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Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Verlagerung aus Eberbach auf den Winterhauch


(Foto: Deutsche Post AG)

(hof) Zur Novembersitzung des Waldbrunner Gemeinderats begrüßte Bürgermeister Markus Haas kürzlich die Gemeinderäte sowie Zuhörer in der Winterhauch-Halle in Strümpfelbrunn. Außerdem waren drei Vertreter der Deutschen Post AG gekommen, die das Bauvorhaben zur Errichtung eines Zustellstützpunkts im Gewerbe- und Mischgebiet Waldbrunner Höhe in Oberdielbach vorstellten.

Zwei Gewerbebauplätze mit insgesamt 5.137 Quadratmetern am südlichen Gebietsrand im Anschluss an die Fa. Wunder haben sich als optimaler Standort herauskristallisiert. Da die Baurechtsbehörde keine Bedenken hat und auch ein Lärmgutachten vorliegt, stimmte der Gemeinderat dem Verkauf der Grundstücke an die Deutsche Post AG zu. Der Kaufpreis wurde auf 287.000 Euro festgelegt.

Das Logistikunternehmen plant die Verlegung des Zustellstützpunkts Eberbach nach Waldbrunn. Nach der Inbetriebnahme, die für Mitte 2022 vorgesehen ist, sollen vom Winterhauch aus etwa 30 Zustellbezirke im Kfz.-Betrieb bedient werden. Da die Deutsche Post AG künftig selbstentwickelte E-Fahrzeuge einsetzen will, wurde mit Netze BW der Standort einer entsprechenden Trafostation festgelegt. Dies wurde im Rahmen der Erschließung des zweiten Bauabschnitts bei der Stromversorgung berücksichtigt, ließ Bürgermeister Markus Haas den Gemeinderat wissen.
Die geplanten Gebäude sollen rund 900 Quadratmeter groß sein. Im Zustellbetrieb will die Post zwischen 35 und 40 Arbeitskräfte beschäftigen. Da man von einem weiteren Wachstum beim Online-Handel und damit beim Paketversand ausgehe, finde man in Waldbrunn Voraussetzungen, die künftige Erweiterungen zulasse, erläuterten die Mitarbeiter der Deutschen Post AG das Projekt.

Für die Gemeinde Waldbrunn sei es eine erfreuliche Entwicklung, ein solch bedeutendes Unternehmen für Gewerbegrundstücke in Waldbrunn gewonnen zu haben, warb Bürgermeister Markus Haas für die Ansiedlung. Zumal vonseiten des Unternehmens ein deutlich spürbarer Beitrag zur Gewerbesteuer in Aussicht gestellt wurde. Auch die Ankündigung, das Gebäude mit einer Photovoltaikanlage und einer Wärmepumpe auszustatten, wurde von den Gemeinderäten positiv aufgenommen, weshalb das Gremium dem Vorhaben einstimmig beipflichtete.

01.12.20

Lesermeinungen

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Von Die Schöpfung  (06.12.20):
Traurig Traurig aber sowas von war, aber Eberbach hat ja so gewählt. Wer glaubt es wird jetzt besser wird warscheinlich sehr enttäuscht werden. Vor allen die 30 Prozent wo das möglich gemacht haben.

Von Zukunft bitte! (03.12.20):
Eberbach gleitet vom Mittelzentrum zum Unterzentrum ab. Nach über 150 Jahren Postamt (seit 1838) zunächst Postfiliale, jetzt nur noch als Agentur in Eberbach. Textilhaus Müller verkleinert. Die Theodor Frey-Schule verliert Berufszweige, das Gymnasium (seit 1835) hat sich nicht mehr gefangen. Mercedes ist nur noch ein Servicestützpunkt (2017). Jetzt geht die privatisierte Post sogar mit ihrem Zustellstützpunkt auf die grüne Wiese in der Gemeinde Waldbrunn.
Niedergang und Rückgang der Gewerbesteuer hatten schon mit dem Rückzug der ABB, früher BBC, seit der Fusion 1988 begonnen. Nächstes Problemkind könnte die Verpachtung des Restaurants der Stadthalle werden, und wie lange gibt es noch das Eberbacher Stellwerk der Bahn?
Zukunft sieht anders aus.


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