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Nachrichten > Natur und Umwelt

Bevölkerung wird um Mithilfe gebeten


(Foto: Hubert Richter)

(hr) (stve) Die Kermesbeere breitet sich zunehmend auch in der Region Eberbach aus. Die Stadtverwaltung macht die Bevölkerung auf die Gefahren und Auswirkungen dieser invasiven Pflanzenart aufmerksam und bittet um Mithilfe.

Die ursprünglich nicht in Mitteleuropa heimische Kermesbeere wird aufgrund ihres auffälligen Erscheinungsbilds häufig als Zierpflanze in Gärten angepflanzt. Von dort kann sie sich jedoch in die freie Landschaft und in Waldgebiete ausbreiten, insbesondere durch Vögel, die die Beeren auf Grund der Färbung fressen und als Samen ausscheiden. Die robuste und konkurrenzstarke Pflanze kann innerhalb kurzer Zeit dichte Bestände bilden, die heimische Pflanzenarten verdrängen und wichtige Lebensräume zerstören. Unter anderem wird die natürliche Verjüngung von Wäldern eingeschränkt und teilweise sogar verhindert.

Die Stadtverwaltung bittet darum, auf weitere Anpflanzungen der Kermesbeere zu verzichten. Wenn sich beispielsweise im Wald größere Bestände erst einmal etabliert haben, ist ihre Eindämmung mit erheblichem Arbeits- und finanziellem Aufwand verbunden. Deshalb ist es besonders wichtig, neue Vorkommen möglichst frühzeitig zu erkennen. Die Stadt bittet daher die Bevölkerung um Unterstützung. Wer Kermesbeeren im eigenen Garten hat, sollte möglichst auf deren weitere Kultivierung verzichten und zumindest verhindern, dass die Pflanzen zur Fruchtreife gelangen und sich weiter ausbreiten. Darüber hinaus wird darum gebeten, Vorkommen der Kermesbeere in der freien Landschaft und in Waldgebieten zu melden. Hinweise auf Standorte können dazu beitragen, die Verbreitung besser zu erfassen und geeignete MaĂźnahmen zur Eindämmung einzuleiten.

Wer Kermesbeeren im Wald entdeckt, sollte diese an die Stadtförsterei Eberbach melden, per E-Mail (s.u.) oder oder telefonisch unter (06271) 72864.

E-Mail-Kontakt: stadtfoersterei@eberbach.de

10.09.26

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