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Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Videokameras und WLAN in der Tiefgarage


(Foto: Claudia Richter)

(cr) Im Horst-Schlesinger-Saal des Rathauses tagte gestern Abend der Verwaltungs- und Finanzausschuss des Eberbacher Gemeinderats mit einer kleinen Tagesordnung.

Beschlossen wurde, in der Tiefgarage am Leopoldsplatz “schnellstmöglich” eine Videoüberwachung sowie ein öffentliches WLAN-Netz einzurichten. Für die Videoüberwachung sollen Dutzende Kameras in fünf Bereichen installiert werden: am Treppenabgang NĂ€gelseegasse, in den VorrĂ€umen der Fahrstühle im 1. und 2. Untergeschoss unter dem Rathaus sowie in allen Parkplatzbereichen der beiden Untergeschosse. Die erforderlichen LeistungsauftrĂ€ge soll die Verwaltung bei einer Kostenobergrenze von 56.000 Euro netto eigenstĂ€ndig vergeben.

Die Verwaltung hatte zunĂ€chst beantragt, die Überwachung der Parkdecks auf die Bereiche unter dem Rathaus zu beschrĂ€nken und für die restlichen ParkplĂ€tze eine Kameraüberwachung nur vorzubereiten. Die Gesamtkosten dafür waren mit 41.000 Euro netto veranschlagt worden. Freie-WĂ€hler-Stadtrat Udo Geilsdörfer plĂ€dierte aber dafür, gleich die komplette Tiefgarage zu überwachen, was laut Hauptamtsleiterin Anke Steck Mehrkosten von 15.000 Euro netto erfordern werde. Das Gremium folgte einstimmig Geilsdörfers Vorschlag.

Mit den Kameras will man den zuletzt zunehmenden FĂ€llen von Vandalismus im Bereich der Tiefgarage begegnen und das subjektive Sicherheitsgefühl verbessern. Laut gültiger Satzung ist das “unnötige Betreten oder Verweilen auf den Fahrbahnen und Rampen” sowie der “Aufenthalt von Personen, der nicht im Zusammenhang mit dem Abstellen oder Abholen eines Fahrzeugs steht” verboten. VerstĂ¶ĂŸe dagegen stellen Ordnungswidrigkeiten dar, die ein Bußgeld zur Folge haben können.
Die Videoaufnahmen sollen “anlassbezogen” ausgewertet werden. Je nach Art des Vorfalls sollen dann die entsprechenden Maßnahmen (Hausverbot, Bußgeld, Strafantrag) veranlasst werden. Ohne Hinweise auf Vorkommnisse sollen die Aufnahmen nach 14 Tagen gelöscht werden.

Gleichzeitig mit der Verkabelung für die Videoüberwachung soll die Tiefgarage eine WLAN-Versorgung erhalten, um die Nutzung der Easy-Park-App (wir berichteten) auch in der Tiefgarage zu ermöglichen. Die Kosten hierfür sollen ungefĂ€hr 3.000 Euro brutto betragen und sind bereits in den 56.000 Euro netto enthalten.

13.03.26

Lesermeinungen

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Von Pregola Stillger (13.03.26):
Ich parke seit vielen Jahren in der Tiefgarage und seit einiger Zeit fühlt man sich manchmal wirklich nicht mehr sicher ! Ich schaue abends immer erst einmal bei den Treppenbereichen nach unten, ob sich dort Personen aufhalten. HĂ€ufig konnte ich Jugendliche bzw. Kinder beobachten, die die Tiefgarage als Fahrradparcour nutzen oder Grüppchen, die sich dort zur Party treffen. Von der Sauberkeit gar nicht zu sprechen. Die vom Gemeinderat beschlossenen Maßnahmen helfen hoffentlich für mehr Sicherheit und Sauberkeit.

Von Schöpfung  (13.03.26):
Ja lange hats gedauert, das man das kannse mit Videokameras überwacht ,aber alleine Videokameras verhindert eine Straftat ,da sollte vielleicht die öffentliche Polizei mehr PrĂ€senz zeigen, mal öfter Streife laufen und nicht Streife fahren, das wirkt sich auch auf ihre Fitness aus.

Von KP (13.03.26):
Bravo! So geht schnelles und entschlossenes Handeln, um das Sicherheitsgefühl wiederherzustellen! Danke an unseren Gemeinderat!

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