Umstellung auf Elektromobilität erklimmt nächste Stufe (Fotos: Claudia & Hubert Richter)(cr) Bei den Eberbacher Verkehrsbetrieben geht die Umstellung von Diesel- auf Elektrobusse weiter.
Der Gemeinderat stimmte am Donnerstag, 26. März, der Beschaffung eines zweiten E-Busses als Ersatz für einen 16 Jahre alten Dieselbus zu, dessen Restwert im Verkauf bei nur noch 11.500 Euro liegt. Bei dem E-Bus, für den Kosten von 380.000 Euro genannt wurden, soll es sich um ein Gebrauchtfahrzeug von Mercedes handeln, das etwa 5 Jahre alt ist, aber bisher nur etwa 15.000 km Laufleistung hat. Ebenfalls zugestimmt wurde der Beschaffung einer Ladestation für rund 60.000 Euro. Beide Beschlüsse fielen einstimmig.
Wolfgang Kressel, Leiter der Städtischen Dienste Eberbach (SDE), zu denen der Verkehrsbetrieb gehört, stellte dar, dass E-Busse selbst bei niedrigeren als den aktuellen Dieselpreisen sehr wirtschaftlich seien, vor allem aufgrund der deutlich geringeren jährlichen Betriebskosten. Ein E-Bus sei bereits nach knapp vier Jahren wirtschaftlich günstiger als ein Dieselbus.
Gemäß einem Zeitplan der SDE für die nächsten 8 Jahre soll im kommenden Jahr ein weiterer, dann 14 Jahre alter Bus durch einen “Midi-Bus†ersetzt werden. 2028 soll dann der im vergangenen Jahr beschaffte erste E-Bus (Bild links) entweder aus dem Leasing übernommen oder durch Neuanschaffung ersetzt werden. 2029 steht die Umstellung auf ein neues, vom VRN vorgeschriebenes “Telematiksystem†an, mit dem die Busse in Echtzeit nachverfolgt und Fahrgastzahlen automatisch erhoben werden können. Ab dem Jahr 2030 schließlich strebt Kressel für geschätzt 2,5 Mio. Euro einen neuen Busbetriebshof samt Ladeinfrastruktur an. Als Standort dafür sei das alte Streusalzlager des Rhein-Neckar-Kreises an der L 2311 nach Gaimühle auf Höhe des Jugendzeltplatzes vorgesehen (Bild rechts). Bis 2034 sollen demnach insgesamt 4,5 bis 5 Mio. Euro in die Verkehrsbetriebe investiert werden, bei erhofften Fördergeldern von 2,3 bis 2,7 Mio. Euro.
30.03.26
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