.
Da der zivilisierte Mensch aber nach immer mehr, höher, schneller und weiter strebt, ohne Rücksicht auf Verluste, können wir hier noch so viel hin und her diskutieren. Die Geschichte lehrt uns - die Groschen fallen immer erst, wenn es zu spät ist.

Antwort von Jens Thomson (17.07.2017 09:29)

@hoschpes
Damit möglichst nur Menschen aus der direkten Umgebung profitieren, deswegen sind wir ja für einen reinen Bürgerwindpark mit nur 5 Windrädern (zudem alle 5 auf städtischem Boden, nicht nur 4 auf städtischen Boden und zusätzlich noch 5 auf Boden des Forst BW).
5 Windräder produzieren eine für den Raum Eberbach sinnvolle Energiemenge und und bedeuten eine sinnvolle Investitionshöhe, sodass die Windräder als reiner Bürgerwindpark von Eberbacher, Schönbrunner, .... Bürgern finanziert und die Gewinne direkt nur an die Region gehen:
1.) An die beteiligten Familien
2.) An die Stadt Eberbach und somit an alle Bürger. (zudem 25% mehr Pacht- ... Einnahmen bei 5 WR auf städtischem Boden).
z.B. von einem neuen Hallenbad würden auch die Bürger im Umkreis profitieren

@Windstille
Es gibt Windräder mit Synchronmotoren. Das dort enthaltene Neodym etc. kann relativ einfach recycled und in Zukunft immer weiter verwendet werden (z.B. beim Neodym in Handys ist das weitaus schwieriger).

Es gibt aber immer häufiger neue Windräder mit Asynchronmotoren. Für diese Motoren wird das Neodym nicht benötigt.

PS: Natürlich sparen wir alle längst Strom. Und versuchen es täglich immer besser zu machen.
Aber wenn bald alle Autohersteller vom hochgiftigen Verbrennungsmotor weggehen, (u.a. um uns und alle Bäume im Odenwald vor Vergiftung zu retten), werden wir zumindest für die nächsten 20 Jahre mehr Strom und somit vorzugsweise dezentral erzeugten regenerativen Strom benötigen.

Wenn sich bis dahin eine bessere Technik etabliert hat, werden die heute neuen Windräder komplett wieder entfernt.
Wir haben somit für eine Übergangszeit einen wichtigen Beitrag zur Entgiftung der Natur und der nächsten Generation beigetragen.

Antwort von Rebian (18.07.2017 07:27)

Windkraftgegner wie -befürworter

Ihr NERVT Beide mit euren ständigen Kommentaren.

Keiner geht auf den anderen zu.
Das Beste wäre: Beide Parteien in einen schalldichten Raum einschließen und dann dürfen sie erst wieder herauskommen, wenn eine Einigung erzielt wurde.
Beide Lager haben Profilneurotiker und welche die sich gerne Reden hören. Wobei die Windkraftgegner hier für mich das größere Übel sind. Eure Aussagen werden auch nicht richtiger und wenn ihr sie noch hundertmal wiederholt.

Antwort von hoschpes (18.07.2017 12:28)

@Rebian
Die Lösung für Sie: Einfach auf "Forumsübersicht" gehen und den Thread "Der Wind dreht sich" einfach NICHT (!) anklicken. Ich hoffe, ich konnte helfen.

Antwort von Rebian (19.07.2017 07:11)

Es ist ja nicht nur hier im Forum, sondern auch Stände in der Stadt, irgendwelche komischen Fähnchen an den Häusern und die permanente Meinung der jeden darüber aufklären zu müssen. Es nervt einfach nur. Die meisten Bürger haben sich eh schon auf eine Position festgelegt oder sie interessieren die Argumente der anderen nicht. Gut festzustellen an der überflüssigen Veranstaltung der CDU zum Thema Windkraft. Laber, laber, laber aber nix Neues.

Antwort von Nachfrager (19.07.2017 19:22)

Warum antwortet eigentlich niemand auf die Frage vom 14.06., ob die Darstellung der sichtbaren Windräder so wie im Flyer der Gegner wirklich so "grausam" aussieht oder übertrieben publiziert wurde ? Es müsste doch "ein Genuss" sein hier zu punkten. Wer hat recht ?

Antwort von Lupus (19.07.2017 22:36)

@Rebian: Stimme Ihnen zu. Nix neues seit langer Zeit - außer noch mehr Plakate. Aber Sie wissen ja - mancher Leute Hobby ist die mit der anderen Meinung möglichst gut zu übertönen - ob visuell, schriftlich oder verbal.

Antwort von SoSo (26.07.2017 16:29)

@ Rebian - Wenn Sie sich sowohl von den Windkraftbefürwortern als auch von den Windkraftgegnern belästigt fühlen, dann ist das natürlich sehr schlimm. Es ist aber nun mal so, dass es viele Leute gibt, denen das, was um sie herum passiert, eben nicht am A.... vorbei geht und sie nicht alles einfach hinnehmen wollen was ihnen diktiert wird. Aber jeder so wie er will und kann.

@ Nachfrager - Wenn Sie meinen, dass es den Windkraftbefürwortern oder Windkraftgegnern nur darum geht zu punkten, dann haben Sie ebenso wenig begriffen um was es eigentlich geht.

Antwort von Rebian (28.07.2017 09:31)

@soso
Was berechtigt Sie zu der unqualifizierten Aussage, mir würde das Geschehen um mich herum am Allerwertesten vorbeigehen?
Wer lesen und auch nachdenken kann ist hier eindeutig im Vorteil. Ich muss nicht jede Aussage zigmal hören, damit ich mir ein Bild machen kann. Es mag vielleicht Leute geben, die etwas zehnmal hören müssen, bis sie es verstehen. Die Mehrheit der Bürger und ich gehören definitiv nicht dazu und werden trotzdem mit einer Aufdringlichkeit belabert, die eher kontraproduktiv ist.
Erinnern Sie sich noch an den Melitta Mann? Am Anfang hat er den Kaffeeumsatz von Melitta um ca. 30% nach oben gebracht und (fast) jeder fand ihn witzig und gut. Zum Schluss haben die Meisten die Augen verdreht, wenn er im Fernsehen zu sehen war. Genauso ist es hier mit der Windkraft. Veranstaltungen ja und wichtig, aber diese Unverfrorenheit mit den Flyern und es bei jeder Gelegenheit hinauszuposaunen wie schädlich Windkraft ist, grenzt für mich schon an Körperverletzung und die Befürworter sind auch nicht viel besser, nur etwas leiser in Ihrer Werbung.
Herr Th..., Herr Ha.., Frau und Herr Ku... mögen mich doch bitte mit ihren manipulativen Weisheiten verschonen, denn Neues hat keiner von denen zu berichten, nur Wiederholungen von schon xmal gesagtem.

Antwort von hoschpes (30.07.2017 14:37)

Nach diesem Bericht nach zu urteilen, war das ganze Theater um "Bürgerwindpark" pillepalle. http://ebch.de/art_ausgabe.php?id=36731 - Aber mit dem Argument "Bürgerwindpark" wurde kräftig in der Bürgerbefragung vor zwei Jahren geworben.Demnach wäre es angebracht, eine neue Befragung zu machen, zumal sich die Sensibilität bei diesem Thema in der Bevölkerung erhöht hat.

Antwort von Nachfrager (30.07.2017 16:35)

an Soso
Vielen Dank für Ihre Belehrung, die von hoher Kompetenz zeugt. Ich wäre sonst etwas dümmer gestorben. Sie haben allerdings nicht den Kern der Frage erkannt. Es ist doch mindestens genauso wichtig, wie die Sicht auf die Dinger von der Stadt aus ist, als wenn dort am Standort der "Maikäfer brütet". Immerhin hat jetzt in der EZ einer Stellung genommen und die Darstellung im Flyer als weit überhöht bezeichnet. Und genau darum gehts. Alternative Fakten oder nicht, ist ja gerade sehr aktuell.

Antwort von @mund (31.07.2017 16:40)

Wie im Eb. Channel am 30.07.17 berichtet wurde, ich zitiere wörtlich -Die AGL beantragte in der Beratung unter anderem, bei der Bewerberauswahl mehr Gewicht auf Windradfinanzierung durch Bürger (“Bürgerwindrad” oder “Bürgerwindpark”) zu legen, was aber mehrheitlich abgelehnt wurde. Bin ich der Meinung nachdem Herr Reichert und die Stadt Eberbach nach der Letzten Sitzung nun Großinvestoren sucht die alles aus einer Hand erledigen(Internationale Ausschreibung) sollten wir hier auch zur Tagesordnung übergehen und den Begriff 5 Bürgerwindräder von Eberbach Bürgern beerdigen. Da die Stadt nicht die vom IWE geforderte 5 Bürgerwindräder will sondern den ganzen Hebert als Industriewindpark vermarkten will um damit die Einnahmen der Stadt um das 3 bis 4 Fache zu steigern. Wer weiterhin an das Märchen mit den 5 Windmühlen auf dem Hebert glaut, der soll weiter träumen.

Antwort von Windig (01.08.2017 12:45)

Dann können wir alle ja noch hoffen, dass sich kein Investor von diesem "windigen" Angebot anlocken lässt und unseren Hebert waldig und tierisch artenreich belässt!

Antwort von Sonnenkönig (01.08.2017 16:56)


Es ist in diesem Land doch immer das Gleiche, Strom möchte jeder soviel wie möglich haben, aber bitte keine Stromerzeugung aus Windenergie vor der eigenen Haustür!!! Wollt ihr noch mehr Atommüll in Deutschland haben? Und wie gesund ist denn unsere Atem- Luft durch Kohleverbrennung und "saubere" Dieselfahrzeuge??? Wie soll die Umstellung auf Elektroantrieb zukünftig erfolgen?
Fragen über Fragen.......

Antwort von Jens Thomson (03.08.2017 09:33)

@mund
Korrekt dargestellt, bis auf eines:
Die Einnahmen der Stadt werden durch einen kleinen Bürgerwindpark mit nur 5 Windrädern signifikant viel höher sein, als durch einen Industriewindpark mit 9 oder mehr Windrädern.
Warum das so ist, ist in Eberbach bekannt.

hoschpes:
Bei der Bürgerbefragung waren 9 Industrie-Windräder geplant und befürwortet.

Die Bürgerinitiative IWE, die aus Eberbachern besteht, befürwortet aber nur 5 und zwar sinnvolle Bürgerwindräder.
Leider will das die Mehrheit des Gemeinderats nicht. Und der GR ist in einer Stadt eben der Entscheidungsträger, da kommen auch wir nicht daran vorbei.

PS: Viele verstehen noch nicht den entscheidenden Unterschied zwischen
"Bürgerbeteiligung an einem Windpark" (= Großenergieindustrie bietet ein paar Alibi-Almosen für Bürger und nimmt die Gewinne selbst mit) und
"Bürgerwindpark" (= alle Gewinne gehen komplett an Bürger und Stadt).
Hoffentlich ist es für uns Eberbacher und Umkreis noch nicht zu spät.

Antwort von Buerger (10.08.2017 00:08)

Ich bin ja mal auf den belastbaren und bewertbaren Informationsinhalt der Broschüren für so einen Bürgerwindpark gespannt. Und auf sie Sicherheiten für die Investoren. Bis dato waren solche Modelle immer kritisch.

Spannende Frage: Jetzt ist auf einmal der Gemeinderat der Entscheider? Warum diskutieren wir dann die ganze Zeit hier? Ist schon komisch, - beeinflussen wir hier die öffentliche Meinung oder setzen wir uns tatsächlich mit dem Thema auseinander?

Antwort von hoschpes (10.08.2017 08:26)

Auf der RNZ macht der AGL Chef Stumpf einen Sommerspaziergang zu seinem heimatlichen Lieblingsaussichtspunkt; Krösselbach hoch, mit Blick auf die Schleuse. Ich hätte jetzt erwartet, dass er einen Blick auf sein Herzensprojekt, den zukünftigen Windpark auf dem Hebert, wählt. Diesen Genuss wird er wohl ganz alleine den Anwohnern überlassen.

Antwort von Matrix (17.08.2017 13:35)

Eine linke Politikerin wurde in anderem Zusammenhang gefragt, warum denn die Deutschtürken mit über die Hälfte der Stimmen für die Verfassungsänderung Erdogans gestimmt hätten.

Sie antwortete darauf: das stimmen ja gar nicht, weil nicht einmal die Hälfte der Deutschtürken überhaupt zur Abstimmung gegangen seien.

Und jetzt stellt sich die Frage, was denn die Eberbach AGL zum so genannten Abstimmungsergebnis der Bevölkerung über die Windkrafträder am Hebert sagt.

In diesem Fall ist noch nicht einmal ein geringer Prozentsatz der Eberbach Bevölkerung zur Abstimmung gegangen. Geschweige denn die Hälfte.

Der überwiegende Teil der Bevölkerung Eberbach würde sich heute bei einer Volksabstimmung gegen eine Verschandelung des Hebert aussprechen.





Antwort von hoschpes (19.08.2017 07:13)

@matrix
Ärgerlich an dieser Abstimmung - sie war explizit mit dem Hebert verbunden. Es sollte keine Grundsatzentscheidung für weitere Windparks rund um Eberbach sein. Was ist passiert? Die Planungen für Augstel, Brombach und Markgrafenwald laufen. Das Wahlvolk ist vergesslich, darauf haben die Lobbyisten erfolgreich spekuliert.

Antwort von K. Martell (19.08.2017 13:34)

"Dem Mühlrad beim Klappern zuhören", ist heute ein Bericht über die Freizeitaktivitäten des Sprechers der AGL im Eberbacher Gemeinderat überschrieben.

Die Überschrift ist fast schon ein Hohn, grotesk.

Bald wird der besagte Herr die Windräder klappern hören - (...)

Antwort von Affe (19.08.2017 18:04)

Hallo ich finde, wenn man hier auf dem Herbert schon sogenannte Bürger-Windräder baut, dann sollte der Strom nicht ins Netz und dann nach HD oder Ruhrgebiet geschickt werden, sofern DIREKT VERBILLIGT an Eberbacher Bürger. Und zwar zuerst an die Häuser welche von dem Krach und Gestank der Windräder auf dem Hebert unmittelbar belästigt werden, also Pleutersbach und Neckarwimmersbach und NICHT Scheuerberg oder Steige wo die Bonzen wohnen.

Antwort von imuvrini (21.08.2017 15:12)

@Matrix: Zitat: "Der überwiegende Teil der Bevölkerung Eberbach würde sich heute bei einer Volksabstimmung gegen eine Verschandelung des Hebert aussprechen."

OK, dann müsste man auch jede Bundestagswahl nach ein paar Monaten wiederholen, weil sich die Leute dann anders entscheiden würden. Wer nicht bewusst an der Umfrage teilgenommen hat oder gar nicht, hat später eben Pech gehabt und sollte gelernt haben, dass es sich lohnt, aktiv an Wahlen und Abstimmungen teilzunehmen. Nicht hinterher meckern!
Woher wissen Sie eigentlich, was "die Eberbacher" wollen? Ich denke/behaupte , dass es vielen Einwohnern eh völlig egal ist, was da passiert. Hauptsache das Geld kommt aufs Konto, der Strom fließt und das Handy funktioniert.

Antwort von Affe (21.08.2017 19:10)

Sehr geehrtes imurivin,
dass den Leuten die Windräder am Hebert egal sind, gilt ja vielleicht in der Steige oder Gaimühl oder Brombach.
Aber NICHT in Pleutersbach oder Wimmersbach wo die Menschen UNMITTELBAR vom Gestank und Krach der Windräder betroffen ist !
Daher sollte auch der Strom dieser sogenannten Bürger-Windräder nicht ins Netz und dann nach HD oder Ruhrgebiet geschickt werden, sondern DIREKT VERBILLIGT an Eberbacher Bürger in der Wimmersbach oder Pleutersbach.

Antwort von hoschpes (22.08.2017 07:51)

@affe
Abgesehen von der (wahrscheinlich) technischen Unmöglichkeit, genau den auf den Hebert produzierten Strom zielgerichtet auf einen bestimmten Personenkreis zu verteilen - wer sollte die Differenz zwischen verbilligtem und "normalen" Strompreis bezahlen?

Antwort von imuvrini (22.08.2017 11:04)

Sehr geehrter @Affe,
Sie mögen Recht haben. Warum haben denn nicht sooooo viele an der Abstimmung" teilgenommen? OK, ich hätte mir vorab auch deutlich mehr Informationen gewünscht. Aber nun eine Wiederholung zu fordern, nur weil es einer Seite besser passen könnte, ist nicht korrekt.
Leider ist das Ganze mittlerweile zur Posse verkommen und so wirklich verlässliche, seriöse Informationen über das was tatsächlich geplant ist hat man immer noch nicht. Die Gegner werfen uns mit "gefakten" Fotomontagen und gekauften Gutachtern zu, die Befürworter mit fiktiven Zahlen. Was kommt von neutraler Seite? Ich bin in der Lage, mich mit Abstand und Verstand zu orientieren aber was ist mit den weniger differenzierenden Menschen? Die laufen dem hinterher, der am lautesten schreit. Oder bleiben eben daheim und warten was kommt.
Das meine ich nicht arrogant.

Bin übrigens selbst ein Betroffener.

Antwort von Wie bitte (22.08.2017 12:44)

@affe
seit wann machen Windräder Gestank ? Ja was ganz neues. Das hat man uns bisher verschwiegen.

Antwort von affe (22.08.2017 15:18)

@hoschpes
@imurvini:
Ich fordere keine Wiederholung von irgendwas!
Was ich fordere ist nur, dass die Bewohner von solchen Gebieten mit BILLIGEM DIREKT-BÜRGERSTROM direkt vom Hebert entschädigt werden, die in Wimmersbach + Pleutersbach unterhalb des Herberts den ganzen DRECK, GESTANK + KRACH dieser Windräder unmittelbar abbekommen. Es wird doch wohl technisch möglich sein, ein STROMKABEL vom Hebert in ein oder mehrere Eberbacher Häuser zu legen ????? Man kann ja z.b. von seiner Steckdose auch gezielt mit einer Leitung eine Deckenlampe mit Strom versorgen, also wieso kein Haus ? Das ist doch die faule Ausrede. Ich fordere BILLIGSTROM VOM HEBERT FÜR PLEUTERS- UND WIMMERSBACH .

Antwort von Affe (22.08.2017 20:51)

@Wie bitte
@ hoschpes:
Den billigen Strom zahlt keiner. Der ist billig weil der Weg so kurz ist, man braucht keine überland Leitung, das geht ja fast per Induktion.
Hoschpes ein Windrad sagt ja fast schon den Namen nach dass es die Luft oben am Berg durcheinanderwirbelt. Dadurch wird verhindert dass die Abgase von der Autobahn oder aus dem Raum Mannheim quasi über den Eberbacher Talkessel ungestört hinwegschweben, sondern aufgrund der Luftturbulenzen welche ein Windrad verursacht, wird aller Abgasedreck quasi direkt nach Pleutersbach + Wimmersbach hinabgewirbelt. Daher müssen dort die Bewohner mit verbilligtem Direkt-Bürgerstrom versorgt und entschädigt werden !!!

Antwort von imuvrini (22.08.2017 22:47)

@Affe:
Muss man Sie ernst nehmen?
So langsam wird`s witzig.

Antwort von hoschpes (23.08.2017 05:53)

@affe
Ohne in die Einzelheiten zu gehen - Sie stellen sich es physikalisch/technisch tatsächlich zu einfach vor. Wenn Sie wirklich eine finanzielle Entschädigung der direkt betroffenen Anwohner wollen, so könnte das durch einen simplen prozentualen Zuschuss, bzw. Entlastung bei der Stromrechnung funktionieren. Abgesehen davon, dass das eine wie das andere politisch vollkommen utopisch ist, noch mal die Frage, wer sollte das bezahlen?

Antwort von Affe (23.08.2017 07:58)

@imruvini: direkt in den Wohngebieten unterhalb der Windräder ist auch ein starkes Summen oder brummen zu hören. Für die Anwohner alles andere als lustig.
@hoschpes: durch den Entfall einer Überlandleitung fallen ja gar keine Kosten an was an die Bewohner weitergegeben wird.

Antwort von leser (23.08.2017 20:58)

@ Affe;

DRECK, GESTANK + KRACH dieser Windräder ?????????????????

Antwort von Affe (24.08.2017 18:06)

Hallo leser,
Wieso liest du nicht was ich oben bereits dazu erklärt habe:
1. Zu KRACH:
"@imruvini: direkt in den Wohngebieten unterhalb der Windräder ist auch ein starkes Summen oder brummen zu hören."
2. Zu GESTANK+DRECK:
"Hoschpes ein Windrad sagt ja fast schon dem Namen nach dass es die Luft oben am Berg durcheinanderwirbelt. Dadurch wird verhindert dass die Abgase von der Autobahn oder aus dem Raum Mannheim quasi über den Eberbacher Talkessel ungestört hinwegschweben, sondern aufgrund der Luftturbulenzen welche ein Windrad verursacht, wird aller Abgasedreck quasi direkt nach Pleutersbach + Wimmersbach hinabgewirbelt."
Daher müssen alle Betroffenen entschädigt werden !

Antwort von Markus (24.08.2017 21:36)

@Affe
Was ist denn bei Ihnen los?
Comedy XXL?!

Sie sind bei allen Einzelheiten total daneben.
Technisch, physikalisch, finanziell und politisch ist das nicht umsetzbar und selbst wenn, für billigen Strom wäre man dann doch bereit ja zur Windkraft zu sagen? gibt es dann auf einmal keine Nachteile mehr???

Antwort von Affe (26.08.2017 05:18)

Hallo Markus
die Windräder kommen ja sowieso, ich bin hier sehr fatalistisch, weil ihr ja auch nach dem Ende der Kornkraft 2025 weiter eine Stromquelle braucht ( ich selbst bin dann ggf. schon tot ).
Aber als BÜRGER-Windrad soll es doch wenigstens dem Eberbacher BÜRGER einen (Preis-)Vorteil einbringen !!!!!!! ????? Das wäre mir als Eberbacher Stadtrat eine Herzensangelegenheit.

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