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Im Markgrafenwald dürfen fünf Anlagen gebaut werden


Auf der Max-Wilhelmshöhe zwischen Höllgrund und Reisenbacher Grund sollen sich die Windräder drehen. (Grafik: JUWI)

(hr) Der projektierte Windpark “Markgrafenwald” auf der Max-Wilhelmshöhe zwischen Eberbach-Gaimühle und Waldbrunn ist genehmigt.

Das Landratsamt des Neckar-Odenwald-Kreises hat am 23. Juni die “immissionsschutzrechtliche Genehmigung” für fünf Windkraftanlagen mit Nabenhöhen von 169 Metern (Gesamthöhe 250 Meter) und einer Nennleistung von je 6 MW erteilt. Zwei Anlagen sollen auf Gemarkung Eberbach (Bereich “Augstel”) und drei Anlagen auf Strümpfelbrunner bzw. Mülbener Gemarkung (Waldbrunn) entstehen.

Zuvor hatte ebenfalls am 23. Juni das Verwaltungsgericht Karlsruhe eine Klage der “Initiative Hoher Odenwald - Verein für Landschaftsschutz und Erhalt der Artenvielfalt e.V.” (IHO) gegen das Land Baden-Württemberg auf Ausweisung eines Vogelschutzgebiets “Südöstlicher Odenwald” für den Schwarzstorch zurückgewiesen. Das Karlsruher Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Initiative hat mitgeteilt, die Genehmigung und die rechtlichen Anfechtungsmöglichkeiten anwaltlich prüfen zu lassen. Man könne bis Ende Juli gegen die Genehmigung des Windparks Waldbrunn Klage einreichen, zusammen mit einem Eilantrag für einen gerichtlich angeordneten Baustopp, teilte die IHO am 30.Juni auf ihrer Website mit. Damit könnte die Umsetzung des Projekts eventuell zumindest verzögert werden.

Die Waldfläche, in der die Anlagen entstehen sollen, befindet sich in Privatbesitz. Den Antrag für den Windpark hatte die MVV Windenergie GmbH am 19. September 2022 gestellt, damals zunächst für sieben Windkraftanlagen. Umgesetzt werden soll der Park durch die JUWI GmbH aus Wörrstadt, deren Mehrheitseigentümer die MVV ist. Die JUWI GmbH will auf Flächen der Stadt Eberbach auch eine größere Freiflächen-Solaranlage auf dem Frieseneck bei Unterdielbach errichten und ist neuer Vertragspartner der Stadt für bis zu sechs Windkraftanlagen auf dem Hebert.

04.07.26

Lesermeinungen

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Von Klara Fall (04.07.26):
Es gibt Hoffnung für die Natur, die JUWI torkelt der Pleite entgegen. Nur weiter so, JUWI!

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