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Nachrichten > Kultur und Bildung

Kunstwerk feierlich an die Ă–ffentlichkeit übergeben


Kleines Bild v.l. Stelios Pupet und Olivier Landes. (Fotos: Barbara Gusz)

(hr) Neue Fassadenkunst kann man seit ein paar Tagen in der OdenwaldstraĂźe in Eberbach bestaunen. Ein griechischer Künstler gestaltete dort ein groĂźes Wandgemälde.

Das “Mural” an der Südwestfassade des städtischen Gebäudes in der OdenwaldstraĂźe 37 wurde in einer Feierstunde am Donnerstagnachmittag, 18. Juni, durch Bürgermeister Peter Reichert offiziell der Ă–ffentlichkeit übergeben - im Beisein des Künstlers Stelios Pupet. Ihm hatte man seit 10. Juni sogar bei der Entstehung des Werks zusehen können.

Die Initiative zu dem Stück “Urban Art” kam aus den Reihen der CDU-Fraktion im Eberbacher Gemeinderat. Bei einem Besuch des Gemeinderats in Eberbachs französischer Partnerstadt Thonon-les-Bains am Genfer See wurden Fassadenmalereien gezeigt, und man nahm die Idee mit zurück nach Eberbach. Im Haushaltsplan für 2026 wurden auf Antrag der CDU 25.000 Euro dafür bereitgestellt. Als Kurator lud man Olivier Landes aus Thonon vom dortigen Verein “Art en Ville“ ein. Er hat gute Kontakte zu Streetart-Künstlern und schlug für Eberbach drei von ihnen vor. Ein Entscheidungsgremium wählte schlieĂźlich Stelios Pupet aus Athen aus, der bereits Murals in Italien, Frankreich, Griechenland und Spanien verwirklicht hat. Die Motive des neuen Wandgemäldes zeigen die für Eberbach prägenden Elemente Wald, Berge, Wasser und Sandstein. Und auch ein wilder Eber ist auf dem Bild zu finden. Angela Mahmoud, die Leiterin der städtischen Kulturabteilung, wies in ihrer Ansprache auf die zu Eberbach passende Farbgestaltung aus Grün (Wald), Blau (Wasser) und Rotbraun (Sandstein) hin sowie auf die geometrische Struktur des Bildes mit seinen mosaikartigen Kachelflächen. Man müsse kein Kunstexperte sein, um Zugang zu dem Werk zu finden, so Mahmoud. Die dargestellte Verschmelzung von Mensch und Natur diene als “Erinnerung, wie schön wir es hier haben”.

20.06.26

Lesermeinungen

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Von Mkause (24.06.26):
Kunst ist keine geografisch korrekte Landkarte und auch kein Werbeprospekt für Eberbach. Der Künstler interpretiert die Stadt und ihre prägenden Elemente aus seiner eigenen Perspektive. Was für den einen „nicht nach Eberbach aussieht“, empfindet ein anderer vielleicht als moderne, kreative und spannende Darstellung.

Gerade die Frauengestalt oder die Farbwahl müssen nicht jedem sofort einleuchten. Kunst lebt davon, Raum für eigene Gedanken und Interpretationen zu lassen, statt alles eindeutig zu erklären. Letztlich liegt der Wert eines Kunstwerks nicht darin, dass es allen gefällt, sondern dass es Menschen zum Nachdenken, Austauschen und Diskutieren bringt – und das scheint diesem Bild bereits sehr gut gelungen zu sein.


Von bob (23.06.26):
Schön! Supa!

Von ah (22.06.26):
Das Bild passt stimmungsmäßig eher nach Griechenland oder Nordafrika als nach Eberbach, denn die dominierende Farbe auf dem Bild ist Gelb und Orange, da kann Frau Mahmoud noch so oft etwas anders behaupten. Gelb und Orange kommen in Eberbach nicht vor. In Eberbach dominiert saftig-grün (Wald), diese Farbe fehlt auf dem Bild leider fast völlig. AuĂźerdem ist völlig unklar. was die riesige Frau in der Bildmitte mit Eberbach zu tun hat.

Von Bürger (22.06.26):
Welchen Bezug hat das Bild zu Eberbach?
Unnötig Geld ausgeben das kann die Stadt, aber die Toilette am Bahnhof erneuern? .
Wenn die französischen Freunde solche Gemäldr wollen sollen sie auch bezahlen.
Ist doch nur eine Minderheit.


Von Geh nicht fort - bleib vor Ort (21.06.26):
Grundsätzlich finde ich die Idee von Urban Art toll, auch das Motiv. Ob das wirklich das Geld wert ist, keine Ahnung.
Ich finde es aber extrem Schade, dass das Kunstwerk nicht von örtlichen bzw. von Künstlern der Partnerstadt ausgeführt wurde.


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